B4B Schwaben

Holen Sie sich B4BSCHWABEN.de auf Ihr Smartphone.
Klicken Sie auf das Symbol zum „Teilen” in der Toolbar von Safari. Finden Sie die Option „Zum Home-Bildschirm”. Mit einem Klick auf „Hinzufügen” ist die Installation abgeschlossen! Schon ist die Website als App auf Ihrem iOS-Gerät installiert.

 / 
B4B Nachrichten  / 
Dillingen  / 
Bäckerei Wagner übernimmt Flüchtling nach bestandener Gesellenprüfung
Anzeige

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden dieser Anzeige!

Wir verwenden einen Drittanbieterdienst, um Anzeigen darzustellen, die möglicherweise Daten über Ihre Aktivität sammeln. Bitte überprüfen Sie die Details und akzeptieren Sie den Dienst, um diese Anzeige zu sehen.

Dieser Inhalt darf aufgrund von Trackern, die dem Besucher nicht bekannt gegeben werden, nicht geladen werden. Der Website-Eigentümer muss die Website mit seinem CMP einrichten, um diesen Inhalt in die Liste der verwendeten Technologien aufzunehmen.

powered by Usercentrics Consent Management Platform
Handwerkskammer für Schwaben

Bäckerei Wagner übernimmt Flüchtling nach bestandener Gesellenprüfung

 Zafar Moradi und Anton Wagner. Foto: HWK Schwaben

Zafar Moradi hat nach drei Jahren Lehrzeit die Gesellenprüfung im Bäckerhandwerk erfolgreich abgelegt. Auch den Arbeitsvertrag seines Ausbildungsbetriebs, der Bäckerei Wagner in Zusamaltheim, hat der 22-jährige Flüchtling aus Afghanistan in der Tasche. 

Bäckermeister Anton Wagner sieht in dem jungen Mann einen tüchtigen Mitarbeiter, den er in seinem Unternehmen gut gebrauchen kann. Dass Handwerksunternehmen passende Fachkräfte zur Verfügung haben, ist auch das Anliegen der Handwerkskammer für Schwaben. Sie möchte die Firmen, die jungen Menschen mit Asylhintergrund eine Tätigkeit oder eine Ausbildung anbieten, fachmännisch unterstützen. Volker Zimmermann, Geschäftsbereichsleiter Bildung und Personal bei der HWK Schwaben, erklärt: „Für die Handwerkskammer steht die Unterstützung der Betriebe im Vordergrund. Das haben wir auch im Fall der Bäckerei Wagner und Herrn Moradi so gehandhabt.“

Nationalität spielt für Anton Wagner keine Rolle

Nachdem die Bäckerei Wagner dem jungen Mann einen Ausbildungsplatz angeboten hatte, wurde ein Beratungsgespräch mit Zafar Moradi geführt. Er war zu diesem Zeitpunkt seit eineinhalb Jahren in Deutschland. Die Ausländerbehörde erteilte die Genehmigung für eine Ausbildung, die dann am 15. November 2013 begann. „Wir brauchen in unserem Betrieb tüchtige Fachkräfte und da spielt die Nationalität keine Rolle. Wichtig ist, dass die Kenntnisse, die Arbeitsweise und das Verhalten stimmen“, betont Bäckermeister Anton Wagner.

Flüchtling aus Afghanistan gut integriert

Der Unternehmer hofft daher, dass Moradi nun von der Agentur für Arbeit die Zustimmung erhält, weiter bei ihm zu arbeiten. Sämtliche Papiere liegen nun mit der bestandenen Prüfung vor. In die Belegschaft von Bäckermeister Wagner hat sich der Afghane gut integriert. „Zafar hat eine Unterkunft bei uns im Haus, mein Sohn hat ihm das Schwimmen beigebracht und er ist gut integriert“, berichtet er.

Schnelle Entscheidung über Bleiberecht wichtig

„Es ist auf jeden Fall sinnvoll, Flüchtlinge durch Ausbildung und Arbeit in unsere Gesellschaft und unser Wirtschaftssystem zu integrieren. Allerdings müssen diese Menschen Voraussetzungen mitbringen, die es den Unternehmen ermöglichen, sie erfolgreich auszubilden und zu beschäftigen. Daher muss schnell entschieden werden, ob die Flüchtlinge auch hier bleiben dürfen. Außerdem müssen genauso rasch die vorhandenen Kompetenzen ermittelt werden. Sprachkenntnisse, vor allem berufsbezogen, sind hier das A und O“, sagt Volker Zimmermann.

Anzeige

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden dieser Anzeige!

Wir verwenden einen Drittanbieterdienst, um Anzeigen darzustellen, die möglicherweise Daten über Ihre Aktivität sammeln. Bitte überprüfen Sie die Details und akzeptieren Sie den Dienst, um diese Anzeige zu sehen.

Dieser Inhalt darf aufgrund von Trackern, die dem Besucher nicht bekannt gegeben werden, nicht geladen werden. Der Website-Eigentümer muss die Website mit seinem CMP einrichten, um diesen Inhalt in die Liste der verwendeten Technologien aufzunehmen.

powered by Usercentrics Consent Management Platform

Ausbildung weder Auffangbecken noch Zwischenstation

„Eine Ausbildung ist keinesfalls ein Auffangbecken oder eine Zwischenstation, sondern hat immer das Ziel, Fachkräfte hervorzubringen, die anschließend auch eingesetzt werden können“, erklärt Zimmermann. Flüchtlinge, die eine Ausbildung machen möchten, brauchen daher in vielen Fächern ausreichende Schulkenntnisse. Nur so können sie die Prüfung am Ende der Ausbildung bestehen. „Da gibt es keinerlei Kompromisse“, so Zimmermann. „Eine Absenkung der Standards in den Prüfungen oder auch Prüfungen in der Muttersprache führen zu nichts.“

Handwerk fordert Unterstützung vom Staat

„Die Integration von Flüchtlingen in den handwerklichen Arbeitsmarkt ist jedoch kein Massengeschäft. Wir sprechen nicht von tausenden Menschen, die wir kurzfristig unterbringen können“, warnt Zimmermann vor überzogenen Erwartungen. „Für eine nachhaltige und wirkungsvolle Integration braucht es für jeden Flüchtling eine individuelle Begleitung. Das gibt es nicht zum Nulltarif. Hier ist die Finanzierung durch den Staat gefordert. Die Wirtschaft kann zwar unterstützen, kann dies aber nicht alleine leisten.“

Artikel zum gleichen Thema