35-jähriges Bestehen

Wie seele aus Gersthofen zum Weltkonzern wurde

Die in Gersthofen ansässige seele GmbH ist längst in den Olymp der Fassaden-Bauer aufgenommen worden. Das weltweit agierende Unternehmen feiert dieses Jahr sein 35-jähriges Bestehen. Ein Überblick über die herausragendsten Projekte.

Im Jahr 1984 wurde der Fassadenbauspezialist seele mit Sitz in Gersthofen von Glasermeister Gerhard Seele und Stahlbau-Konstrukteur Siegfried Gossner gegründet. Das Unternehmen wuchs stetig. „Mit der gemeinsamen Firma wollten wir die Gewerke Glas und Stahl zusammenbringen, um Projekte aus einer Hand anzubieten“, sagt Gossner. „Das gab es damals in dieser Form nicht.“

Nachfrage nach Glas und Stahl schon in Gründungsjahren groß

Die beiden Geschäftsführer entwickelten nach der Unternehmensgründung 1984 schnell eigene Patente im Glasdach- und Fassadenbau. Bereits Ende des ersten Geschäftsjahres war das Unternehmen bereits auf knapp 40 Mitarbeiter angewachsen. In den folgenden Jahren folgte die Realisierung von regionalen Projekten, wie dem Rathaus in Neusäß (1988) oder verschiedene Stahl-Glas-Konstruktionen für den Augsburger Zoo.

Über das weitere Wachstum und die globale Expansion

Das Unternehmen wächst weiter. 10 Jahre nach der Gründung waren hier bereits 240 Mitarbeiter eingestellt. Einige von ihnen sind auch noch heute bei seele tätig.

„Ich war von Anfang an dabei und konnte hautnah miterleben, wie das Unternehmen stetig gewachsen ist und international an Bedeutung gewonnen hat. Von Gersthofen aus hatte ich als gelernter technischer Zeichner, und nun als Senior Design Manager, in all den Jahren die Möglichkeit an außergewöhnlichen Projekten von namenhaften Architekten mitzuarbeiten“, so Günther Mayer.

In den 90er Jahren wurden Projekte wie der Flughafen München, die Staatskanzlei München, das Designzentrum Linz oder die Neue Messe Leipzig realisiert.

Ab 1994 expandiert die seele GmbH dann global. Neue Standorte in Österreich, Frankreich, Großbritannien, Hongkong und Singapur werden geschaffen. Wenig später folgten dann USA, der Mittlere Osten und 1996 der Aufbau der eigenen Stahlbau-Fertigung in der Tschechischen Republik. Mittlerweile unterhält das Unternehmen 15 Niederlassungen, erwirtschaftet 250 Millionen Euro pro Jahr.

Einstieg ins Produktgeschäft

2007 stieg seele dann mit der Gründung der eigenständigen Firma sedak ins Produktgeschäft ein. Die Firma stellt übergroße Isolier- und Sicherheitsgläser in serieller Fertigung her. Für den Apple Campus 2 lieferte sedak 2016 beispielsweise 2.500 Glasscheiben. 2013 erfolgte die Gründung eines weiteren Unternehmens im Produktgeschäft. Der Bauelemente-Hersteller iconic skin bietet modulare, wärmegedämmte Produkte an. 

Das sind die wohl renommiertesten seele-Projekte

Den ersten großen Auftrag im Raum Asien landete das Unternehmen 1998 mit dem Hongkong Airport. Hier montierte seele eine rund 10.000 Quadratmeter große Vorhangfassade. Doch auch das Maximilianmuseum in Augsburg zählt zu den seele-Prestige-Projekten. Die selbsttragende Überkopfverglasung in Tonnenform ist mit ihren 7 Kilogramm Stahl pro Quadratmeter vergleichsweise leicht.

Internationale Reputation erhielt seele aber durch die Zusammenarbeit mit Apple. Die Ganzglas-Konstruktion des Apple-Glaswürfels an der 5th Avenue in New York stammt ebenfalls von der Gersthofer Firma. Der endgültige Ritterschlag wurde seele 2015 verliehen, als Apple-CEO Tim Cook das Unternehmen in Gersthofen besuchte.

„Neue Herausforderungen, die nicht jeder wagt, ziehen uns an, und wir können bei der Lösungsfindung auf hervorragende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zählen, die jeden Tag die Zukunft unseres Unternehmens mitgestalten“, sagt Gerhard Seele. 

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Nachfrage nach Glas und Stahl schon in Gründungsjahren groß

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„Ich war von Anfang an dabei und konnte hautnah miterleben, wie das Unternehmen stetig gewachsen ist und international an Bedeutung gewonnen hat. Von Gersthofen aus hatte ich als gelernter technischer Zeichner, und nun als Senior Design Manager, in all den Jahren die Möglichkeit an außergewöhnlichen Projekten von namenhaften Architekten mitzuarbeiten“, so Günther Mayer.

In den 90er Jahren wurden Projekte wie der Flughafen München, die Staatskanzlei München, das Designzentrum Linz oder die Neue Messe Leipzig realisiert.

Ab 1994 expandiert die seele GmbH dann global. Neue Standorte in Österreich, Frankreich, Großbritannien, Hongkong und Singapur werden geschaffen. Wenig später folgten dann USA, der Mittlere Osten und 1996 der Aufbau der eigenen Stahlbau-Fertigung in der Tschechischen Republik. Mittlerweile unterhält das Unternehmen 15 Niederlassungen, erwirtschaftet 250 Millionen Euro pro Jahr.

Einstieg ins Produktgeschäft

2007 stieg seele dann mit der Gründung der eigenständigen Firma sedak ins Produktgeschäft ein. Die Firma stellt übergroße Isolier- und Sicherheitsgläser in serieller Fertigung her. Für den Apple Campus 2 lieferte sedak 2016 beispielsweise 2.500 Glasscheiben. 2013 erfolgte die Gründung eines weiteren Unternehmens im Produktgeschäft. Der Bauelemente-Hersteller iconic skin bietet modulare, wärmegedämmte Produkte an. 

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Internationale Reputation erhielt seele aber durch die Zusammenarbeit mit Apple. Die Ganzglas-Konstruktion des Apple-Glaswürfels an der 5th Avenue in New York stammt ebenfalls von der Gersthofer Firma. Der endgültige Ritterschlag wurde seele 2015 verliehen, als Apple-CEO Tim Cook das Unternehmen in Gersthofen besuchte.

„Neue Herausforderungen, die nicht jeder wagt, ziehen uns an, und wir können bei der Lösungsfindung auf hervorragende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zählen, die jeden Tag die Zukunft unseres Unternehmens mitgestalten“, sagt Gerhard Seele. 

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