Polizeipräsidium Schwaben Nord

Augsburger Polizeibeamte testen blaue Uniform

So sehen die Uniformen aus dem Tragetest aus. Foto: PP SWN
So sehen die Uniformen aus dem Tragetest aus. Foto: PP SWN
So sehen die Uniformen aus dem Tragetest aus. Foto: PP SWN

Innenminister Joachim Hermann gab am vergangenen Donnerstag den Startschuss für eine möglicherweise neue Ära in Bayern. Jetzt sollen die blauen Polizeiuniformen kommen. Doch erst einmal muss die neue Dienstkleidung für Polizei- und Justizbeamte ausgiebig getestet werden. Auch die Polizeibeamten in Augsburg Stadt und Land nehmen an der Aktion teil.

von Sandra Hinzmann, Online-Redaktion

Bayern ist deutschlandweit die einzige Region, in der noch grüne Polizeiuniformen getragen werden, das Konzept stammt noch aus den 70er Jahren. Damit soll wohl bald Schluss sein. Seit dem 1. August tragen zahlreiche bayerische Polizei- und Justizbeamte die neue Kollektion in Blau zur Probe. In Bayerisch-Schwaben sind 46 Dienststellen beteiligt – 20 Dienststellen aus dem Wirkungsbereich des Polizeipräsidiums Schwaben Nord und 26 Stellen aus dem Bereich des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West. Alleine in Augsburg Stadt und Land werden 28 Polizeibeamte die neue Dienstkleidung in Blau tragen, sowohl im Innen- als auch im Außendienst. Im Bereich Schwaben Süd/West tragen 32 Beamte die neue Uniform.

Alltags- und Einsatztauglichkeit wichtig

Getestet werden die Kollektionen der österreichischen Bundespolizei und der baden-württembergischen Polizei. Der Tragetest dauert insgesamt acht Monate. So soll die neue Uniform in der sommerlichen Hitze, im nassen Herbst und im kalten Winter zum Einsatz kommen. „Niemand kennt die Ansprüche an eine alltagsgerechte Kleidung besser, als unsere Beamtinnen und Beamten“, weiß Innenminister Herrmann. „Alltags- und Einsatztauglichkeit sind uns dabei ebenso wichtig wie frauengerechte Schnitte.“

Ausrüstung muss passen

Auch auf die gute Vereinbarkeit mit der Ausrüstung wird viel Wert gelegt: Die Uniform muss auf die länderspezifische Ausrüstung angepasst werden, sei es der Einsatzgürtel, die Dienstwaffe oder das Funkgerät. Zudem werden spezielle Schutzwesten getestet, mit denen die Unterziehschutzwesten auch auf der Oberbekleidung getragen werden können.

Testergebnisse der Teilnehmer entscheiden über künftige Uniform

Zur Bewertung der einzelnen Kleidungsstücke füllen die testenden Beamtinnen und Beamten alle zwei Monate einen umfangreichen Fragebogen aus. „Ob wir am Ende die neue Uniform in Blau ordern oder bei unserer grünen Farbkombination bleiben, entscheiden wir erst zum Ende unseres Trageversuchs“, betonte Innenminister Herrmann. „Alle uniformierten Polizistinnen und Polizisten werden dann die Möglichkeit haben, darüber abzustimmen.

1.000 Euro pro Test-Uniform

Insgesamt werden in ganz Bayern 500 repräsentativ ausgewählte Polizei- und Justizvollzugsbeamte die Uniformkonzepte testen, die im Vorauswahlverfahren die höchsten Zustimmungswerte erhalten haben (Österreich und Baden-Württemberg). Nach dem Trageversuch und der Bewertungen der Teilnehmer findet eine EU-weite Ausschreibung statt, sollte eine neue Uniform in Blau geordert werden. Diese wird dann Ende 2016 bei positivem Ausgang eingeführt.

Der Trageversuch kostet pro Teilnehmer etwa 1.000 Euro. Nicht beschafft wurden jedoch Gürtel und Schuhe, da diese Kleidungsstücke aus der bisherigen Uniform verwendet werden können.

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So sehen die Uniformen aus dem Tragetest aus. Foto: PP SWN
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von Sandra Hinzmann, Online-Redaktion

Bayern ist deutschlandweit die einzige Region, in der noch grüne Polizeiuniformen getragen werden, das Konzept stammt noch aus den 70er Jahren. Damit soll wohl bald Schluss sein. Seit dem 1. August tragen zahlreiche bayerische Polizei- und Justizbeamte die neue Kollektion in Blau zur Probe. In Bayerisch-Schwaben sind 46 Dienststellen beteiligt – 20 Dienststellen aus dem Wirkungsbereich des Polizeipräsidiums Schwaben Nord und 26 Stellen aus dem Bereich des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West. Alleine in Augsburg Stadt und Land werden 28 Polizeibeamte die neue Dienstkleidung in Blau tragen, sowohl im Innen- als auch im Außendienst. Im Bereich Schwaben Süd/West tragen 32 Beamte die neue Uniform.

Alltags- und Einsatztauglichkeit wichtig

Getestet werden die Kollektionen der österreichischen Bundespolizei und der baden-württembergischen Polizei. Der Tragetest dauert insgesamt acht Monate. So soll die neue Uniform in der sommerlichen Hitze, im nassen Herbst und im kalten Winter zum Einsatz kommen. „Niemand kennt die Ansprüche an eine alltagsgerechte Kleidung besser, als unsere Beamtinnen und Beamten“, weiß Innenminister Herrmann. „Alltags- und Einsatztauglichkeit sind uns dabei ebenso wichtig wie frauengerechte Schnitte.“

Ausrüstung muss passen

Auch auf die gute Vereinbarkeit mit der Ausrüstung wird viel Wert gelegt: Die Uniform muss auf die länderspezifische Ausrüstung angepasst werden, sei es der Einsatzgürtel, die Dienstwaffe oder das Funkgerät. Zudem werden spezielle Schutzwesten getestet, mit denen die Unterziehschutzwesten auch auf der Oberbekleidung getragen werden können.

Testergebnisse der Teilnehmer entscheiden über künftige Uniform

Zur Bewertung der einzelnen Kleidungsstücke füllen die testenden Beamtinnen und Beamten alle zwei Monate einen umfangreichen Fragebogen aus. „Ob wir am Ende die neue Uniform in Blau ordern oder bei unserer grünen Farbkombination bleiben, entscheiden wir erst zum Ende unseres Trageversuchs“, betonte Innenminister Herrmann. „Alle uniformierten Polizistinnen und Polizisten werden dann die Möglichkeit haben, darüber abzustimmen.

1.000 Euro pro Test-Uniform

Insgesamt werden in ganz Bayern 500 repräsentativ ausgewählte Polizei- und Justizvollzugsbeamte die Uniformkonzepte testen, die im Vorauswahlverfahren die höchsten Zustimmungswerte erhalten haben (Österreich und Baden-Württemberg). Nach dem Trageversuch und der Bewertungen der Teilnehmer findet eine EU-weite Ausschreibung statt, sollte eine neue Uniform in Blau geordert werden. Diese wird dann Ende 2016 bei positivem Ausgang eingeführt.

Der Trageversuch kostet pro Teilnehmer etwa 1.000 Euro. Nicht beschafft wurden jedoch Gürtel und Schuhe, da diese Kleidungsstücke aus der bisherigen Uniform verwendet werden können.

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