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Artenschutz-Prüfung beim Neubau der Schule Oettingen
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Landratsamt Donau-Ries

Artenschutz-Prüfung beim Neubau der Schule Oettingen

Im Landratsamt Donau-Ries fand Mitte Februar eine Besprechung mit den Vertretern des Schulverbandes Oettingen bezüglich des Neubaus der Verbandschule statt. Seitens der unteren Naturschutzbehörde des Landratsamts war bereits auf die gesetzliche Erforderlichkeit einer näheren Untersuchung mehrerer Jahrhunderte alter Eichen am Rande des Oettinger Hofgartens vor deren beabsichtigter Fällung hingewiesen worden.

Eine artenschutzrechtliche Prüfung soll aufzeigen, ob einem Vorhaben die artenschutzrechtlichen Verbote des Bundesnaturschutz-Gesetzes entgegenstehen. Die von der Neubau-Maßnahme des Schulverbands betroffene Fläche weist nach Auffassung des Landratsamts deutliche Kennzeichen eines Lebensraums besonders geschützter Arten auf. Eine Besiedelung der in diesem Bereich stehenden mächtigen alten Eichen mit streng geschützten oder seltenen Arten ist wahrscheinlich. Insbesondere baumbewohnende Fledermaus-Arten sowie der „Eremit“, auch „Juchtenkäfer“ genannt, werden erwartet. Letzterer ist auf europäischer Ebene durch die Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie und die Berner Konvention geschützt. Er ist zudem in der Roten Liste der gefährdeten Tiere Deutschlands als stark gefährdet gelistet. Durch den Einfluss des Menschen wurden seine originären Lebensräume in der Vergangenheit umgewandelt und zerschnitten. Der Käfer zog sich deshalb immer mehr in Friedhöfe, Parks oder Alleen zurück, welche in seinem ursprünglichen Ausbreitungs-Gebiet entstanden sind.

Keine Untersuchung „ins Blaue hinein“

Im Gespräch im Landratsamt wurde behördlicherseits erläutert, dass die spezielle artenschutzrechtliche Prüfung speziell auf bestimmte Käfer- und Fledermaus-Arten – und nicht etwa auf das gesamte Artenspektrum – hin ausgerichtet und durchgeführt werden soll. Insbesondere ist keine Untersuchung „ins Blaue hinein“ erforderlich. Der festgelegte Umfang der speziellen artenschutzrechtlichen Prüfung ist jedoch gesetzlich zwingend erforderlich, um prüfen zu können, ob naturschutzrechtliche Verbots-Tatbestände einschlägig sind. Sollte dies der Fall sein, wären vom Vorhabensträger Vermeidungs- und Minimierungs-Maßnahmen aufzuzeigen, behördlicherseits wäre sodann zu prüfen, ob eine Ausnahme erteilt werden kann. Die Untersuchungen zur speziellen artenschutzrechtlichen Prüfung können aufgrund der Witterung frühestens Ende März bis Anfang April 2012 begonnen werden.

Weitere Informationen www.donau-ries.de

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