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Röhm setzt sich für Integration am Arbeitsplatz ein
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Schwerbehinderten-Ausgleichsabgabe

Röhm setzt sich für Integration am Arbeitsplatz ein

 Feierliche Einweihung der zwölf betrieblichen integrierten und dauerhaften Außen-Arbeitsplätzen bei Röhm. Foto: Röhm GmbH
Feierliche Einweihung der zwölf betrieblichen integrierten und dauerhaften Außen-Arbeitsplätzen bei Röhm. Foto: Röhm GmbH
Von Johanna Kleinert

Der Sontheimer Spann- und Greiftechnik-Spezialist Röhm, der einen Standort in Dillingen unterhält, will 12 dauerhafte Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung in der Bohrfutter-Montage schaffen. Nur wenige Betriebe nehmen die Ausgleichsabgabe wahr.

Die Werkstätten der Lebenshilfe in Heidenheim und Giengen (HWW GmbH) und das Unternehmen Röhm befanden sich schon seit einiger Zeit in Kontakt. Nun konnte das gemeinsame „Pionierprojekt“ umgesetzt werden.

Diese Unternehmen sind gesetzlich verpflichtet, Menschen mit Behinderung einzustellen

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Im Landkreis Heidenheim ist Röhm der erste Arbeitgeber, der eine größere Anzahl an Dauer-Arbeitsplätzen einrichtet. Firmen ab 20 Mitarbeitern wären eigentlich dazu verpflichtet, auf mindestens fünf Prozent der Arbeitsplätze schwerbehinderte Menschen zu beschäftigen. Unternehmen, die dieser Vorgabe nicht nachkommen, müssen eine Ausgleichsabgabe zahlen.

Deren Höhe ist von der Beschäftigungsquote und der Anzahl der Arbeitsplätze abhängig. Nur wenige Unternehmen in Deutschland erreichen diese Fünf-Prozent-Quote. Stattdessen nehmen sie die Ausgleichszahlungen in Kauf. Wer Menschen mit Behinderung einstellt, vergibt meist nur einzelne oder befristete Projekt-Arbeitsplätze, wie Röhm in einer Pressemitteilung bekanntgab.

Über den Verlauf des Projekts

Die konkreten Gespräche mit der Lebenshilfe Giengen starteten im Jahr 2018. Zwischen Februar und April 2019 folgten erste Praktika der Lebenshilfe-Mitarbeiter. Ab Mai 2019 wurden nun acht Stellen eingerichtet, bis zum Juli sollen es zwölf sein.

Die Einweihung der Arbeitsplätze in der Bohrfuttermontage wurde nun vergangene Woche in Sontheim mit über 50 Teilnehmern gefeiert. „Für mich ist das Projekt eine ‚Herzensangelegenheit‘ und ich möchte weitere Unternehmen dazu animieren, ebenfalls Menschen mit Behinderung in Unternehmen und die Gesellschaft zu inkludieren“, so Röhm Geschäftsführer Gerhard Glanz. Auch einige Vertreter der Lebenshilfe und der Sontheimer Bürgermeister Matthias Kraut waren anwesend.

Ausgleichsabgabe statt Beschäftigung

Insgesamt beschäftigt Röhm 54 Personen mit Beeinträchtigung. Diese teilen sich auf die  Standorte Sontheim, St. Georgen und Dillingen auf. Bei aktuell 994 Mitarbeitern in Deutschland entspricht das einer Quote von 5,4 Prozent. Weltweit sind rund 1.300 Personen bei dem Spann- und Greiftechnikspezialisten angestellt. Das Unternehmen auch mit den Lebenshilfen in Asbach-Bäumenheim, Nördlingen, Dillingen und Augsburg zusammen.

Für diese Projekte stellte Röhm 10.000 Euro zur Verfügung

Auch in anderen Projekten arbeiteten die Röhm GmbH und die Lebenshilfe bereits zusammen. Zuletzt stellte die Geschäftsleitung ein Budget von 10.000 Euro zur Verfügung. Damit realisieren die Auszubildenden gemeinsam mit der Lebenshilfe Giengen eigenständig organisierte Projekte. Ende 2018 wurde so beispielsweise innerhalb eines Veranstaltungstages ein spezieller Lernbildschirm überreicht, als nächstes steht ein Ausflug in den Esslinger Tierpark auf dem Programm. Auch ein Hochbeet ist für die Außenanlage an die Lebenshilfe geplant. Der Rest des genannten Budgets soll anschließend als Geldspende übergeben werden.

Über die Röhm GmbH

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Die RÖHM GmbH mit Hauptsitz in Sontheim an der Brenz sowie Werken in Dillingen und St. Georgen wurde 1909 gegründet.

Der Exportanteil der deutschen Produktion liegt bei rund 50 Prozent. Der Global-Player baut seine Aktivitäten insbesondere in Lateinamerika, Osteuropa und Asien weiter aus. Röhm ist weltweit mit 60 Vertretungen und 15 Niederlassungen präsent. Geschäftsführer der Unternehmensgruppe Röhm GmbH sind Gerhard Glanz und Dr. Till Scharf.

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