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MAI Carbon startet Bildungsoffensive
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Carbon Composites e.V.

MAI Carbon startet Bildungsoffensive

 Die Schülerinnen und Schüler versuchen das Carbon an seine Grenzen zu bringen. Leichter gesagt, als getan! Foto: CCeV
Die Schülerinnen und Schüler versuchen das Carbon an seine Grenzen zu bringen. Leichter gesagt, als getan! Foto: CCeV

Das Spitzencluster-Projekt MAI (München Augsburg Ingolstadt) startet eine Bildungsoffensive. Neue Anwendungsfelder von Leichtbau-Werkstoffen in Schule, Studium und Beruf sollen erforscht werden.

Mit aller Kraft versuchen die Schülerinnen und Schüler das Material an seine Grenzen zu bringen. Doch Carbon ist anders. Denn trotz aller Energie, ist der Werkstoff nahezu unzerstörbar. Fest wie Metall, hart wie Stahl. Andererseits ist Carbon trotz seiner Beständigkeit extrem leicht. Der neue Wunderstoff des 21. Jahrhunderts.

MAI bringt Schülern Carbon näher

Dank der Bildungsoffensive der MAI konnten Schülerinnen und Schüler einiges lernen. Die Kinder haben erfahren, dass Carbon eine neue Materialklasse ist, die eigenständig neben Stahl, Aluminum oder einfachen Kunststoffen existiert. In der einen oder anderen Alltags-Situation hat jeder schon Erfahrungen mit Carbon gemacht. Denn den kohlenstofffaserverstärkten findet man mitunter in Mobiltelefonen oder auch am Fahrrad mit dem ultraleichten Carbon-Rahmen.

Carbon erfordert laut MAI permanente Weiterbildung

Doch das sind nur Nischen-Anwendungen. Derzeit finden die Hochleistungs-Faserverbund-Werkstoffe in hochtechnisierten Industriezweigen  in größeren Mengen Einsatz. So verwendet man Carbon im Flugzeug- oder Windkraftanlagen-Bau. Das Spitzencluster MAI trägt dazu bei, den Werkstoff auf eine breite, industrielle Anwendungs-Basis zu stellen. Da sich Carbon in einer heißen Entwicklungs-Phase befindet müssen Forscher, Techniker und Facharbeiter sich ständig weiterbilden. MAI Bildung setzt sich dafür ein, die entsprechenden Bildungsangebote zu entwickeln und seinen Partnern anzubieten.

Laut MAI 30.000 neue Arbeitsplätze bis 2017

Diesen Herbst starten beispielsweise 27 junge Erwachsene ihre Technikerausbildung in Faser-Verbund-Technologien an der Technikerschule Donauwörth. Und das ist erst der Anfang. Der MAI Spitzencluster-Manager Rainer Kehrle hat für die Region München-Augsburg-Ingolstadt große Vorahnungen. So rechnet er bis Ende 2017 mit rund 30.000 neuen Arbeitsplätzen im Carbon-Bereich. Theoretisch korrekt ist diese Prognose, wenn man berücksichtigt, dass hinter jedem Ingenieur bis zu sieben Fachkräfte stehen.

MAI wirbt für Fachkräfte

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Das neue Material wird Alltag und Berufsleben in Zukunft deutlich stärker bestimmen. Um den Bedarf an geschultem Personal zu decken, setzt MAI Bildung auf allen Ebenen an. „Fachkräfte sind knapp. Wir werben um den Nachwuchs“, sagt Katharina Lechler, Projektmanagerin für MAI Bildung im Carbon Composites e.V. (CCeV). „Neben dem Aus- und Aufbau einzelner, voneinander getrennter Qualifizierungs-Maßnahmen soll MAI Bildung eine durchgängige und anrechenbare Ausbildungsstruktur von der frühkindlichen Förderung bis hin zur Promotion schaffen“, erläutert Marietta Menner, Projekt-Koordinatorin von MAI Bildung an der Universität Augsburg.

Erstes Pilotprojekt der MAI

Das erste Pilotprojekt der MAI „Forschendes Lernen Faserverbund“ läuft bereits. Gemeinsam mit der Universität Augsburg entwickeln Lehrkräfte neue Unterrichts-Materialien. Die neuen Materialien sollen später an Mittel- sowie Realschulen und Gymnasien zum Einsatz kommen. Das Projekt der MAI steht unter Leitung von Prof. Dr. Karin Aschenbrücker (Universität Augsburg). Die wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erproben mit den Lehrkräften die Konzepte in der Schulpraxis. Um die Unterrichts-Inhalte später auch auf andere Schulen zu übertragen, werden die Ergebnisse evaluiert. Die Erkenntnisse sollen Grundlage für weitere Projekte von MAI Bildung werden. So sollen im „Kinderreich“ des Deutschen Museums in München bald auch Leichtbau-Exponate zu erforschen sein.

MAI koordiniert neuen Carbon-Studiengang

„Diese Techniker-Ausbildung muss im Sinne des Bologna-Prozesses für den weiteren Bildungsweg anrechenbar sein“, fordert Alexander Gundling, Vorstandsmitglied des CCeV. Das heißt: Wer den Techniker hat, soll mit dem Bachelor durchstarten können. Hier öffnet sich eine Lücke, die MAI Bildung schließen möchte. Denn es gibt zwar Studiengänge, die sich am Rande mit dem Thema Carbon befassen. Allerdings fehlt ein grundlegender Bachelorstudiengang für Faser-Verbund-Werkstoffe. In einer konzentrierten Aktion von MAI Bildung soll daher bald ein Studiengang zur Faser-Verbund-Technologie entstehen.

Viel Gremienarbeit schafft neue Ausbildungen

Um neue Ausbildungs-Möglichkeiten zu schaffen ist zunächst viel Gremienarbeit zu koordinieren. „Das Schöne daran ist aber, dass Bildungsträger und Unternehmen die Chancen erkannt haben. Wir handeln gemeinsam. Und auch mit dem Kultusministerium in München gibt es eine gute Zusammenarbeit“, weiß Katharina Lechler.

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