Stadt Augsburg

Wird die Fuggerstadt zur Biostadt? Augsburg setzt sich hohe Ziele

Darmstadt, Nürnberg, Augbsurg, München und Freiburg unterzeichnen Kooperations-Vereinbarung. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN

Mit Bildergalerie: Fugger-, Renaissance-, und Friedensstadt. Es gibt viele Namen für die einstige Weltstadt Augsburg. Jetzt will sich diese ein weiteres Label verpassen: Bio-Stadt heißt das Ziel. Dazu kooperiert Augsburg mit Gleichgesinnten aus der ganzen Bundesrepublik.

von Iris Zeilnhofer, Online-Redaktion

„Das Thema liegt der Stadt Augsburg am Herzen“, leitete Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl gestern das Gründungstreffen des Netzwerkes der deutschen Bio-Städte ein. Zusammen mit den Bürgermeistern aus Bremen, Darmstadt, Freiburg, München und Nürnberg unterzeichnete der OB eine entsprechende Kooperations-Vereinbarung.

Die Bio-Branche wächst: Die Nachfrage ist enorm

Ziel ist es, im Rahmen der Wirtschaftsförderung die Bio-Branche zu vernetzen, die regionale Wertschöpfungskette zu stärken und weiter Arbeitsplätze zu schaffen. Schließlich gibt es „keinen anderen deutschen Wirtschaftssektor, der solche Wachstumsentwicklungen vorweisen kann“, wie Gastredner Prof. Dr. Franz-Theo Gottwald von der Schweinsfurth Stiftung aufzeigte. Der Umsatz stieg von 2001 bis 2014 auf jährlich rund 7,5 Milliarden Euro an.

Preisunterschied für Bio-Lebensmittel in Kitas ist überschaubar

Konkret planen die Netzwerkpartner, sich für mehr Bio-Lebensmittel bei öffentlichen Einrichtungen, Veranstaltungen und Märkten einzusetzen. Insbesondere bei der Essensversorgung von Kindern und Jugendlichen wollen die Städte eingreifen. Das der Mehraufwand für Bio nicht so hoch ist, wie manch einer denken mag, erklärte Bürgermeister Jose Schmid aus München. Die Kosten um in einer Kita auf 100 Prozent Bio umzustellen, würden lediglich 34 Cent mehr pro Hauptmahlzeit kosten. Der Nürnberger Christkindlesmarkt glänze bereits mit über 50 Prozent Bio an den Ständen, zeigte sich Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly stolz. Das bestätigt auch die Worte von Prof. Dr. Gottwald: „Der Markt ist da und entwickelt sich rasant.“

Netzwerk umfasst 12 Städte

Auch ohne formelle Unterschrift, engagieren sich viele Städte in Deutschland aktive am Thema Bio. Dabei sind auch die Hansestadt Hamburg, Heidelberg, Ingoldstadt, Karlsruhe, Lauf, und Witzenhausen. Insgesamt arbeiten 12 Städte im Bio-Städte Netzwerk. Neben dem Erfahrungsaustausch wollen sie sich gegenseitig anspornen, nicht locker zu lassen. Die Stadt Augsburg wurde beispielsweise vor drei Jahren als „Nachhaltigste Großstadt Deutschlands 2013“ ausgezeichnet. Daran möchte Augsburg durch das Netzwerk weiter arbeiten.

Die Bilder zum Gründungstreffen des Netzwerkes finden Sie hier.

Augsburg tritt Bio-Städte Netzwerk bei
Darmstadt, Nürnberg, Augbsurg, München und Freiburg unterzeichnen Kooperations-Vereinbarung. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
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„Das Thema liegt der Stadt Augsburg am Herzen“, leitete Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl gestern das Gründungstreffen des Netzwerkes der deutschen Bio-Städte ein. Zusammen mit den Bürgermeistern aus Bremen, Darmstadt, Freiburg, München und Nürnberg unterzeichnete der OB eine entsprechende Kooperations-Vereinbarung.

Die Bio-Branche wächst: Die Nachfrage ist enorm

Ziel ist es, im Rahmen der Wirtschaftsförderung die Bio-Branche zu vernetzen, die regionale Wertschöpfungskette zu stärken und weiter Arbeitsplätze zu schaffen. Schließlich gibt es „keinen anderen deutschen Wirtschaftssektor, der solche Wachstumsentwicklungen vorweisen kann“, wie Gastredner Prof. Dr. Franz-Theo Gottwald von der Schweinsfurth Stiftung aufzeigte. Der Umsatz stieg von 2001 bis 2014 auf jährlich rund 7,5 Milliarden Euro an.

Preisunterschied für Bio-Lebensmittel in Kitas ist überschaubar

Konkret planen die Netzwerkpartner, sich für mehr Bio-Lebensmittel bei öffentlichen Einrichtungen, Veranstaltungen und Märkten einzusetzen. Insbesondere bei der Essensversorgung von Kindern und Jugendlichen wollen die Städte eingreifen. Das der Mehraufwand für Bio nicht so hoch ist, wie manch einer denken mag, erklärte Bürgermeister Jose Schmid aus München. Die Kosten um in einer Kita auf 100 Prozent Bio umzustellen, würden lediglich 34 Cent mehr pro Hauptmahlzeit kosten. Der Nürnberger Christkindlesmarkt glänze bereits mit über 50 Prozent Bio an den Ständen, zeigte sich Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly stolz. Das bestätigt auch die Worte von Prof. Dr. Gottwald: „Der Markt ist da und entwickelt sich rasant.“

Netzwerk umfasst 12 Städte

Auch ohne formelle Unterschrift, engagieren sich viele Städte in Deutschland aktive am Thema Bio. Dabei sind auch die Hansestadt Hamburg, Heidelberg, Ingoldstadt, Karlsruhe, Lauf, und Witzenhausen. Insgesamt arbeiten 12 Städte im Bio-Städte Netzwerk. Neben dem Erfahrungsaustausch wollen sie sich gegenseitig anspornen, nicht locker zu lassen. Die Stadt Augsburg wurde beispielsweise vor drei Jahren als „Nachhaltigste Großstadt Deutschlands 2013“ ausgezeichnet. Daran möchte Augsburg durch das Netzwerk weiter arbeiten.

Die Bilder zum Gründungstreffen des Netzwerkes finden Sie hier.

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