Sieben Einrichtungen kämpfen mit finanziellem Defizit

Donau-Ries Kliniken und Seniorenheime streben schwarze Zahlen an

Die Donau-Ries Kliniken und Seniorenheime. Foto: Donau-Ries Kliniken und Seniorenheime gKU
Noch im Jahr 2012 geriet das gemeinsame Kommunal-Unternehmen Donau-Ries Kliniken und Seniorenheime (gKU) in ein Minus von sechs Millionen Euro. Dieses Defizit soll nun im laufenden Jahr gänzlich ausgeglichen werden.

Schon im letzten Jahr wurde das Minus auf einen niedrigen sechsstelligen Bereich reduziert. So zeigte sich der Vorstands-Vorsitzende Jürgen Busse gegenüber dem Verwaltungsrat optimistisch, dass das laufende Jahr vollkommen ohne Defizit abgeschlossen werden könne. So sieht es auch der beschlossene Wirtschaftsplan 2017 vor. Damit würde das gKU eine wichtige Etappe für die Zukunft des Unternehmens erreichen. Dies würde auch die beiden Träger des gKU, den Landkreis Donau-Ries und die Stadt Nördlingen, entlasten.

gKU blickt optimistisch in die Zukunft

Darüber hinaus wies Busse auf einen weiteren Erfolg hin. Denn es sei gelungen, eine einvernehmliche Regelung mit dem früheren gKU-Vorstand Gerhard Wurm zu erzielen. So hat sich das gKU nach langen Gesprächen auf eine für alle Seiten akzeptable Lösung einigen können. Denn nachdem das hohe Defizit bekannt wurde, war der Verwaltungsrat zum Handeln gezwungen. Das Ergebnis ist positiv und so kann das gKU optimistisch in die Zukunft blicken. Unter dem Dach des Kommunal-Unternehmens sind die drei Landkreis-Kliniken Donauwörth, Oettingen und Nördlingen, sowie die Seniorenheime in Rain, Wemding, Monheim und das Bürgerheim Nördlingen zusammengefasst.

Patienten zeigen sich zufrieden mit Donauwörther Notaufnahme

Aber nicht nur die guten Zahlen und der Abschluss langwieriger Verfahren stimmen das Gesundheits-Unternehmen positiv. Darauf wies Landrat Stefan Rößle ergänzend hin. So wurden über einen Monat die Patienten der Notaufnahme in der Klinik Donauwörth befragt. Die Auswertung ergab, dass die Patienten mit ihrer Versorgung sehr zufrieden sind. Demnach empfanden beispielsweise über 94 Prozent der Befragten den Umgang des ärztlichen Personals als sehr gut und gut. Ähnlich zufrieden waren die Befragten  mit dem Umgang des Ambulanz-Personals.

Bestnoten gab es auch für das pflegerische Personal, von dem sich 95 Prozent der Befragten als sehr gut und gut versorgt sahen. Auch die Wartezeiten wurden überwiegend positiv bewertet. So empfanden immerhin 80,15 Prozent die Wartezeit als angemessen. In diesem Rahmen wurde außerdem betont, dass Kinder schnell behandelt würden. „Wir sind also nicht nur wirtschaftlich, sondern auch qualitativ auf einem wirklich sehr guten Weg“, so Landrat Stefan Rößle.

Klinik-Krise in Neu-Ulm, Illertissen und Weißenhorn

Doch nicht nur das gKU hatte lange mit einer finanziellen Schieflage zu kämpfen. So wurde erst kürzlich das hohe Defizit der Kreisspital-Stiftung Weißenhorn bekannt. Demnach handelt es sich dabei um ein Minus in Höhe von rund 13 Millionen Euro. Im Rahmen einer öffentlichen Information wurde bekanntgegeben, dass sich die Betriebs-Ergebnisse in den Jahren 2015 und 2016 dramatisch verschlechtert hätten. Das tatsächliche Ausmaß wurde jedoch erst Ende November 2016 bekannt.

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