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Neuer Eigentümer für Rudolf Wöhrl AG gefunden
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Insolvenz in Eigen-Verwaltung

Neuer Eigentümer für Rudolf Wöhrl AG gefunden

Die Wöhrl-Filiale in Augsburg bleibt geöffnet. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN

Zum 1. März 2017 soll die Rudolf Wöhrl AG an den Enkel des Gründers übergeben werden. Das Unternehmen will den bisher eingeschlagenen, strategischen Kurs mit Christian Greiner weiter fortsetzen. Auch in Augsburg hat Wöhrl einen Standort.

Im September 2016 wurde das Schutzschirm-Verfahren für die Rudolf Wöhrl AG eröffnet. Derzeit wird davon ausgegangen, dass das Unternehmen 95 Prozent aller rund 2.300 Arbeitsplätze vor dem Zeitpunkt der Insolvenz erhalten kann. Circa 70 bis 80 Stellen werden demzufolge abgebaut. Bundesweit hatte sich das Unternehmen von vier Standorten getrennt. Viele der betroffenen Mitarbeiter konnten in anderen Filialen unterkommen. Aus heutiger Sicht sollen keine weiteren Wöhrl-Filialen geschlossen werden

Wöhrl eröffnete Schutzschirm-Verfahren im September 2016

Die Rudolf Wöhrl AG befindet sich seit dem 1. Dezember 2016 in einem Insolvenz-Verfahren in Eigen-Verwaltung. Gleiches gilt für ihre 100-prozentigen Tochter-Gesellschaft, Rudolf Wöhrl, das Haus der Markenkleidung, Nürnberg. Dem aktuellen Verhandlungs-Ergebnis stimmten beide Gläubiger-Versammlungen heute einstimmig zu. Nun wird der Insolvenz-Plan für beide Gesellschaften fertiggestellt. Anschließend müssen die Gläubiger diesem noch bei Gericht zustimmen. Zum 1. März 2017 soll die Rudolf Wöhrl AG dann auf Christian Greiner übergehen. Die rechtliche Übergabe dauert wahrscheinlich bis Ende März, Anfang April dieses Jahres.

Künftiger Eigentümer wird keine aktive Rolle bei Wöhrl einnehmen

Greiner ist seit 2011 Vorstand für Einkauf, Verkauf und Marketing beim Münchner Modehandels-Unternehmen Ludwig Beck AG. Derzeit ist nicht geplant, dass er dieses Amt aufgibt. In der Rudolf Wöhrl AG wird er keine aktive Rolle einnehmen. Im Gespräch ist derzeit, dass Greiner ein Amt im Aufsichtsrat von Wöhrl übernimmt. Andreas E. Mach, seit 5. September 2016 Vorsitzender des Vorstands, soll sein Amt auch nach dem Eigentümer-Wechsel weiterführen. Restrukturierungs-Vorstand Dr. Christian Gerloff wird nach Abschluss des Insolvenz-Verfahrens wieder aus dem Vorstand aussteigen. 

Darauf haben sich der neue Eigentümer und die Rudolf Wöhrl AG geeinigt

Christian Greiner soll 100 Prozent der Aktien der Rudolf Wöhrl AG übernehmen. Die strategische Neuausrichtung will Wöhrl weiterführen. So sollen das Mode-Sortiment verbessert, die Kunden-Bindung gestärkt, das Multichannel-Geschäft ausgebaut und die Effizienz gesteigert werden. Auch ein Engagement im Online-Bereich ist möglich, jedoch nicht aktuell. Insgesamt wird ein mittlerer zweistelliger Millionen-Betrag in das Unternehmen investiert. Über die genaue Summe macht Insolvenzverwalter Frank Elsner keine Angaben.

„Enkel-Lösung“ findet nicht statt

Auch wenn die Kaufpreis-Zahlung ohne diesen Schritt garantiert ist: Es ist geplant, dass Christian Greiner Co-Investoren in die Rudolf Wöhrl AG aufnimmt. So könnten künftig beispielsweise weitere Mitglieder der Familie Wöhrl in das Unternehmen einsteigen. Indes ist die zuletzt viel diskutierte „Enkel-Lösung“, nach der alle Enkel des Gründers das Unternehmen übernehmen, vom Tisch: Eine gemeinsame Lösung mit allen sieben Enkeln an Bord zu finden, war nicht möglich gewesen. Deshalb hatte Christian Greiner schließlich alleine gehandelt. Neben Greiner hatte es zuletzt noch zwei andere, strategische Bieter gegeben. Das für die Gläubiger bessere Angebot war von Greiner gekommen.

Christian Greiner ist bei Wöhrl ein bekanntes Gesicht

„Unser oberstes Ziel war stets, das Unternehmen Wöhrl als Ganzes zu erhalten – wir sind auf gutem Weg, dies zu erreichen. Mit Christian Greiner bekäme Wöhrl einen langfristig orientierten Branchenkenner als Gesellschafter. Er kennt das Unternehmen bereits gut und hat seine Kompetenzen an der Spitze von Ludwig Beck, aber auch vor Jahren bei Wöhrl, mit der Entwicklung des Young Fashion Konzepts U1 unter Beweis gestellt“, so Andreas E. Mach.

Lösung „im besten wirtschaftlichen Interesse von Wöhrl“

Dr. Christian Gerloff, Restrukturierungs-Vorstand der Rudolf Wöhrl AG, erklärt: „Die mit dem Käufer geschlossene Investitions-Vereinbarung ist im besten wirtschaftlichen Interesse von Wöhrl, seiner Mitarbeiter und Kunden, aber auch der Gläubiger. Sie eröffnet dem Unternehmen eine gute Perspektive und bietet zugleich den Gläubigern eine Befriedigungs-Quote auf ihre Forderungen, die deutlich über dem Durchschnitt bei Insolvenz-Verfahren in Deutschland liegt.“

Wöhrl und SinnLeffers gehen getrennte Wege

Auch die Modekette SinnLeffers hatte Ende 2016 einen Antrag auf Insolvenz in Eigen-Verwaltung gestellt. Hierbei handelt es sich um einen eigenen Insolvenz-Prozess, der den der Rudolf Wöhrl AG nicht tangiert. Insofern bedeutet dies auch, dass sich beide Unternehmen voneinander trennen werden.

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