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Kreisklinik Dillingen sichert Zukunft der Geburtshilfe
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Infrastruktur in ländlichen Regionen

Kreisklinik Dillingen sichert Zukunft der Geburtshilfe

 Zwei neue Fachärzte für Frauenheilkunde starten an der Kreisklinik Dillingen. Foto: Landratsamt Dillingen a.d.Donau

Zwei neue Fachärzte für Frauenheilkunde treten zum 1. April ihren Dienst in der Gynäkologie und Geburtshilfe der Kreisklinik St. Elisabeth in Dillingen an. Die Zukunft der Abteilung ist damit gesichert.

Die beiden Fachärzte, Dr. med. Sascha Vietoris und Dr. med. Eva-Maria Uta Link, werden das Team um Dr. med. Jutta Gärtner sowie Dr. med. Barbara und Tomas Fischer verstärken. Gleichzeitig wird die bisherige Belegabteilung zur Hauptabteilung umstrukturiert. Vietoris und Link folgen damit auf Dr. med. Berthold Eberlein und Dr. med. Jutta Gärtner. Eberlein und Gärtner kündigten kürzlich an, ihre belegärztlichen Tätigkeiten im Bereich der Geburtshilfe einzustellen.

Bayernweit rund 30 Geburtsabteilungen geschlossen

„Mit den beiden neuen Fachärzten für Frauenheilkunde haben wir einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur dauerhaften Sicherstellung einer wohnortnahen Geburtshilfe im Landkreis Dillingen erreicht“, freute sich Landrat Leo Schrell. Der Landrat verwies dabei auf die Tatsache, dass in den zurückliegenden Jahren bayernweit rund 30 Geburtsabteilungen an den Krankenhäusern geschlossen werden mussten.

Schwere Zeiten für Geburtshilfen

Gerade in ländlicheren Regionen wird es immer schwerer, Geburtshilfen zu erhalten. Erst kürzlich wurde beispielsweise über die Zukunft der Geburtshilfe der Illertalklinik in Illertissen entschieden. Dabei bilden diese Abteilungen einen wichtigen Teil der medizinischen Versorgung einer Region und damit von deren Infrastruktur. Darüber hinaus sind Kliniken wichtige Arbeitgeber. So startete erst kürzlich die Hebammen-Ausbildung am Klinikum Memmingen.

Kreisklinik St. Elisabeth will Geburtshilfe erhalten

Schrell erklärt, dass der Grund für die vielen geschlossenen Stationen in den ständig steigenden Qualitäts-Anforderungen sowie den gestiegenen Haftpflicht-Prämien für Hebammen und Belegärzte läge. Aufgrund dieser Rahmen-Bedingungen sei es vielen Kliniken nicht mehr gelungen, das notwendige Personal an Fachärzten und Hebammen zu finden. Um das zu verhindern, hat der Dillinger Aufsichtsrat bereits im Jahr 2014 einen zukunftsweisenden Beschluss zum Erhalt der Geburtshilfe gefasst.

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Basierend darauf wurde die Station 6 mit einem Kostenaufwand von rund 750.000 Euro neu konzipiert, umgebaut und renoviert. Dort ist neben dem Bereich der Geburtshilfe und Gynäkologie nun auch die Kinderversorgung untergebracht. Neu errichtet wurde ein Zimmer für die Säuglings-Versorgung. Dieser ist an den Stützpunkt, ein Untersuchungs- und Behandlungszimmer, ein Stillzimmer und ein Zimmer für die Anleitung der Eltern bei der Säuglingspflege angebunden.

„Ein leistungsstarkes Zentrum für Frauenheilkunde“

„Gemeinsam mit dem künftigen Ärzteteam, den Hebammen und dem pflegerischen Bereich werden wir ein leistungsstarkes Zentrum für Frauenheilkunde mit Verzahnung von stationärer und ambulanter Versorgung etablieren“, betonte Schrell. Ziel sei, weiterhin mit hoher fachlicher und menschlicher Qualität zu punkten. Vor allem der Fachbereich Gynäkologie mit Fokus auf onkologische Erkrankungen und die geburtshilflichen Leistungen sollen deutlich verstärkt werden, so Uli-Gerd Prillinger, Geschäftsführer der Kreiskliniken Dillingen-Wertingen gGmbH.

Über die neuen Fachärzte

Dr. Eva-Maria Uta Link war bereits in Praxis und Klinik als Assistenzärztin tätig. 2015 erhielt sie ihre Anerkennung als Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe. Im Anschluss daran war sie als Oberärztin in der Gynäkologie der Neckar-Odenwald-Kliniken/Standort Buchen tätig. Dr. med. Sascha Vietoris war zuletzt Leitender Oberarzt an der Frauenklinik am Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim. Prillinger informierte zudem, dass Jasmin Sowik bereits Anfang 2017 als neue Hebamme ihre Tätigkeit aufgenommen hat.

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