Carbon Composites e.V.

MAI Bildung eröffnet erstes Schülerlabor Deutschlands

Im Schullandheim Bliensbach wurde ein Schülerlabor eröffnet, das Jugendliche mit Carbon vertraut machen soll. Foto: MAI Carbon

Im Schullandheim Bliensbach wurde das erste Faserverbund-Schülerlabor Deutschlands eröffnet. Die Einrichtung soll Schülern einen ersten Zugang zum Thema Faserverbundwerkstoffe eröffnen. 

von Martina Lakotta, Online-Redaktion

Was ist härter als Stahl und trotzdem ultraleicht? Carbon. Aufgrund seiner vorteilhaften Eigenschaften ist der Faserverbundwerkstoff für zahlreiche Branchen ein zukunftsweisender Stoff. Daher ist es wichtig, schon jetzt die Nachwuchskräfte von Morgen mit dem neuen Werkstoff CFK in Berührung zu bringen. Eigens zu diesem Zweck wurde im bayerischen Bliensbach bei Dillingen ein Schülerlabor für Faserverbundwerkstoffe eröffnet. Es ist deutschlandweit das erste seiner Art und soll Realschülern, aber auch Gymnasiasten und Mittelschülern mit dem Werkstoff vertraut machen. Alexander Gundling, Hauptgeschäftsführer des Carbon Composites e.V., hofft, dass bald auch andere Bundesländer dem bayerischen Vorbild folgen werden.

Zahlreiche Akteure verwirklichen Schülerlabor im Schullandheim Bliensbach

Ohne die Zusammenarbeit zahlreicher Akteure wäre das Schülerlabor nicht Wirklichkeit geworden. Organsiert, geplant und eingerichtet wurde es vom Projekt MAI (München - Augsburg - Ingolstadt) Bildung, welches Teil des Spitzenclusters MAI Carbon ist. Diese Initiative des Carbon Composites e.V. (CCeV) hat es sich unter anderem zur Aufgabe gemacht, eine durchgängige Ausbildung für Faserverbundwerkstoffe und die damit verbundenen Berufe einzurichten. Auch das Bayerische Kultusministerium und das ESF-Projekt MINTENSIV haben sich gemeinsam mit der Organisation der Bayerischen Schullandheime das Ziel gesetzt, junge Menschen mit den Möglichkeiten von Faserverbundwerkstoffen bekannt zu machen. Genau diesem Zweck soll das neue Schülerlabor gerecht werden.

CCeV schafft mit Schülerlabor in Bliensbach Basis für berufliche Entwicklung

Das neue Schülerlabor soll bei den Jugendlichen nicht nur das Interesse an Carbon wecken und verstärken. Im Idealfall werden sich die jungen Menschen für möglichst lange Zeit mit dem neuen Werkstoff verbunden fühlen. Für die Schülerinnen und Schüler soll so eine erste Grundlage geschaffen werden, auf der sie auch ihren späteren beruflichen Werdegang aufbauen können.

CCeV kombiniert im Schülerlabor Bliensbach Theorie und Praxis

Unterrichtet werden die Jugendlichen im Schülerlabor von Studenten der Universität Augsburg. So bildet die Einrichtung auch eine hervorragende Basis für die Lehrerfortbildung. Darüber hinaus stehen für die jungen Laboranten auch Besuche bei Airbus Helicopters und der Technikerschule Donauwörth mit auf dem Programm. Die ausgeglichene Mischung aus Theorie und Praxis soll Schülerinnen und Schüler für CFK begeistern.

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