Stadt Augsburg

„Zukunft der Theaterlandschaft“: Augsburg schreibt Beteiligungsprozess öffentlich aus

Beteiligungsprozess für Theater Augsburg öffentlich ausgeschrieben. Foto: B4B SCHWABEN

Bei der Sanierung des Theater Augsburgs geht es weiter voran. Nun schrieb die Fuggerstadt den Beteiligungsprozess „Zukunft der Theaterlandschaft“ öffentlich aus. Dieser gilt als erster Baustein des Kulturentwicklungskonzeptes. Um eine größtmögliche Neutralität zu wahren, soll der Prozess extern vergeben werden. Nur beim Großen Haus bleibt der Verhandlungsspielraum weiterhin unangetastet.

von Iris Zeilnhofer, Online-Redaktion

Die Theatersanierung in Augsburg hat die nächste Stufe erreicht. Nach dem Grundsatzbeschluss zur Theatersanierung im Stadtrat schrieb die Fuggerstadt nun einen Beteiligungsprozess öffentlich aus. Unter dem Titel „Zukunft der Theaterlandschaft“ gilt dieser als ersten Baustein des Kulturentwicklungskonzeptes.

Prozess wird extern vergeben: Neutralität soll gewahrt werden

Geplant ist, nicht nur das Theater der Stadt Augsburg, sondern die gesamte Theaterlandschaft zu untersuchen und zu analysieren. Dies soll auch die freie Szene betreffen. Als Ergebnis erhofft man sich, dass Zukunftsszenarien und Entwicklungsmöglichkeiten aufgezeigt werden können. Um eine größtmögliche Neutralität in Konzeption und Moderation wahren zu können, wird der Prozess extern vergeben. Neben dem Bau- und Kulturreferat sind auch Vertreter des Kulturausschusses am Vergabeverfahren beteiligt. Mit Peter Bommas und Kurt Idrizovic sind darunter auch zwei Delegierte des Kulturbeirats und Unterzeichner des Offenen Briefes vertreten.

Planungen für Multifunktionshaus und Bauteil II sollen in den Planungsprozess einfließen

Nach der Beschlusslage des Stadtrates sollen mögliche Veränderungen der Planungen für das neue Multifunktionshaus mit in den Planungsprozess einfließen. Auch der sogenannte Bauteil II mit Werkstätten, Gastronomie, Verwaltung und Hoffmannkeller soll nach Überprüfung der Machbarkeit in diesen mit einbezogen werden.

Stadt zeigt sich flexibel, nur Großes Haus bietet kaum Verhandlungsspielraum

Kulturreferent Thomas Weitzel betonte, dass damit der bereits im Februar begonnene Beteiligungsprozess intensiviert und fortgesetzt wird. „Vor dem Hintergrund der finanziellen Zusage des Freistaats für ein Dreispartenhaus mit Strahlkraft für den gesamten Regierungsbezirk Schwaben zeigt sich die Stadt in einem Höchstmaß dialogbereit und flexibel“, so der Kulturreferent. Nur beim Großen Haus gebe es weiterhin kaum Raum für Verhandlungen. Bei den Anforderungen an die Bereiche des Brandschutzes, der Statik, des Denkmalschutzes und der Barrierefreiheit gebe es nun mal nur beschränkt Einflussmöglichkeiten. Der Kulturreferent erklärte, es wäre vorstellbar, realisierbare Wünsche in das Raumnutzungsprogramm einfließen zu lassen. Dies bezeihe sich zum Beispiel darauf, wie die Foyerflächen genutzt werden.

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