Denkmalschutz

Meilenstein bei Bauarbeiten am Augsburger Hauptbahnhof erreicht

Ende August 2019 wird das letzte und fünfte „Deckelfeld“ im Empfangsgebäude des Augsburger Hauptbahnhofes fertiggestellt. Entwurf und Ausführung stammen von der K+S Ingenieur-Consult GmbH & Co. KG aus Nürnberg.

Ende August 2019 ist nunmehr der „Deckel“ für den letzten Bauabschnitt des Tunnelsystems unter dem Augsburger Hauptbahnhof fertiggestellt. Jeder Teilabschnitt, insgesamt sind es fünf, hatte einen Solchen „Betondeckel“ mit einer neuen Stützkonstruktion erhalten.

Im Schutz der „Deckel“ und der Boden-Zement-Säulen können jetzt die unterirdischen Aushubarbeiten − ausgehend vom bereits fertiggestellten Tunnelabschnitt − unterm Vorplatz beginnen. Über den erreichten Meilenstein freut sich K+S-Geschäftsführer Peter Seitz enorm. Dem bausensiblen, denkmalgeschützten Bahnhofsgebäude war, wie auch K+S-Projektleiter Robert Reitberger abschließt, „nichts passiert, was uns natürlich zufriedenstellt und beruhigt.“

Nur wenige Projekte der letzten Jahre hier waren noch größer angelegt

Der Hauptbahnhof erfährt derzeit eine der größten Baumaßnahmen der letzten Jahrzehnte in Augsburg. Aktuell laufende Projekte sind der Umbau des Hauptbahnhofs, des Vorplatzes, die neue Straßenbahnlinie 5 sowie die Verlängerung der Linie 3 bis Königsbrunn. Künftig sollen die Maßnahmen für eine Stärkung des öffentlichen Nahverkehrs sorgen. Dreh und Angelpunkt ist das so genannte Projekt „Mobilitäts­drehscheibe“. An deren baulicher Planung war das Ingenieurbüro K+S aus Nürnberg maßgeblich beteiligt. Wichtig im Kontext aller ÖPNV-Maßnahmen ist die Erschließung des Hauptbahnhofes mit einer unterirdischen Straßenbahn-Anbindung.

So weit sind die Arbeiten schon fortgeschritten

Der Augsburger Hauptbahnhof ist das älteste in Betrieb befindliche Bahnhofsgebäude in einer Großstadt der Bundesrepublik Deutschland. Das Gebäude aus dem Jahr 1846 erhält bis zum Jahr 2023 eine Untertunnelung in zwei Etagen Tiefe; in der unteren dieser beiden Etagen wird die Straßenbahn von Ost und West in eine neue, unterirdische Haltestelle einfahren. Die neue Haltestelle befindet sich damit künftig unter den Fern- bzw. Regionalbahnsteigen der Deutschen Bahn. Das Gelände östlich des Bahnhofes musste dafür mit einem Tunnel versehen werden, der bereits erstellt ist.

Bahnhof steht unter Denkmalschutz

Dieses aufwändige Tunnel-Projekt plante K+S gemeinsam mit dem Partner-Ingenieurunternehmen SSF Ingenieure AG; Bauherren sind die Stadtwerke Augsburg (swa) sowie die Deutsche Bahn AG.

Das ist die größte Herausforderung am Projekt

Eine der Herausforderungen ist, dass das einfach unterkellerte Empfangsgebäude des Bahnhofes unter beengten Verhältnissen wesentlich tiefer gründet. Denkmalgeschützte Bauteile müssen abgefangen und die Bauvorgänge insgesamt so durch­geführt werden, dass am Gebäude keinerlei Schaden entsteht. Mit dem so genannten „Düsenstrahl-Verfahren“ wurde zunächst der Erdboden unter dem Empfangsgebäude mit einem Schneid­strahl unter hohem Druck mit Zementsuspension vermischt, um feste Tragstrukturen für die Tiefergründung zu erhalten.

Damit es nur geringe und verträgliche „Setzungen“ (heißt Absenkungen) des Bahnhofsgebäudes gibt, musste die komplexe Unterquerung des Empfangsgebäudes in mehreren klein­teiligen Bauabschnitten geschehen. Stützkonstruktionen sicherten währenddessen nicht nur die Fassade, sondern auch die Wände des Bahnhofes. Eine Herausforderung, die mittels Internet und Monitoring jederzeit online überwacht wurde.

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Ende August 2019 ist nunmehr der „Deckel“ für den letzten Bauabschnitt des Tunnelsystems unter dem Augsburger Hauptbahnhof fertiggestellt. Jeder Teilabschnitt, insgesamt sind es fünf, hatte einen Solchen „Betondeckel“ mit einer neuen Stützkonstruktion erhalten.

Im Schutz der „Deckel“ und der Boden-Zement-Säulen können jetzt die unterirdischen Aushubarbeiten − ausgehend vom bereits fertiggestellten Tunnelabschnitt − unterm Vorplatz beginnen. Über den erreichten Meilenstein freut sich K+S-Geschäftsführer Peter Seitz enorm. Dem bausensiblen, denkmalgeschützten Bahnhofsgebäude war, wie auch K+S-Projektleiter Robert Reitberger abschließt, „nichts passiert, was uns natürlich zufriedenstellt und beruhigt.“

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Damit es nur geringe und verträgliche „Setzungen“ (heißt Absenkungen) des Bahnhofsgebäudes gibt, musste die komplexe Unterquerung des Empfangsgebäudes in mehreren klein­teiligen Bauabschnitten geschehen. Stützkonstruktionen sicherten währenddessen nicht nur die Fassade, sondern auch die Wände des Bahnhofes. Eine Herausforderung, die mittels Internet und Monitoring jederzeit online überwacht wurde.

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