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Rente ab 63: Negative Folgen für M+E Industrie?
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Rente ab 63: Negative Folgen für M+E Industrie?

 Negative Meinungen zur Rente mit 63 der bayerischen M+E Industrie Arbeiter. Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

Die neue gesetzliche Regelung zur Rente mit 63 hat in vielen bayerischen Unternehmen für einen negativen Beigeschmack gesorgt. Eine bayme vbm Umfrage ergab, dass die Mehrheit der Metall- und Elektro-Industrien im Freistaat negative Folgen für ihre Unternehmen fürchten.

von Miriam Glaß, Online-Redaktion

Obwohl im Zuge einer neuen Gesetzesregelung rund 20.000 M+E-Mitarbeiter in Bayern die Möglichkeiten hätten, früher in Rente zu gehen, stößt dieser Beschluss in den Unternehmen auf wenig Begeisterung. Das neue Gesetz besagt, dass 2,5 Prozent der Beschäftigten von Unternehmen der bayerischen Metall- und Elektro-Industrie ein Recht auf die abschlagsfreie Rente mit 63 haben. Umgerechnet ergibt dies eine Zahl von rund 20.000 Arbeitern im Freistaat. Eine Umfrage der bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände bayme vbm unter ihren Mitgliedsbetrieben hat ergeben, dass mehr als 60 Prozent der M+E-Firmen in Bayern zur Einführung der Rente ab 63 negativ eingestellt sind. Diese Mehrheit befürchtet, dass ein Teil ihrer Belegschaft früher als geplant das Unternehmen verlässt.

Geteilte Meinungen zur Rente mit 63

Die Ergebnisse der bayme vbm Umfrage zeigen, dass die Meinungen zur Einführung der Rente ab 63 sehr unterschiedlich sind. Im Schnitt rechnen die Unternehmen der bayerischen Metall- und Elektroindustrie damit, dass sie innerhalb der nächsten zwölf Monate rund 30 Prozent ihrer Belegschaft verlieren. Mit diesen 30 Prozent sind die Mitarbeiter gemeint, die einen Anspruch auf die Rente mit 63 haben. Besonders kritisch sehen kleinere Firmen mit weniger als 100 Beschäftigten die neue Gesetzesregelung im Freistaat. Im Zuge der Umfrage stellte sich heraus, dass 16 Prozent der kleineren Unternehmen die Folgen der Rente ab 63 als großes Problem einschätzen. Insgesamt befürchtet mehr als die Hälfte der Unternehmen der bayerischen M+E-Industrie, dass ihr Geschäftsalltag durch die Rente ab 63 behindert wird.

Rente mit 63 – eine politische Fehlentscheidung?

„Der Beschluss der Rente mit 63 war eine falsche politische Entscheidung. Bei der stetig steigenden Lebenserwartung in Deutschland ist eine Verkürzung der Lebensarbeitszeit widersinnig. Angesichts der guten Geschäftslage hat sich der Fachkräftemangel in der bayerischen M+E-Industrie noch einmal vergrößert“, meint bayme vbm Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. Außerdem fordert der bayme vbm Hauptgeschäftsführer die Entwicklung von demografiegerechten Lösungen für einen flexiblen Renteneintritt: „Es darf nicht darum gehen, Arbeitnehmer möglichst früh in Rente zu schicken. Vielmehr muss das Arbeiten für ältere Beschäftigte attraktiver werden.“ Mit diesen Worten appelliert Brossardt an die Arbeitsgruppe „Flexible Übergänge in den Ruhestand“, die von der großen Koalition eingesetzt wurde.

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