Corona-Krise

Arbeitsmarkt: Auswirkungen von Corona schwer abschätzbar

Die Corona-Krise beeinflusst weltweit. Auch der Arbeitsmarkt ist davon betroffen. Richard Paul, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Donauwörth, hat zur aktuellen Lage auf dem Arbeitsmarkt berichtet. Was dabei rausgekommen ist.

„Die Corona-Krise hat unser Leben und unseren Alltag in einem Umfang verändert, wie wir es uns noch vor Kurzem nicht vorstellen konnten“, betont Richard Paul, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Donauwörth. „Welche Folgen das auf den Arbeitsmarkt hat, ist schwer abschätzbar. Es kommt auch sehr darauf an, wie lange die Corona-Krise andauert und wie schnell es den Betrieben möglich ist, wieder in Ihr normales Geschäft einzusteigen. Wir können frühestens ab dem nächsten Monat beginnen zu bilanzieren und dokumentieren. Zum jetzigen Zeitpunkt geht das noch nicht, da der Stichtag an dem die Daten für den Berichtsmonat März erhoben wurden, der 12. März war. Das war vier Tage bevor die Ausbreitung des Virus und in der Folge die Maßnahmen der Politik die wirtschaftlichen Aktivitäten stark eingeschränkt haben.“

Absinken der Arbeitslosigkeit vor Corona

Am 12. März war von der Krise noch relativ wenig zu spüren. Die einsetzende Frühjahrsbelebung hatte die Arbeitslosigkeit im Agenturbezirk Donauwörth sinken lassen. 6.678 arbeitslose Personen waren gemeldet, rund 500 weniger als im Februar, aber um 800 mehr als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Prozentpunkte auf 2,2. Auch in allen Landkreisen sank bis dahin die Arbeitslosigkeit.

Neu- und Wiedereinstellungen werden vorerst ausbleiben

„Allerdings können wir nicht davon ausgehen, dass sich der Rückgang im April fortsetzt. Angesichts der in weiten Teilen ruhenden Wirtschaft bleiben Neu- und Wiedereinstellungen vorerst aus. Die Märzzahlen bilden demnach die aktuelle Situation absolut nicht ab“ betont der Agenturleiter.

Beschäftigte durch Kurzarbeit im Unternehmen halten

„Stattdessen versuchen die Unternehmen zumindest ihre Beschäftigten im Unternehmen zu halten. Um einen vorübergehenden Auftrags- oder Absatzmangel zu überbrücken, ist das vorherrschende Thema derzeit Kurzarbeit. Damit soll Arbeitslosigkeit vermieden werden und es ist gut, dass so viele Betriebe davon Gebrauch machen“, erklärt Paul.

„Auch während der Wirtschafts- und Finanzkrise in den Jahren 2008/2009 nahmen die Unternehmen Kurzarbeit in Anspruch. Im Mai 2009, dem Höhepunkt der Nutzung dieser Lohnersatzleistung, bezogen im unserem Agenturbezirk 13.624 Menschen konjunkturelles Kurzarbeitergeld“ berichtet der Agenturleiter. „Damals war vor allem die Industrie von der krisenhaften Entwicklung betroffen. Heute haben wir eine Mischung aus Virus, Strukturwandel und Krise. Es gibt kaum Branchen, auf die sich die aktuelle Situation nicht auswirkt. Wir gehen deshalb davon aus, dass die Zahl der Kurzarbeite in der Spitze deutlich höher ausfallen wird als vor 12 Jahren.“

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