VenSol

In Zöschingen entsteht der größte Windpark Bayerns VenSol

Das Team von VenSol. Foto: VenSol

Das Allgäuer Unternehmen VenSol aus Babenhausen realisiert das Vorzeigeprojekt in Zöschingen, Landkreis Dillingen.

Bis zum Jahresende 2012 gehen acht Windräder in Zöschingen in Betrieb, um dann eine Spitzenleistung von 19,2 MW zu erbringen. Mit den so jährlich gewonnenen ca. 40 Millionen kWh Strom können aus dem Windpark Zöschingen insgesamt etwa 12.000 Haushalte versorgt werden, was einem Viertel des Landkreises entspricht. Das Investitionsvolumen beträgt insgesamt ca. 32 Millionen Euro.

Neben der Honold GmbH Windkraftanlagen aus Altusried als Generalunternehmer sind über die insgesamt sechs Beteiligungsgesellschaften auch knapp 700 private Anleger und Mittelständler am Projekt beteiligt. Die Finanzierung des Fremdkapitals erfolgt ausschließlich über Raiffeisenbanken aus der Region, so dass beim Projekt eine besonders hohe regionale Wertschöpfung gegeben ist.

 Wind- und Solarparks sparen gesamt 73.000 Tonnen CO2

„Am Beispiel Zöschingen zeigt sich wieder einmal, wie Kommunen ihrem Auftrag gerecht werden können, nachhaltig Ressourcen zu schonen und der Explosion der Energiepreise Einhalt zu gebieten. Wenn die richtigen Partner zusammenarbeiten, kann man vorausschauende Umwelt- und Energiepolitik auch in die Tat umsetzen“, sagt Jürgen Ganz, Geschäftsführer der VenSol Neue Energien GmbH aus Babenhausen. Bereits seit über zehn Jahren ist der Spezialist aus dem Allgäu erfolgreich in der Entwicklung von nachhaltigen Investmentlösungen im Wind- und Solarbereich tätig. „Die große Kunst ist es, die Interessen aller Beteiligten wie Kommunen, Investoren, Betreiber und natürlich auch die Bürgerinnen und Bürger unter einen Hut zu bringen“, so Ganz, der dies bei einer ganzen Reihe an Projekten bereits unter Beweis gestellt hat. Insgesamt realisierte die VenSol Neue Energien GmbH bisher Projekte mit einem Investitionsvolumen von über 120 Millionen Euro und einer installierten Leistung von mehr als 65 MW, was dem Energiebedarf von ca. 22.500 Vier-Personen-Haushalten entspricht. Durch die von VenSol bisher umgesetzten Wind- und Solarparks werden jährlich gegenüber herkömmlichen Verbrennungskraftwerken etwa 73.000 Tonnen an CO2 eingespart.

Win-Win Situation für alle Beteiligten

„Viele Kommunen stecken in der Zwickmühle. Sie wissen, dass Sie energiepolitisch handeln müssen, aber meist scheuen Sie den Aufwand, den Großprojekte wie Wind- oder Solarparks mit sich bringen. Ohne professionellen Partner ist das auch nicht zu schaffen“, erklärt Christian Böhm, ebenfalls Geschäftsführer von VenSol. Auch beim Windpark Zöschingen galt es für die Projektgesellschaft, die Bürgerinnen und Bürger als Privatanleger zu beteiligen, Betreibergesellschaften zu gründen, die Finanzierung zu sichern und das Projekt rechtlich zu strukturieren. „Für alle Beteiligten muss eine Win-Win-Situation entstehen“, beschreibt Christian Böhm den hohen Anspruch.

Das gilt auch für die Technik. Um eine möglichst hohe Energieausbeute zu erreichen, kommen im Windpark Zöschingen Windenergieanlagen der neuesten Generation zum Einsatz. Die acht Nordex-Turbinen vom Typ N117/2400 gelten als derzeit ertragsstärkste Binnenlandturbinen in ihrer Klasse und sind laut Hersteller auch besonders gut für die Installationen in Regionen mit schwächeren Windverhältnissen geeignet. Mit einer Gesamthöhe von 180 Metern und einem Rotordurchmesser von 117 Metern stellt die N117/2400 derzeit das Maß der Dinge dar, zumal die Turbine nicht nur mit mehr Fläche als die Konkurrenten aufwartet, sondern auch noch leiser ist als andere Turbinen dieser Klasse.

Honold und VenSol haben längjährigen Erfahrungsschatz

„Bei der Umsetzung des Projektes sind wir voll im Plan und wir gehen davon aus, dass wir alle acht Windräder bis zum Winter in Betrieb nehmen können“, sagt Georg Honold, Geschäftsführer der Honold GmbH Windkraftanlagen. Seine Firma ist als Generalunternehmer auch für den technischen Betrieb des Windparks in Zöschingen verantwortlich und kann wie die VenSol Neue Energien GmbH auf eine langjährige Erfahrung zurückgreifen. Seit 1998 ist Honold in der Projektentwicklung von Windkraftanlagen in Bayern und Baden-Württemberg tätig. In diesem Zeitraum wurden mehr als 30 Windkraftanlagen realisiert.

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
nach oben