Raiffeisen-Volksbank Dillingen eG

Dillingens Bürger-Windräder sind am Netz

Der Aufsichtsrat und Vorstand der Genossenschaft hat das Projekt erfolgreich auf den Weg gebracht, Foto: Raifeisenbank Dillingen

Die Dillinger machen viel Wind um die Energiewende. Anfang Mai nahm der größte Windpark Bayerns endlich seinen Betrieb auf. Die Windkraftanlagen wurden komplett von Genossenschaftsbanken aus der Region finanziert. Das Leuchtturmprojekt ist ein voller Erfolg

Von der Region, für die Region. Die Bürger Dillingens haben die Energiewende selbst in die Hand genommen und unglaubliches Geleistet. Am 3. Mai ging der Windpark Zöschingen ans Netz. Die Insgesamt acht Windkraftanlagen werden zukünftig 12.000 Haushalte mit erneuerbarer und ökologisch neutraler Energie versorgen. Es ist ein Leuchtturmprojekt das nicht von oben, sondern von unten finanziert wurde. Insgesamt sind rund 600 Privatpersonen an dem Park beteiligt. Der bayerische Staatsminister für Land- und Forstwirtschaft, Helmut Brunner betonte bei der Eröffnung des Windparks, dass durch eine Bürgerbeteiligung auch die Akzeptanz von Windparks erhöht wird. „Man muss aus Betroffenen Beteiligte machen, dann werden sie sich auch mit der Anlage identifizieren.“ Das Projekt wurde ausschließlich von Genossenschaftsbanken aus der Region finanziert. Zu den Geldgebern gehört auch die „Windkraft Dillinger Land eG.“

Bürger engagieren sich für die Energiewende

Die Geschichte der Bürgergenossenschaft „Windkraft Dillinger Land eG“, die drei der insgesamt acht Windräder betreibt, beginnt im Jahre 2012. Die Raiffeisenbank Aschberg eG, die Raiffeisenbank Bissingen eG und die Raiffeisen-Volksbank Dillingen eG bündelten ihre Kräfte, um im Rahmen der 2011 beschlossenen Energiewende  eine Bürgerwindgenossenschaft ins Leben zu rufen. Die Resonanz der Bürger war enorm. Nach der Eintragung ins Genossenschaftsregister Ende Mai 2012 stieg die Zahl der Mitglieder in nur zwei Wochen auf 466 Bürger. Zusammen stellten die Mitglieder ein Eigenkapital in Höhe von 5,3 Mio. Euro. Mit diesem Mitteln erwarb die Genossenschaft drei der acht Windräder im Windpark Zöschingen. Die drei beteiligten Banken arbeiteten bei der Finanzierung mit der DZ BANK AG zusammen.

In Dillingen weht nun ein anderer Wind

Bei der ersten Generalversammlung der Windkraft Dillinger Land eG kamen 255 Mitglieder und weitere Gäste, um „ihre Windräder“ zu begutachten. Alexander Jall, Vorsitzender der Genossenschaft, ist stolz auf die gebündelten Anstrengungen der Bürger: „Dass wir es zusammen schaffen – mit kleinen Beträgen – eine bedeutende Investition zu tätigen, die jeder einzelne oder wenige zusammen nicht schaffen können. Sie bemerken schon, das sind die typischen Merkmale einer Genossenschaft. Und damit natürlich auch: Dass die Erträge, die in der Zukunft aus diesen Investitionen hier in der Region erwirtschaftet werden, vor Ort bleiben und nicht an Investoren fließen, die unsere Region nur vom Namen her kennen.“ Der Vorsitzende bedankte sich ebenfalls bei den beteiligten Firmen, der Honold Windenergieanlagen GmbH und der VenSol Neue Energien GmbH. Auf lange Sicht will die Genossenschaft auch erreichen, dass die Bürger den Strom ihrer Windräder selbst abnehmen können. Somit wären sie gleichzeitig Produzent und Konsument.

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
Raiffeisen-Volksbank Dillingen eG

Dillingens Bürger-Windräder sind am Netz

Der Aufsichtsrat und Vorstand der Genossenschaft hat das Projekt erfolgreich auf den Weg gebracht, Foto: Raifeisenbank Dillingen

Die Dillinger machen viel Wind um die Energiewende. Anfang Mai nahm der größte Windpark Bayerns endlich seinen Betrieb auf. Die Windkraftanlagen wurden komplett von Genossenschaftsbanken aus der Region finanziert. Das Leuchtturmprojekt ist ein voller Erfolg

Von der Region, für die Region. Die Bürger Dillingens haben die Energiewende selbst in die Hand genommen und unglaubliches Geleistet. Am 3. Mai ging der Windpark Zöschingen ans Netz. Die Insgesamt acht Windkraftanlagen werden zukünftig 12.000 Haushalte mit erneuerbarer und ökologisch neutraler Energie versorgen. Es ist ein Leuchtturmprojekt das nicht von oben, sondern von unten finanziert wurde. Insgesamt sind rund 600 Privatpersonen an dem Park beteiligt. Der bayerische Staatsminister für Land- und Forstwirtschaft, Helmut Brunner betonte bei der Eröffnung des Windparks, dass durch eine Bürgerbeteiligung auch die Akzeptanz von Windparks erhöht wird. „Man muss aus Betroffenen Beteiligte machen, dann werden sie sich auch mit der Anlage identifizieren.“ Das Projekt wurde ausschließlich von Genossenschaftsbanken aus der Region finanziert. Zu den Geldgebern gehört auch die „Windkraft Dillinger Land eG.“

Bürger engagieren sich für die Energiewende

Die Geschichte der Bürgergenossenschaft „Windkraft Dillinger Land eG“, die drei der insgesamt acht Windräder betreibt, beginnt im Jahre 2012. Die Raiffeisenbank Aschberg eG, die Raiffeisenbank Bissingen eG und die Raiffeisen-Volksbank Dillingen eG bündelten ihre Kräfte, um im Rahmen der 2011 beschlossenen Energiewende  eine Bürgerwindgenossenschaft ins Leben zu rufen. Die Resonanz der Bürger war enorm. Nach der Eintragung ins Genossenschaftsregister Ende Mai 2012 stieg die Zahl der Mitglieder in nur zwei Wochen auf 466 Bürger. Zusammen stellten die Mitglieder ein Eigenkapital in Höhe von 5,3 Mio. Euro. Mit diesem Mitteln erwarb die Genossenschaft drei der acht Windräder im Windpark Zöschingen. Die drei beteiligten Banken arbeiteten bei der Finanzierung mit der DZ BANK AG zusammen.

In Dillingen weht nun ein anderer Wind

Bei der ersten Generalversammlung der Windkraft Dillinger Land eG kamen 255 Mitglieder und weitere Gäste, um „ihre Windräder“ zu begutachten. Alexander Jall, Vorsitzender der Genossenschaft, ist stolz auf die gebündelten Anstrengungen der Bürger: „Dass wir es zusammen schaffen – mit kleinen Beträgen – eine bedeutende Investition zu tätigen, die jeder einzelne oder wenige zusammen nicht schaffen können. Sie bemerken schon, das sind die typischen Merkmale einer Genossenschaft. Und damit natürlich auch: Dass die Erträge, die in der Zukunft aus diesen Investitionen hier in der Region erwirtschaftet werden, vor Ort bleiben und nicht an Investoren fließen, die unsere Region nur vom Namen her kennen.“ Der Vorsitzende bedankte sich ebenfalls bei den beteiligten Firmen, der Honold Windenergieanlagen GmbH und der VenSol Neue Energien GmbH. Auf lange Sicht will die Genossenschaft auch erreichen, dass die Bürger den Strom ihrer Windräder selbst abnehmen können. Somit wären sie gleichzeitig Produzent und Konsument.

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
nach oben