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Wohnraum-Mangel: Augsburg geht in die Offensive

2. Bürgermeisterin Eva Weber, OB Dr. Kurt Gribl, 3. Bürgermeister Dr. Stefan Kiefer. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Dass der Druck auf dem Wohnungsmarkt steigt, ist schon lange kein Geheimnis mehr. Das hat auch die Stadt Augsburg erkannt. Wie die Probleme gelöst werden sollen, stellten Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl, Zweite Bürgermeisterin Eva Weber und Dritter Bürgermeister Dr. Stefan Kiefer nun vor.

Die politische Spitze der Stadt Augsburg hat sich auf ein gemeinsames Konzept geeinigt. Von fünf Säulen getragen, soll die „Offensive Wohnraum Augsburg“ den Markt entlasten. Ziel ist es, für alle Einkommens-Klassen Wohnraum zu schaffen. „Wir arbeiten derzeit mit Hochdruck an einer Vielzahl von Maßnahmen, um diesen Bedarf decken zu können“, so Baureferent Gerd Merkle. „Um für die Zukunft gewappnet zu sein, müssen wir genug Angebot bereitstellen.“

Fläche für fast 2.000 Wohneinheiten steht bereit

„Es ist erfreulich, dass die Stadt Dynamik hat und wächst“, so OB Gribl. Um dieser Entwicklung gerecht zu werden, habe man sich auf fünf Kernthemen geeinigt. Die erste Säule beschäftigt sich dabei mit der Aktivierung von neuem Wohnpotenzial. Insgesamt stehen sofortige Flächen für rund 1.945 Wohneinheiten zur Verfügung. Dazu laufen in Augsburg Projekte beispielsweise im Martini-Areal, dem Prinz-Karl-Viertle oder auch der Reese-Kaserne. In den kommenden 1 bis 5 Jahren sollen weitere 1.100 Wohn-Einheiten fertiggestellt werden.

Noch mehr Sozial-Wohnungen bis 2021

Die zweite Säule legt ihren Fokus auf dem Städtischen Wohnungsbau. „Vor ein paar Jahren hat keiner gedacht, dass Wohnraum in Augsburg noch einmal so knapp werden würde“, erklärte Dr. Dominik Hoppe, WBG-Geschäftsführer. Die Wohnbaugesellschaft WGB ist für den Bau von günstigem Wohnraum in Augsburg zuständig. Seit 1995 hat die WGB über 5.000 Wohnungen general-modernisiert. Bis 2021 plant das Unternehmen, weitere 304 Wohnungen zu modernisieren und rund 775 Wohnungen fertigzustellen, beziehungsweise den Bau zu starten. Die Stadt unterstützt die Tochter dabei: So verzichtet sie auf Ausschüttungen von gut 160.000 Euro im Jahr und lagert städtische Grundstücke in das Stammkapital der WBG ein. Dies stärkt die finanzielle Leistungs-Fähigkeit der Wohnbaugesellschaft.

Augsburg will Wohnraum-Kapazitäten optimieren

Neben Neubauten sollen auch vorhandene Wohn-Kapazitäten ausgeschöpft werden. Geplant ist, Leerstände zu füllen und gegebenenfalls bauliche Änderungen an Bestands-Gebäuden vorzunehmen. Bei beidem soll die WBG als Beratungs-Stelle für die Bürger fungieren. Die Stadt will dazu ein Büro einrichten, das im Herbst mit seiner Arbeit beginnen kann. Mitglieder der Stadtverwaltung sollen in den Stadtteilen Beratungs-Veranstaltungen abhalten. Viele private Eigentümer lassen derzeit Wohnraum leer stehen.

Mehr Förderung für Familien

Weiter richtet die Stadt Augsburg ihren Blick auf die Schaffung von Wohneigentum. Bürgermeisterin Eva Weber sprach hierzu die Familien-Förderung für städtische Wohnbau-Flächen an. Die Regelungen zu den Förder-Kriterien sollen nun überarbeitet werden. Geplant ist weiter, die sich in der Entwicklung befindenden Wohnbauflächen in der Maschenbauer-Straße, Schill-Straße und Wernhüter-Straße dafür bereit zu stellen.

Augsburg unterstützt „Wohnen in besonderen Lebenslagen“

Als letztes wird sich die Stadt für das „Wohnen in besonderen Lebenslagen“ einsetzten. Um diese Menschen in ein Mietverhältnis zu vermitteln, stellt die Stadt verschiedene Unterstützungs-Angebote bereit, wie Bürgermeister Kiefer erläuterte. So soll unteranderem auch die Mietzahlung an den Vermieter gewährleistet werden.

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„Es ist erfreulich, dass die Stadt Dynamik hat und wächst“, so OB Gribl. Um dieser Entwicklung gerecht zu werden, habe man sich auf fünf Kernthemen geeinigt. Die erste Säule beschäftigt sich dabei mit der Aktivierung von neuem Wohnpotenzial. Insgesamt stehen sofortige Flächen für rund 1.945 Wohneinheiten zur Verfügung. Dazu laufen in Augsburg Projekte beispielsweise im Martini-Areal, dem Prinz-Karl-Viertle oder auch der Reese-Kaserne. In den kommenden 1 bis 5 Jahren sollen weitere 1.100 Wohn-Einheiten fertiggestellt werden.

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