Analyse

Wohnen in Augsburg wird immer teurer

Peter Lachenmayr, Peter Noppinger und Ralph Puschner. Foto: Isabell Walter/B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Die Immobilienpreise sind in Bayerisch-Schwaben in den letzten Jahren gestiegen. Das ist das Ergebnis einer Studie im Auftrag der Sparda Bank Augsburg. Welche Regionen am hochpreisigsten sind – und wo Wohnraum derzeit noch günstiger ist.

Wie sieht der Immobilienmarkt in Bayerisch-Schwaben aus? Dieser Frage ging jetzt die Sparda Bank Augsburg nach. Die Sparda-Studie „Wohnen in Deutschland“ des Verbands der Sparda-Banken e.V. wird jährlich in Zusammenarbeit mit dem Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) und seiner Beratungsgesellschaft (IW Consult) veröffentlicht. Vor diesem Hintergrund hat das Vorstandstrio der Sparda-Bank Augsburg mit dem Vorsitzenden Peter Noppinger, seinem Stellvertreter Ralph Puschner und IT-Vorstand Peter Lachenmayr das Institut nun erstmalig beauftragt, spezifisch den Immobilienmarkt des Geschäftsgebiets zu untersuchen. Die Ergebnisse wurden nun in einer regionalen Studie aufbereitet.

So entwickelt sich die Nachfrage

Das sind die Ergebnisse der Studie: Niedrige Zinsen, große Nachfrage und knappes Angebot – das waren auch 2020 die maßgeblichen Faktoren auf dem Immobilienmarkt, welcher sich von der Corona-Krise nur wenig beeindruckt zeigt. Pandemiebedingt mussten die Menschen im Jahr 2020 viel Zeit zu Hause verbringen und so liege es nahe, sich Gedanken über die eigenen vier Wände zu machen und auch mögliche Verbesserungen ins Auge zu fassen, analysiert die Sparda Bank. Viele Interessenten, die sich im vergangenen Jahr auf dem Wohnungsmarkt umgesehen haben, hat erst die Pandemie zum Handeln veranlasst und die Nachfrage reißt nicht ab. Ein Kauf in der Stadt Augsburg schlägt mit durchschnittlich 4.423 Euro pro Quadratmeter zu Buche, im direkten Umland jedoch nur mit 3.315 Euro. Wohneigentum ist also im Umland derzeit noch um 25 Prozent günstiger. Aber hohe Preise in den großen Städten und Ballungsgebieten ziehen auch das Umland mit: Während sich die Preise aller Landkreise im Vergleich zu den vergangenen Jahren ausnahmslos gesteigert haben, ist der Landkreis Augsburg mit der größten Preissteigerung von 24,6 Prozent seit 2017 der absolute Spitzenreiter. Die Preisdynamik der Region liegt über dem deutschen Bundesdurchschnitt. In allen Regionen des Geschäftsbereichs sind die Preise seit 2005 deutlich gestiegen, durchschnittlich um 90,4 Prozent. Vergleicht man dies mit dem deutschen Durchschnitt von 75,3 Prozent hat sich Bayerisch-Schwaben besonders dynamisch entwickelt - in 9 der 14 Regionen war der Preisanstieg sogar höher als im Bundesdurchschnitt.

Wohnen auf dem Land wird beliebter

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In den Städten Augsburg, Kempten und Kaufbeuren haben sich die Preise seit 2005 sogar mehr als verdoppelt. Der direkt an die Stadt Augsburg angrenzende Landkreis Aichach-Friedberg hat seit 2005 die höchsten Preissteigerungen aller Landkreise des Geschäftsbereichs erfahren, nämlich 90,7 Prozent. Wer darüber nachdenkt, lieber ins Grüne zu ziehen, sollte sich laut Einschätzung der Sparda Bank Augsburg nicht zu lange Zeit lassen. Der Wohnraum im Stadtgebiet ist unterdessen knapp und auch durchaus teuer. Die Bevölkerung suche zunehmend Wohnraum im direkten Umland und nehme dafür auch das tägliche Pendeln zur Arbeitsstelle in Kauf. Doch gerade in der Pandemie wachsen Wohnträume, resümiert das Kreditinstitut. Dazu zähle auch der Wunsch nach mehr Wohnraum drinnen wie draußen – und so zieht es viele für das Wohneigentum aufs Land. In der Folge pendeln täglich 75.000 Beschäftigte nach Augsburg. Beinahe die Häkfte davon kommen aus dem Landkreis Augsburg. Auch der Landkreis Aichach-Friedberg ist ein beliebter Wohnort für Pendler. Fast 14.000 Beschäftigte pendeln von hier in die Fuggerstadt. Für eine eigene Immobilie zahlt man hier mit 3.474 Euro je Quadratmeter mehr als im Landkreis Augsburg, die Preissteigerung war in den letzten drei Jahren jedoch etwas geringer.

Hier muss am meisten für Wohnraum investiert werden

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In der Stadt Augsburg gelten laut der Studie der Sparda Bank Augsburg lediglich 80 Quadratmeter Wohnfläche als erschwinglich. Die Kosten für eine Immobilie betragen im deutschen Durchschnitt 354.000 Euro. Das entspricht 7,4 Jahreshaushaltseinkommen (netto). Immobilien, deren Kaufpreis dem durchschnittlichen Investitionsvolumen entsprechen, gelten als erschwinglich. In Deutschland ist für 354.000 € eine durchschnittliche Wohnfläche von 132 Quadratmeter erhältlich. Betrachtet man nun die Region Augsburg, muss man um die Wohnfläche von 132 Quadratmeter zu erwerben, sogar 8,3 Jahreshaushaltseinkommen ausgeben - im bayerischen Durchschnitt sind es sogar 9,3. In der Stadt Augsburg muss dabei zweifellos am meisten investiert werden: Etwa 13,5 Jahreshaushaltseinkommen werden für Wohneigentum fällig.

So reagiert die Sparda Bank Augsburg auf den Immobilienmarkt

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Auch in der Bankenlandschaft gehen die Veränderungen des Immobilienmarktes nicht spurlos vorüber: die Baufinanzierung sei derzeit laut einer Mitteilung der Sparda Bank Augsburg das beliebteste Angebot für die Kunden. „Selbstverständlich bemerken wir eine rasant wachsende Nachfrage nach Immobilienfinanzierungen. Neben der anhaltenden Niedrigzinsphase und der Pandemie, mit der wir nun schon seit über einem Jahr leben müssen, ist sicherlich die Entwicklung des regionalen Wohnmarktes ein treibender Faktor für die starke Nachfrage“, erklärt Vorstandsvorsitzender Peter Noppinger. Um dieser Nachfrage gerecht zu werden, möchte die Sparda-Bank Augsburg eG einen verstärkte Fokus auf Beratung legen. Sie setzt, laut Eigenaussage, deshalb auf hauseigene Baufinanzierungsberatern sowie Kooperationspartnern wie die DEVK Versicherungen und die Bausparkasse Schwäbisch Hall. Auch die Immobilienvermittlung soll künftig stärker fokussiert werden. Unterdessen wurde die Bank mehrfach  durch den Kundenmonitor Deutschland ausgezeichnet. „Wir sind dort seit zwei Jahrzehnten in Folge die Bankengruppe mit den zufriedensten Kunden - und das soll auch so bleiben!", sagt Vorstandsvorsitzender Noppinger.

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Wie sieht der Immobilienmarkt in Bayerisch-Schwaben aus? Dieser Frage ging jetzt die Sparda Bank Augsburg nach. Die Sparda-Studie „Wohnen in Deutschland“ des Verbands der Sparda-Banken e.V. wird jährlich in Zusammenarbeit mit dem Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) und seiner Beratungsgesellschaft (IW Consult) veröffentlicht. Vor diesem Hintergrund hat das Vorstandstrio der Sparda-Bank Augsburg mit dem Vorsitzenden Peter Noppinger, seinem Stellvertreter Ralph Puschner und IT-Vorstand Peter Lachenmayr das Institut nun erstmalig beauftragt, spezifisch den Immobilienmarkt des Geschäftsgebiets zu untersuchen. Die Ergebnisse wurden nun in einer regionalen Studie aufbereitet.

So entwickelt sich die Nachfrage

Das sind die Ergebnisse der Studie: Niedrige Zinsen, große Nachfrage und knappes Angebot – das waren auch 2020 die maßgeblichen Faktoren auf dem Immobilienmarkt, welcher sich von der Corona-Krise nur wenig beeindruckt zeigt. Pandemiebedingt mussten die Menschen im Jahr 2020 viel Zeit zu Hause verbringen und so liege es nahe, sich Gedanken über die eigenen vier Wände zu machen und auch mögliche Verbesserungen ins Auge zu fassen, analysiert die Sparda Bank. Viele Interessenten, die sich im vergangenen Jahr auf dem Wohnungsmarkt umgesehen haben, hat erst die Pandemie zum Handeln veranlasst und die Nachfrage reißt nicht ab. Ein Kauf in der Stadt Augsburg schlägt mit durchschnittlich 4.423 Euro pro Quadratmeter zu Buche, im direkten Umland jedoch nur mit 3.315 Euro. Wohneigentum ist also im Umland derzeit noch um 25 Prozent günstiger. Aber hohe Preise in den großen Städten und Ballungsgebieten ziehen auch das Umland mit: Während sich die Preise aller Landkreise im Vergleich zu den vergangenen Jahren ausnahmslos gesteigert haben, ist der Landkreis Augsburg mit der größten Preissteigerung von 24,6 Prozent seit 2017 der absolute Spitzenreiter. Die Preisdynamik der Region liegt über dem deutschen Bundesdurchschnitt. In allen Regionen des Geschäftsbereichs sind die Preise seit 2005 deutlich gestiegen, durchschnittlich um 90,4 Prozent. Vergleicht man dies mit dem deutschen Durchschnitt von 75,3 Prozent hat sich Bayerisch-Schwaben besonders dynamisch entwickelt - in 9 der 14 Regionen war der Preisanstieg sogar höher als im Bundesdurchschnitt.

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Hier muss am meisten für Wohnraum investiert werden

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