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30 Jahre CO2-freier Donau-Strom aus Höchstädt Donaukraftwerk Höchstädt LEW
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Donaukraftwerk Höchstädt

30 Jahre CO2-freier Donau-Strom aus Höchstädt Donaukraftwerk Höchstädt LEW

 Donaukraftwerk Höchstädt, Foto: LEW/Wagner

Der Strom, welcher im Donaukraftwerk Höchstädt erzeugt wird, versorgt die Bewohner von Höchstädt rechnerisch zu 100 Prozent mit regenerativem Strom. Jetzt konnte das Wasserkraftwerk 30-jähriges Bestehen feiern. Anlässlich des Jubiläums wurden zahlreiche Verbesserungen in der Anlage vorgenommen, nicht nur für die Stromversorgung auch der Umwelt zuliebe.

Einen runden Geburtstag konnte 2012 das Laufwasserkraftwerk Höchstädt im Landkreis Dillingen feiern. Das Kraftwerk der Mittlere Donau Kraftwerke AG (MDK) gehört  zu 60 Prozent der Rhein-Main-Donau AG (RMD) und zu 40 Prozent der Bayerische Elektrizitätswerke GmbH (BEW), einem Tochterunternehmen der Lechwerke AG (LEW). Zum Jahresende 2012 blickte das Donaukraftwerk Höchstädt auf 30 Jahre erfolgreichen Dauerbetrieb im Dienst einer umweltfreundlichen, regenerativen Stromerzeugung zurück.

Staustufe mit umweltfreundlichem Neben-Effekt

Die Staustufe Höchstädt dient als Mehrzweckanlage und wurde neben der Stromerzeugung für weitere staatlich-wasserwirtschaftliche Zwecke errichtet. Insbesondere dient die Staustufe dem  Hochwasserschutz sowie der Sohl- und Grundwasserstabilisierung.Seit der Inbetriebnahme 1982 erzeugte das Donau-Kraftwerk Höchstädt durchschnittlich rund 62 Millionen Kilowattstunden (kWh) Strom pro Jahr. Im Vergleich zur konventionellen Stromerzeugung werden damit jährlich über 43.000 Tonnen Kohlendioxid vermieden. Seit Betriebsbeginn hat das Kraftwerk Höchstädt rund 1,85 Milliarden kWh Strom erzeugt.

Sieben Jahre Stromversorgung für Höchstädt

Pro Jahr erzeugt das Wasserkraftwerk Höchstädt so viel Strom, dass fast 17.600 Durchschnittshaushalte damit ein Jahr lang versorgt werden können. Rein rechnerisch ließe sich mit einer Jahresproduktion aus dem Höchstädter Donau-Kraftwerk der Haushaltsstrombedarf der fast 6.500 Einwohner von Höchstädt über sieben Jahre lang decken.

Rechenreinigungs-Anlage zum 30. Geburtstag des Donaukraftwerks Höchstädt

Zum 30. Geburtstag investierte der Kraftwerksbesitzer MDK in die automatische Rechenreinigungs-Anlage. So wurden 2012 die komplette Steuerung und Personenschutzelemente erneuert. Um die Rechenreinigungsmaschine künftig im Vollautomatikbetrieb betreiben zu können, wurde der Fahrbereich der Maschine baulich durch einen Zaun gesichert. Rund 250.000 Euro haben RMD und BEW in das Projekt investiert. Mit der Umstellung der Rechenreinigungsanlage auf den Vollautomatik-Betrieb ist die Arbeit im Kraftwerk Höchstädt effizienter, sicherer und komfortabler geworden, denn jetzt erfolgt das Herausheben und Verbringen des Schwemmgutes prozessor- und sensorgesteuert.

Rund 76 Tonnen Schwemmgut, in erster Linie Treibholz, aber auch Wohlstandsmüll und Schrott, „filtert“ die Rechenreinigungsanlage in Höchstädt pro Jahr aus der Donau. Ein zertifizierter Entsorgungsbetrieb transportiert dieses Material fachgerecht ab. Damit leistet das Kraftwerk neben der CO2-Vermeidung einen wichtigen Umweltbeitrag zur Reinhaltung der Donau.

2009 wurden zudem die Maschinenautomatiken und das Kraftwerks-Leitsystem in Höchstädt modernisiert. Auch die Turbinen und Generatoren wurden einer grundlegenden Revision unterzogen. Die MDK investierte dafür rund eine Million Euro.

Wasserwerk von nationaler Bedeutung

Zum nachhaltigen Betrieb von Wasserkraftanlagen kümmert sich die Bayerische Elektrizitätswerke GmbH (BEW) aktiv um neue Formen der Zusammenarbeit mit den unterschiedlichen Gewässernutzern. So wurden zum Beispiel gemeinsam mit Fachverwaltung und -verbänden, mit Wissenschaft und Fischerei eine Vielzahl von gemeinsamen Forschungs- und Entwicklungsprojekten durchgeführt, unter anderem Projekte zur Verbesserung der Gewässerstruktur und Auenentwicklung. Auch ist die BEW als Projektpartner mitbeteiligt am Naturschutz-Großprojekt "Schwäbisches Donautal - Auwaldverbund von nationaler Bedeutung", einer Auwaldentwicklung oberhalb der Staustufe Dillingen.

Unter volkswirtschaftlichen Gesichtspunkten hat sich das Ausbaukonzept bewährt, da neben der Erfüllung wasserwirtschaftlicher und ökologischer Zielsetzungen mit den Wasserkraftanlagen auch ein wesentlicher Beitrag zur CO2-Reduzierung und zum Klimaschutz geleistet wird.

RMD Vorstand Dr. Albrecht Schleich erklärte anlässlich des Jubiläums in Höchstädt: „Unsere beiden ältesten Wasserkraftwerke entstanden vor knapp 90 Jahren am Main in Würzburg (Untere Mainmühle, 1922) und an der Donau bei Passau (Kachlet, 1922-1927). Seitdem erzeugen wir zuverlässig Strom. Unserem Kraftwerk Höchstädt wünschen wir einen mindestens ebenso langen und erfolgreichen Betrieb, der vor allem auch dem Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unseres Unternehmens und denen unseres Betriebsführers BEW zu danken ist – darauf können alle mit Recht stolz sein.“

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