Interview

Wolfgang Tinzmann: Ein „Sparkassler“ von Anfang an

Wolfgang Tinzmann ist seit kurzem Vorstandsmitglied der Stadtsparkasse Augsburg. Uns hat er verraten, welche konkreten Themen er angehen will und auf was er sich besonders freut.

B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Herr Tinzmann, wie waren Ihre ersten Tage im neuen Amt? 

Wolfgang Tinzmann: Vollgepackt mit Arbeit, wie vorher allerdings auch. Ich bin seit über 17 Jahren bei der Stadtsparkasse Augsburg, konnte also schon einschätzen, was mich erwartet. Außerdem hat mein Vorgänger, Dr. Walter Eschle, mich sehr unterstützt und den Übergang so erleichtert, dafür möchte ich ihm an dieser Stelle auch nochmal herzlich danken. Auch meine Vorstandskollegen, Rolf Settelmeier und Cornelia Kollmer, haben ihres dazu getan, mir einen guten Start zu ermöglichen.

Was haben Sie sich für die ersten Wochen vorgenommen?

Mit dem Vorstandswechsel haben wir intern einiges umstrukturiert, damit werde ich noch eine Zeit lang beschäftigt sein.

Welche Aufgaben haben Sie konkret übernommen?

Ich bin verantwortlich für die gehobenen gewerblichen Kundensegmente (Center.Unternehmenskunden, Center.Mittelstandskunden), die vermögenden Privatkunden (Center.Vermögenskunden), das Immobilien- und das Versicherungsgeschäft (Center.Spezialvertrieb) sowie das Beauftragtenwesen (Compliance, Geldwäsche, Datenschutz etc.).

Auf was freuen Sie sich besonders?

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Dass ich die Beziehungen zu unseren Kunden fortführen und die Firmen und Unternehmen auf ihrem Weg weiter begleiten kann, jetzt mit anderen Mitteln und Gestaltungsraum als bisher. Der enge Kontakt zum Kunden war mir immer wichtig. Gelebte Partnerschaft, das ist ein zentraler Punkt, der unser Haus ausmacht. 

Sie sind seit fast 20 Jahren bei der Stadtsparkasse Augsburg. War es immer Ihr Ziel, einmal im Vorstand zu sein?

Ich bin seit 2003 bei der Stadtsparkasse Augsburg, meine berufliche Laufbahn habe ich bei der Stadtsparkasse München begonnen, bin also von Anfang an ein „Sparkassler“. Was mich in diesen 27 Jahren begeistert hat und immer noch begeistert ist mit unterschiedlichsten Betrieben, Unternehmen und Menschen zusammen zu kommen und zu arbeiten. Das wollte ich immer machen, das Ziel „Vorstand“ hatte hier nicht erste Priorität. Aber ich müsste lügen, wenn es nicht hier und da aufgeblitzt wäre.

Sie waren vorher in der Funktion „Direktor Unternehmenskunden“ tätig und sind daher bestens mit der regionalen Wirtschaft vertraut. Wie kommen unsere Unternehmen durch die Krise? 

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Ich kann hier nicht für alle Unternehmen sprechen, lediglich ein Blitzlicht zu den von unserem Haus betreuten Kunden geben: Getroffen hat Corona sehr viele, die Auswirkungen sind, je nach Branche, natürlich unterschiedlich. Die Gastronomie, die Reise- und Hotelbranche haben mit am schwersten zu kämpfen. Die Stadtsparkasse Augsburg hilft, wo sie kann. Gleichzeitig sind wir, wie andere Kreditinstitute auch, an gesetzlichen Regelungen gebunden, das heißt, wir müssen prüfen, ob Unternehmen ein tragfähiges und gesundes Geschäftsmodell haben, bevor wir Kredite vergeben. Darüber hinaus muss dargelegt werden, dass die entstandenen Finanzierungsschwierigkeiten in der Pandemie begründet sind. Viele unserer Kunden haben in den letzten Jahren seriös gewirtschaftet und werden die Krise, auch mit unserer Unterstützung, meistern. Bisher stellt sich die Situation im Wirtschaftsraum Augsburg überschaubar dar. 

Was sind aus Ihrer Sicht die zentralen Herausforderungen für regionale Kreditinstitute in den nächsten Jahren?

Das ist ganz klar, nach wie vor, in erster Linie die weiter andauernde Niedrigzinsphase. Wir steuern hier seit Jahren gegen, der Druck auf unsere Erlöse wird meines Erachtens weiter zunehmen. Trotzdem bin ich sicher, dass die Stadtsparkasse ihr Geschäftsmodell in die Zukunft transportieren und sich weiter am Markt behaupten wird. Natürlich bringt auch die zunehmende Digitalisierung Herausforderungen mit sich. Hier eröffnen sich aber auch Chancen, die wir im Sinne unserer Kunden nutzen werden, um sinnvolle und bezahlbare Lösungen zu bieten.

Welche konkreten Themen wollen Sie in der Stadtsparkasse in den nächsten Jahren angehen?

Die Stadtsparkasse Augsburg weiter auf Erfolgskurs halten und den Spagat zwischen nötigen Investitionen und Sparmaßnahmen schaffen – vor allem im Sinne des Kunden. Das wird mit eine der Hauptaufgaben sein. Die Digitalisierung nicht nur in der Sparkasse, sondern auch in den Unternehmen zu begleiten, ist natürlich auch eine Sache für unser Haus.

Dann hat die voraussichtlich noch lange anhaltende Niedrigzinsphase erhebliche Auswirkungen auf die Themen Altersvorsorge und Vermögensstrukturierung. Hier sind wir als Sparkasse gefordert, diese geänderten Rahmenbedingungen noch stärker ins Bewusstsein unserer Kunden zu rücken und  Anlagealternativen aufzuzeigen. Dass ein ausgewogener Anlagenmix längerfristig eine höhere Rendite erwarten lässt, ist nichts wirklich Neues, hat sich aber, meinem Empfinden nach, noch nicht durchgängig durchgesetzt. Diese Themenstellungen stärker bei unseren Kunden zu platzieren, wird uns noch länger beschäftigen.

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Wolfgang Tinzmann: Vollgepackt mit Arbeit, wie vorher allerdings auch. Ich bin seit über 17 Jahren bei der Stadtsparkasse Augsburg, konnte also schon einschätzen, was mich erwartet. Außerdem hat mein Vorgänger, Dr. Walter Eschle, mich sehr unterstützt und den Übergang so erleichtert, dafür möchte ich ihm an dieser Stelle auch nochmal herzlich danken. Auch meine Vorstandskollegen, Rolf Settelmeier und Cornelia Kollmer, haben ihres dazu getan, mir einen guten Start zu ermöglichen.

Was haben Sie sich für die ersten Wochen vorgenommen?

Mit dem Vorstandswechsel haben wir intern einiges umstrukturiert, damit werde ich noch eine Zeit lang beschäftigt sein.

Welche Aufgaben haben Sie konkret übernommen?

Ich bin verantwortlich für die gehobenen gewerblichen Kundensegmente (Center.Unternehmenskunden, Center.Mittelstandskunden), die vermögenden Privatkunden (Center.Vermögenskunden), das Immobilien- und das Versicherungsgeschäft (Center.Spezialvertrieb) sowie das Beauftragtenwesen (Compliance, Geldwäsche, Datenschutz etc.).

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Sie sind seit fast 20 Jahren bei der Stadtsparkasse Augsburg. War es immer Ihr Ziel, einmal im Vorstand zu sein?

Ich bin seit 2003 bei der Stadtsparkasse Augsburg, meine berufliche Laufbahn habe ich bei der Stadtsparkasse München begonnen, bin also von Anfang an ein „Sparkassler“. Was mich in diesen 27 Jahren begeistert hat und immer noch begeistert ist mit unterschiedlichsten Betrieben, Unternehmen und Menschen zusammen zu kommen und zu arbeiten. Das wollte ich immer machen, das Ziel „Vorstand“ hatte hier nicht erste Priorität. Aber ich müsste lügen, wenn es nicht hier und da aufgeblitzt wäre.

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Ich kann hier nicht für alle Unternehmen sprechen, lediglich ein Blitzlicht zu den von unserem Haus betreuten Kunden geben: Getroffen hat Corona sehr viele, die Auswirkungen sind, je nach Branche, natürlich unterschiedlich. Die Gastronomie, die Reise- und Hotelbranche haben mit am schwersten zu kämpfen. Die Stadtsparkasse Augsburg hilft, wo sie kann. Gleichzeitig sind wir, wie andere Kreditinstitute auch, an gesetzlichen Regelungen gebunden, das heißt, wir müssen prüfen, ob Unternehmen ein tragfähiges und gesundes Geschäftsmodell haben, bevor wir Kredite vergeben. Darüber hinaus muss dargelegt werden, dass die entstandenen Finanzierungsschwierigkeiten in der Pandemie begründet sind. Viele unserer Kunden haben in den letzten Jahren seriös gewirtschaftet und werden die Krise, auch mit unserer Unterstützung, meistern. Bisher stellt sich die Situation im Wirtschaftsraum Augsburg überschaubar dar. 

Was sind aus Ihrer Sicht die zentralen Herausforderungen für regionale Kreditinstitute in den nächsten Jahren?

Das ist ganz klar, nach wie vor, in erster Linie die weiter andauernde Niedrigzinsphase. Wir steuern hier seit Jahren gegen, der Druck auf unsere Erlöse wird meines Erachtens weiter zunehmen. Trotzdem bin ich sicher, dass die Stadtsparkasse ihr Geschäftsmodell in die Zukunft transportieren und sich weiter am Markt behaupten wird. Natürlich bringt auch die zunehmende Digitalisierung Herausforderungen mit sich. Hier eröffnen sich aber auch Chancen, die wir im Sinne unserer Kunden nutzen werden, um sinnvolle und bezahlbare Lösungen zu bieten.

Welche konkreten Themen wollen Sie in der Stadtsparkasse in den nächsten Jahren angehen?

Die Stadtsparkasse Augsburg weiter auf Erfolgskurs halten und den Spagat zwischen nötigen Investitionen und Sparmaßnahmen schaffen – vor allem im Sinne des Kunden. Das wird mit eine der Hauptaufgaben sein. Die Digitalisierung nicht nur in der Sparkasse, sondern auch in den Unternehmen zu begleiten, ist natürlich auch eine Sache für unser Haus.

Dann hat die voraussichtlich noch lange anhaltende Niedrigzinsphase erhebliche Auswirkungen auf die Themen Altersvorsorge und Vermögensstrukturierung. Hier sind wir als Sparkasse gefordert, diese geänderten Rahmenbedingungen noch stärker ins Bewusstsein unserer Kunden zu rücken und  Anlagealternativen aufzuzeigen. Dass ein ausgewogener Anlagenmix längerfristig eine höhere Rendite erwarten lässt, ist nichts wirklich Neues, hat sich aber, meinem Empfinden nach, noch nicht durchgängig durchgesetzt. Diese Themenstellungen stärker bei unseren Kunden zu platzieren, wird uns noch länger beschäftigen.

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