B4B Schwaben

Holen Sie sich B4BSCHWABEN.de auf Ihr Smartphone.
Klicken Sie auf das Symbol zum „Teilen” in der Toolbar von Safari. Finden Sie die Option „Zum Home-Bildschirm”. Mit einem Klick auf „Hinzufügen” ist die Installation abgeschlossen! Schon ist die Website als App auf Ihrem iOS-Gerät installiert.

 / 
B4B Nachrichten  / 
Dillingen  / 
Hochwasser: Dillingen kommt glimpflich davon
Anzeige

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden dieser Anzeige!

Wir verwenden einen Drittanbieterdienst, um Anzeigen darzustellen, die möglicherweise Daten über Ihre Aktivität sammeln. Bitte überprüfen Sie die Details und akzeptieren Sie den Dienst, um diese Anzeige zu sehen.

Dieser Inhalt darf aufgrund von Trackern, die dem Besucher nicht bekannt gegeben werden, nicht geladen werden. Der Website-Eigentümer muss die Website mit seinem CMP einrichten, um diesen Inhalt in die Liste der verwendeten Technologien aufzunehmen.

powered by Usercentrics Consent Management Platform
Landratsamt Dillingen

Hochwasser: Dillingen kommt glimpflich davon

 Obwohl in Dillingen das Schlimmste verhindert wurde, sind die Schäden trotzdem enorm, Foto: Freiwillige Feuerwehr Dillingen

Während das Hochwasser noch vielerorts wütet, ziehen manche Landkreise jetzt schon erste Bilanz. Dillingen wurde von dem Schlimmsten verschont. Durch Erfahrung und gute Zusammenarbeit konnte viel Schaden verhindert werden.

„Gegenüber anderen Regionen in Bayern und Deutschland sind wir vergleichsweise glimpflich weggekommen“, zog Landrat Leo Schrell letztlich erleichtert Bilanz. Auf einer Pressekonferenz bedankte sich Schrell insbesondere den Feuerwehren. Diese hatten sogar teilweise rund um die Uhr gegen die Wassermassen gekämpft und ließen auch nachts das Wasser nicht aus dem Auge. Der Landrat nannte mehrere Faktoren, die zu der Eindämmung der Schäden des Hochwassers beigetragen hatten.

Erfahrung, Information und ein bisschen Glück

Ein Grund für die etwas niedrigeren Pegel im Landkreis Dillingen war auch eine gute Portion Glück. Offensichtlich waren im östlichen Alpenvorland die Niederschläge weniger ergiebiger als im Einzugsgebiet der Iller. Die Bevölkerung wurde außerdem früh genug durch ihre Städte, Gemeinden und örtliche Feuerwehren über die Lage informiert. Somit konnten schnell die erforderlichen Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden.  Dillingen profitierte auch von seinem Erfahrungen beim Hochwasser 2005. Zwischen Dillingen und Fristingen wurde eine Flutmulde geschaffen, die große Mengen des abgeflossenen Donauwassers über den Riedstrom in das weitläufige Truppenübungsgebiet der Bundeswehr leiten konnte. Auf diese Weise sind dem Ort Kicklingen die schlimmsten Auswirkungen des Hochwassers  erspart geblieben. Seit 2005 wurde außerdem die Zusammenarbeit zwischen Landkreis und Hilfsorganisationen, den betroffenen Städten, Gemeinden und Institutionen gestärkt. Somit wurde die Kommunikation zwischen dem Krisenstab und den Leitstellen optimiert und funktionierte perfekt.

Trotz guter Vorbereitung leiden die Landwirte

„Unter Berücksichtigung all dieser Faktoren war die über Tage angespannten Lage zu jederzeit unter Kontrolle“, lobte der Landrat den vorbildlichen Einsatz der Hilfsorganisationen. Die Feuerwehren standen schon auf Bereitschaft, als die Pegel langsam zu steigen begannen. Von Sonntag- auf Montagnacht rückten die Feuerwehren Lauingen, Frauenriedhausen und Veitriedhausen bereits um 1:00 aus, um einen instabil gewordenen Deich zu sichern. Am Schlimmsten hat das Hochwasser die Landwirte getroffen. In Abstimmung mit dem Bayerischen Bauernverband versprach Landrat Schrell eine schnelle und akzeptable Entschädigung beim  Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit einzufordern. Ähnlich wie 2005 sollen nach ersten Schätzungen 2.000 Hektar landwirtschaftliche Felder den Fluten zum Opfer gefallen sein. Die Schäden dürften sich auf ca. zwei Mio. Euro belaufen.

Maßnahmen haben sich bewährt

Vor allem das von dem Landrat durchgesetzte „DonAUWALD-Projekte“ hat dazu beigetragen, dass es nicht noch mehr Flutschäden gegeben hat. Dabei wurde das Flutwasser in einen eigens dafür angelegten Auwald geleitet. „Diese Verfahrensweise wird am Beispiel der zwischen Dillingen und Fristingen geschaffenen Flutmulde offensichtlich und hat sich bestens bewährt“, resümierte Schrell. Der Landrat bedankte sich auch bei den in Bereitschaft standenden Organisationen der BRK, die DLRG, das THW sowie die Bundeswehr, die zum Teil in den Katastrophengebieten in Oberbayern helfen musste. Vielen Städten in Deutschland steht das schlimmste noch bevor. 

Artikel zum gleichen Thema