Corona-Krise

IHK Nordschwaben sieht Handlungsbedarf für Einzelhandel

In Bayerisch-Schwaben setzen Händler während Corona verstärkt auf Online-Shops. Eine Studie hat nun ergeben, dass jedoch viele Kenntnisse hierfür fehlen. Wie die IHK Nordschwaben dagegen vorgehen will.

Stationäre Einzelhändler geben auf, weil ihr Geschäftsmodell nicht mehr stimmig ist oder ein Nachfolger fehlt. Leerstände lassen sich nicht mehr nachbesetzen und werden anders genutzt. „Diese Entwicklung, die schon lange vor Corona eingesetzt hat, schlägt sich in den Beschäftigtenzahlen für Nordschwaben nieder, wo im Einzelhandel ein Rückgang zu verzeichnen ist.“ erläutert Bettina Kräußlich, IHK-Regionalgeschäftsführerin für Nordschwaben.

Mehr als die Hälfte setzt auf digitale Kanäle

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Die Einzelhändler in der Region seien sich bewusst, dass hier ein grundlegender Wandel auf sie zukommt. Dies ergibt sich aus einer deutschlandweiten Befragung des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) und des ibi research Instituts, an der sich rund 170 Einzelhändler aus Bayerisch-Schwaben beteiligt haben. Knapp die Hälfte der Befragten sei überzeugt, dass Ladengeschäfte zukünftig weniger Fläche haben werden und erwarten sinkende Umsätze im stationären Bereich zugunsten von Onlineverkäufen. Entsprechend setzen daher bereits heute mehr als die Hälfte nicht mehr nur auf ihr Ladengeschäft, sondern verkaufen auch über digitale Kanäle.

Schlechte bis mittelmäßige Kenntnisse im Bereich Digitalisierung

Insbesondere kleine und mittlere Händler geben in dieser Studie an, dass ihnen für Digitalisierungsstrategien und -projekte die Zeit und auch die finanziellen Mittel fehlen. Damit einher geht die Selbsteinschätzung von rund der Hälfte der befragten Händler, dass ihre Kenntnisse im Bereich Digitalisierung eher schlecht bis mittelmäßig sind. Vor allem in den Bereichen Social Media, Online-Marketing und Datenschutz sehen sie Schulungsbedarf für sich und ihre Mitarbeiter. So haben zwar fast 70 Prozent der befragten Händler eine eigene Webseite und sind auf Facebook vertreten, beim Google MyBusiness-Eintrag und weiteren Kommunikationskanälen wie Instagram, YouTube oder Pinterest besteht jedoch Nachholbedarf.

Angebote rund um Digitalisierung sollen ausgebaut werden

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„Gerade diese Erkenntnisse aus der Studie sind für uns sehr wertvoll. Sie bestärken uns, das IHK-Informationsangebot für Händler und Händlerinnen rund um das Thema Digitalisierung weiter auszubauen,“ sagt Elke Hehl vom Branchenservice Handel der IHK Schwaben. „Wir bieten hierzu verschiedene kostenlose Formate an: Webinare, die live verfolgt oder deren Aufzeichnung abgerufen werden können, IHK Spezials, die vor Ort und nach Ladenschluss stattfinden oder auch ganz aktuell unseren Branchensprechtag Handel am 24.09.2020 im neuen Haus der Wirtschaft in Dillingen. In Einzelgesprächen, die zwischen 9:00 und 17:00 Uhr vereinbart werden können, informieren wir Sie gerne zu Trends im Handel, zu unseren Angeboten für Händler, Fördermöglichkeiten bei der Digitalisierung und machen auf Wunsch einen Mini-Check zu Ihrer Online-Präsenz.“

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Schlechte bis mittelmäßige Kenntnisse im Bereich Digitalisierung

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