Innenministerium Bayern

Bahnstrecken-Reaktivierung im Donau-Ries

Kommt die Bahn zurück nach Nördlingen? Foto: Dieter Düvelmeyer/Fotolia

Die Reaktivierung der Bahnstrecke Gunzenhausen – Wassertrüdingen ist laut einer aktuellen Fahrgastprognose rentabel. Verkehrs- und Innenminister Joachim Herrmann wünscht sich eine Inbetriebnahme bis zur Landesgartenschau 2019. Die Wiedereinführung des Personenverkehrs auf der Strecke Wassertrüdingen – Nördlingen wird es wohl nicht geben.

von Konrad Dreyer, Online-Redaktion

„Die diesjährige Fortschreibung der Fahrgastprognose durch den Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN) für die Reaktivierung der Bahnlinie zwischen Gunzenhausen und Wassertrüdingen kommt auf eine Fahrgastzahl von 1.010 Reisenden pro Tag. Damit hat die geplante Reaktivierung eine wichtige Hürde genommen“, erklärte Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann in Wassertrüdingen. „Es liegt nun in der Hand der Region, auch die anderen, bayernweit geltenden Reaktivierungskriterien zu erfüllen und damit die Weichen für eine mögliche Wiederaufnahme des Zugverkehrs zu stellen. Mein Wunsch wäre es, dass pünktlich zur Landesgartenschau 2019 wieder Züge zwischen Gunzenhausen und Wassertrüdingen verkehren“, fügte Herrmann hinzu. Der Hauptgrund für den Anstieg der zu erwartenden Fahrgastzahlen zwischen Gunzenhausen und Wassertrüdingen sei die sehr positive Arbeitsplatzentwicklung in Gunzenhausen.

Nicht genügend Nachfrage für eine Reaktivierung der Strecke bis nach Nördlingen

Der Südabschnitt der Reaktivierungsstrecke von Wassertrüdingen nach Nördlingen, so Herrmann,  habe den Schwellenwert von 1.000 Reisenden auch in der aktuellen Prognose deutlich verfehlt. Auf diesem Abschnitt könne der Freistaat Bayern deshalb keine Bestellung von Regionalzügen in Aussicht stellen. Zur positiven Entwicklung zwischen Wassertrüdingen und Gunzenhausen erklärte VGN-Geschäftsführer Jürgen Haasler: „Die aktualisierte Fahrgastprognose unterstellt, dass die Kommunen die bisherige positive Strukturentwicklung fortsetzen und mit Gewerbeflächen sowie Wohnbebauung im Einzugsbereich der Schiene weiter unterstützen.“

Viele offene Fragen zur Bahnstrecke Gunzenhausen - Wassertrüdingen

Um die Reaktivierung zwischen Gunzenhausen und Wassertrüdingen voranzubringen, muss in der Region noch eine Reihe von Fragen geklärt werden, wie Minister Herrmann unterstrich: Wie werden der Infrastrukturausbau entlang der Reaktivierungsstrecke und die nötigen Anpassungen im Bahnhof Gunzenhausen finanziert? Wer wird künftig Infrastrukturbetreiber der Strecke sein? Wie soll der genaue Zugfahrplan inklusive der umsteigefreien Verbindung bis Pleinfeld aussehen? Wie wird der Busfahrplan für ein solches neues Zugangebot ausgerichtet? All diese Fragen lassen sich nur mit enger Abstimmung zwischen allen Projektbeteiligten klären.

Arbeitsgruppe soll offene Fragen klären

Deshalb soll auf Vorschlag des Ministers eine Arbeitsgruppe für die Reaktivierung der Strecke zwischen Gunzenhausen und Wassertrüdingen gegründet werden. Die Leitung übernimmt die Fachabteilung des Verkehrsministeriums. Ein erstes Treffen soll noch vor der Sommerpause stattfinden.

Staatsminister Herrmann lässt Kosten für eine Gesamtachse von Pleinfeld bis Donauwörth ermitteln

Auch wenn der Freistaat vorerst keine Züge für die Strecke zwischen Nördlingen und Wassertrüdingen bestellen wird, hat der Minister die Deutsche Bahn AG und die BayernBahn gebeten, die Kosten für eine Aufwertung der Gesamtachse von Pleinfeld über Gunzenhausen und Nördlingen bis Donauwörth zu ermitteln. „Ich möchte wissen, ob es zu vertretbaren Kosten möglich ist, optimale Anschlüsse sowohl in Pleinfeld von und nach Nürnberg als auch in Nördlingen von und nach Donauwörth und Aalen herzustellen. Mit den Untersuchungsergebnissen rechne ich noch in diesem Sommer“, so Herrmann.

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