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Weltbild-Insolvenz - was heißt das für Unternehmer?
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Kommentar von Wolfgang Braunmüller

Weltbild-Insolvenz - was heißt das für Unternehmer?

Geschäftsführer Wolfgang Braunmüller; Foto: AUGUSTA Personaldienstleistungen

Nach Walter Bau im Februar 2005 und manroland  im Februar 2012 ist nun der dritte Konzern aus Augsburg in der Insolvenz. Augsburg blutet langsam aus, was Konzerne angeht. Leider ist bei Weltbild die Kirche sehr stark in die Kritik geraten und das zu Recht, wie ich meine. 

Es stellt sich die Frage, ob hier die Kirchengesellschafter ihrer Verantwortung als fürsorglicher Arbeitgeber und auch Unternehmer wirklich gerecht werden? Gerade die Kirchenvertreter sind doch die Hüter der Ethikgrundsätze. In diesem Fall steht aber bei den Kirchenmännern doch das liebe Geld an erster Stelle. Da nimmt man den Arbeitsplatzverlust von über 6.000 Arbeitnehmern schon mal in Kauf. Ich habe einigen Vorträgen von Vertretern der Kirche,  die an weltliche Unternehmer gerichtet waren, zugehört und einige pauschale Moralpredigten bekommen. Gegenstand der Ethik ist die Moral und die ist nicht mehr sehr hoch, spätestens dann nicht, wenn es ums Geld geht. „Man müsse sich halt auch den Marktgesetzen beugen“, war eine Aussage, die ich von einem für Weltbild verantwortlichen Kirchenvertreter bekommen habe. Wenn man einmal bilanziert, wurden über viele Jahre auch schöne Gewinne von den Gesellschaftern eingefahren. Es wurde zwar darüber diskutiert, ob das Sortiment, das angeboten wird, zum Gesellschafter passt, aber wenn sich damit  Geld verdienen lässt, dann soll es recht sein!

Jetzt wäre der richtige Zeitpunkt gewesen, moralisch zu handeln und unternehmerische Verantwortung  zu übernehmen.  Eines ist ja wohl offensichtlich: Hier wurde versäumt, das Unternehmen rechtzeitig  fit für die Zukunft  zu machen. Wie kann es sonst sein, dass Konzerne wie Amazon im selben Markt immer mehr Marktanteile bekommen. Offensichtlich glaubt die Kirche  nicht mehr an ihr Unternehmen.

Die Aussage von Herrn Kardinal Marx, man wolle nicht noch mehr Kirchensteuer verschwenden, trifft jeden Kleinunternehmer ins Mark. Ein ethisch handelnder Unternehmer, kann nicht Gewinne einfahren und das unternehmerische Risiko auf die Arbeitnehmer abwälzen.  Jeder Unternehmer  muss  für  seine Fehlentscheidungen mit seinem Hab und Gut haften. Dabei haben diese Menschen  immer noch mehr ethische Verantwortung für ihre  Mitarbeiter und ihr Unternehmen, als es die Kirche hat.

Ich sehe heute schon die Verwunderung der Kirche, wenn - wie bei der Geschichte in Limburg - die Menschen in hoher Zahl aus der Kirche flüchten.

Mich würde es nicht wundern.

Wolfgang Braunmüller
Geschäftsführer Augusta Personaldienstleistungen GmbH

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