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WWK Arena in Augsburg bleibt klimaneutral - trotz Ausbaus
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swa und Lechwerke Augsburg

WWK Arena in Augsburg bleibt klimaneutral - trotz Ausbaus

Ein Pufferspeicher wird im Zuge der Erweiterung der Heizanlage eingebaut. Foto: LEW/Michael Hochgemuth

Die Lechwerke und Stadtwerke Augsburg (swa) haben die Heizanlage für einen neuen Gebäudeteil in der WWK Arena erweitert. Die Anlage geht in den nächsten Wochen in Betrieb.

Die Augsburger WWK Arena ist das erste CO2-neutralen Fußballstadion weltweit. Der Großteil des Energiebedarfs wird durch die Nutzung des Grundwassers mittels Wärmepumpen abgedeckt. In den vergangenen Monaten fanden Bauarbeiten zur Erweiterung des Hauptgebäudes statt. Vor allem der VIP-Bereich sollte hier umfassend renoviert werden, aber auch der Lizenzspielerbereich gewann an Fläche.

Um auch für den neuen Gebäudeteil eine nachhaltige Wärmeversorgung zu gewährleisten, haben die Lechwerke gemeinsam mit den Stadtwerken Augsburg ihre Heizanlange im Stadion erweitert. Derzeit sind die letzten Arbeiten im Gange. Die Anlage kann in den nächsten Wochen in Betrieb gehen.

Diese Neuerungen wurden vorgenommen

Neu errichtet wurde ein Blockheizkraftwerk (BHKW) mit einer elektrischen Leistung von 33 Kilowatt und einer thermischen Leistung von 70 Kilowatt sowie ein Heizkessel mit einer Leistung von 740 Kilowatt. Der vom BHKW erzeugte Strom wird direkt für den Eigenverbrauch des Stadions genutzt. Der bereits vorhandene Heizkessel (900 kW Wärmeleistung) bleibt bestehen. Als Brennstoff kommt ausschließlich CO2-neutrales Erdgas zum Einsatz. Zudem erweiterten und modernisierten die Projektpartner die Steuerung der Heizung.

Durch die Erweiterung und Optimierung der Heizanlage kann auch künftig die zuverlässige Versorgung mit Wärme gewährleistet werden. Falls die Wärmepumpen einmal gewartet werden müssen oder aus einem anderen Grund ausfallen, ist außerdem die Ausfallsicherung gewährleistet.

So funktioniert die Energieversorgung in dem Fußballstadion

Als erstes Stadion weltweit wird das Fußballstadion des FC Augsburg nicht nur mit Strom aus regenerativen Energien versorgt, sondern auch CO2-neutral beheizt und gekühlt. Dafür sorgen schwerpunktmäßig zwei Großwärmepumpen, die das Herz des Energiesystems bilden. Jede Pumpe kann stündlich bis zu 100.000 Liter fördern. Das nach oben beförderte Wasser wird um etwa drei Grad heruntergekühlt, die dabei gewonnene Energie zum Heizen verwendet.

Die unter dem Rasen verlegte Heizung gibt Wärme mit einer Temperatur von bis zu 30 Grad an das Erdreich ab. Zur Frostfreihaltung außerhalb der Spieltage kann die Anlage mittels Wärmetauscher direkt aus dem Grundwasser bedient werden. Damit die Rasenheizung nach längerem Stillstand nicht einfriert, ist sie mit einem Glykol-Wasser-Gemisch befüllt.

Außerdem sind zwei mit CO2-neutralem Erdgas betriebene Gas-Brennwertkessel und das neue Blockheizkraftwerk im Stadion verbaut. Der vom BHKW erzeugte Strom wird direkt für den Eigenverbrauch des Stadions genutzt.

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