Arbeitsmarkt

Agentur für Arbeit Augsburg: „Nichts ist mehr wie es war“

Die Corona-Krise hat auch Auswirkungen auf die Region Augsburg. Wie die Unternehmen vor Ort damit umgehen und weshalb von Kreativität die Rede sein kann, erklärt Elsa Koller-Knedlik, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Augsburg.

„Nichts mehr ist, wie es war“, berichtet Elsa Koller-Knedlik, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Augsburg. „Die Auswirkungen des Corona-Virus sind natürlich auch in unserer Region angekommen. In der Statistik ist davon noch nichts zu sehen, da wir die Zahlen zum Stichtag 12. März berichten. Zu diesem Zeitpunkt stand Deutschland und somit auch Augsburg noch am Beginn der Corona-Virus-Pandemie. Wir sind froh, dass die Unternehmen in dieser schwierigen Situation das Instrument Kurzarbeit so rege nutzen. Anders als in der Finanzkrise betrifft die aktuelle Krise dieses Mal nahezu alle Branchen. Das bedeutet für uns natürlich arbeiten unter Hochdruck, denn viele Arbeitgeber müssen zum ersten Mal in ihrem Leben Kurzarbeit beantragen und haben deshalb natürlich viele Fragen.“

Die Hilfsbereitschaft sei groß


„Doch wir sind gut aufgestellt“, führt Knoller-Knedlik weiter aus: „Wir haben uns intern umstrukturiert. Die Welle der Hilfsbereitschaft unter den Kolleginnen und Kollegen ist groß. Aus allen Bereichen lassen sie sich in Webinaren fit machen, um zum Beispiel in der Arbeitgebertelefonie oder der Abrechnung von Kurzarbeiter- und Arbeitslosengeld auszuhelfen. Existenzsicherung für Unternehmen, Existenzsicherung für Arbeitnehmer – das sind für uns jetzt die obersten Ziele.“

Beantwortung der Fragen telefonisch oder online

Die Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Augsburg empfiehlt Arbeitgebern mit Fragen, sich telefonisch an der Arbeitgeberservice zu wenden. Außerdem seien Anträge, Erklärvideos, Fragen und Antworten zum Kurzarbeitergeld auf der Homepage der Agentur für Arbeit Augsburg zu finden. Hier kann auch das Formular für di Anzeige von Kurzarbeit heruntergeladen werden.

Kreativität der Firmen


Viele Unternehmen hätten bereits jetzt Kurzarbeit angezeigt. Laut der Agentur für Arbeit gehe man aktuell davon aus, dass in Augsburg ungefähr 3.500 Anzeigen zur Kurzarbeit getätigt werden. „Natürlich sind wir besorgt, dass sich die Krise auch irgendwann auf dem Arbeitsmarkt niederschlägt“, erklärt Knoller-Knedlik. „Aber uns macht die Kreativität der Firmen Hoffnung: viele gehen dazu über, ihre Waren auszuliefern oder sie telefonieren ihren Kundenstamm ab und fragen nach Aufträgen oder sie verkaufen Gutscheine, die später eingelöst werden können. Wer dennoch seinen Arbeitsplatz verliert, dem bietet sich in der kompletten Kette der Lebensmittelversorgung – von der Landwirtschaft bis zum Endkunden – eine Chance, ebenso in der Gesundheitsbranche. Ich glaube, dass sich viele Kurzarbeiter, aber auch Studenten zum Beispiel sagen werden: 'Bevor ich jetzt zuhause bin, verdiene ich noch was dazu und helfe gleichzeitig mit, eine unserer großen Herausforderungen zu lösen'“, will Koller-Knedlik Mut machen.

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Beantwortung der Fragen telefonisch oder online

Die Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Augsburg empfiehlt Arbeitgebern mit Fragen, sich telefonisch an der Arbeitgeberservice zu wenden. Außerdem seien Anträge, Erklärvideos, Fragen und Antworten zum Kurzarbeitergeld auf der Homepage der Agentur für Arbeit Augsburg zu finden. Hier kann auch das Formular für di Anzeige von Kurzarbeit heruntergeladen werden.

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Viele Unternehmen hätten bereits jetzt Kurzarbeit angezeigt. Laut der Agentur für Arbeit gehe man aktuell davon aus, dass in Augsburg ungefähr 3.500 Anzeigen zur Kurzarbeit getätigt werden. „Natürlich sind wir besorgt, dass sich die Krise auch irgendwann auf dem Arbeitsmarkt niederschlägt“, erklärt Knoller-Knedlik. „Aber uns macht die Kreativität der Firmen Hoffnung: viele gehen dazu über, ihre Waren auszuliefern oder sie telefonieren ihren Kundenstamm ab und fragen nach Aufträgen oder sie verkaufen Gutscheine, die später eingelöst werden können. Wer dennoch seinen Arbeitsplatz verliert, dem bietet sich in der kompletten Kette der Lebensmittelversorgung – von der Landwirtschaft bis zum Endkunden – eine Chance, ebenso in der Gesundheitsbranche. Ich glaube, dass sich viele Kurzarbeiter, aber auch Studenten zum Beispiel sagen werden: 'Bevor ich jetzt zuhause bin, verdiene ich noch was dazu und helfe gleichzeitig mit, eine unserer großen Herausforderungen zu lösen'“, will Koller-Knedlik Mut machen.

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