373 Millionen Euro

Wohnraum-Offensive: Bauherren investieren zu wenig in Augsburg

Symbolbild. Augsburg braucht mehr neue und bezahlbare Wohnungen. Foto: William Diller
Vom Single-Apartment bis zum Bungalow: In Augsburg sind im vergangenen Jahr 1.171 Neubauwohnungen entstanden. Dennoch reicht diese Zahl nicht aus.

2017 wurden 15 Prozent weniger neue Wohnungen gebaut als noch im Vorjahr. Darauf hat das Verbändebündnis Wohnen hingewiesen, in dem sich Baugewerkschaft IG BAU, der Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel (BDB) und die Deutsche Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau (DGfM)  zusammengeschlossen haben. Das Bündnis beruft sich bei den Zahlen auf die aktuelle Bau-Bilanz der fertiggestellten Wohngebäude vom Statistischen Bundesamt.

Bündnis fordert mehr neue und bezahlbare Wohnungen

Insgesamt haben die Bauherren in Augsburg demnach im vergangenen Jahr 373,3 Millionen Euro in den Neubau von Wohnungen investiert. „Das klingt viel. Tatsächlich müsste es aber mehr sein, wenn Augsburg seinen Beitrag zur Wohnraum-Offensive der Bundesregierung leisten will. Denn der Neubau von bezahlbaren Wohnungen ist die einzige effektive Antwort auf steigende Mieten und hohe Immobilienpreise, von denen auch Bayern betroffen ist“, sagt Karl Bauer (IG BAU) vom Verbändebündnis Wohnen.

Wohnungsneubau weit unter der geforderten Zahl

Insgesamt seien bundesweit im vergangenen Jahr lediglich nicht einmal 285.000 Wohnungen neu gebaut worden. Dabei habe die Große Koalition von CDU/CSU und SPD eine ganz andere Messlatte gelegt: 1,5 Millionen Neubauwohnungen bundesweit bis 2021 – also 375.000 pro Jahr. „Das bedeutet, dass der Wohnungsneubau schon in diesem Jahr um satte 32 Prozent zulegen müsste. Danach sieht es allerdings bislang weder in Bayern noch bundesweit aus“, so der Regionalleiter der IG BAU in Bayern, Karl Bauer.

Auch Augsburger sollen von größerem Baupaket profitieren

Das Verbändebündnis Wohnen fordert daher jetzt den Bund, das Land Bayern und auch die Kommunen auf, mehr für den Wohnungsbau zu tun. Auch das Wohneigentum in Augsburg müsse endlich wieder effektiv gefördert werden. „Es müssen sich wieder mehr Menschen die eigenen vier Wände leisten können – vom Maurer bis zur Industriekauffrau. Handwerker, die Wohnungen bauen, sollten auch in der Lage sein, sich eine eigene Wohnung anzuschaffen“, so das Bündnis Wohnen. An die heimischen Bundestagsabgeordneten appelliert das Wohn-Bündnis, dem Wohnungsbau jetzt die „politische Power“ zu geben, die der Bau braucht. „Es kommt darauf an, dass die Bundestagsabgeordneten aus Augsburg und ganz Bayern in Berlin Farbe bekennen. Sie müssen sich für ein deutlich dickeres Baupaket im nächsten Bundeshaushalt starkmachen, von dem dann auch die Menschen in Augsburg mehr profitieren“, sagt Karl Bauer von der IG BAU.

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Insgesamt haben die Bauherren in Augsburg demnach im vergangenen Jahr 373,3 Millionen Euro in den Neubau von Wohnungen investiert. „Das klingt viel. Tatsächlich müsste es aber mehr sein, wenn Augsburg seinen Beitrag zur Wohnraum-Offensive der Bundesregierung leisten will. Denn der Neubau von bezahlbaren Wohnungen ist die einzige effektive Antwort auf steigende Mieten und hohe Immobilienpreise, von denen auch Bayern betroffen ist“, sagt Karl Bauer (IG BAU) vom Verbändebündnis Wohnen.

Wohnungsneubau weit unter der geforderten Zahl

Insgesamt seien bundesweit im vergangenen Jahr lediglich nicht einmal 285.000 Wohnungen neu gebaut worden. Dabei habe die Große Koalition von CDU/CSU und SPD eine ganz andere Messlatte gelegt: 1,5 Millionen Neubauwohnungen bundesweit bis 2021 – also 375.000 pro Jahr. „Das bedeutet, dass der Wohnungsneubau schon in diesem Jahr um satte 32 Prozent zulegen müsste. Danach sieht es allerdings bislang weder in Bayern noch bundesweit aus“, so der Regionalleiter der IG BAU in Bayern, Karl Bauer.

Auch Augsburger sollen von größerem Baupaket profitieren

Das Verbändebündnis Wohnen fordert daher jetzt den Bund, das Land Bayern und auch die Kommunen auf, mehr für den Wohnungsbau zu tun. Auch das Wohneigentum in Augsburg müsse endlich wieder effektiv gefördert werden. „Es müssen sich wieder mehr Menschen die eigenen vier Wände leisten können – vom Maurer bis zur Industriekauffrau. Handwerker, die Wohnungen bauen, sollten auch in der Lage sein, sich eine eigene Wohnung anzuschaffen“, so das Bündnis Wohnen. An die heimischen Bundestagsabgeordneten appelliert das Wohn-Bündnis, dem Wohnungsbau jetzt die „politische Power“ zu geben, die der Bau braucht. „Es kommt darauf an, dass die Bundestagsabgeordneten aus Augsburg und ganz Bayern in Berlin Farbe bekennen. Sie müssen sich für ein deutlich dickeres Baupaket im nächsten Bundeshaushalt starkmachen, von dem dann auch die Menschen in Augsburg mehr profitieren“, sagt Karl Bauer von der IG BAU.

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