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Weltbild Sanierung: 656 Mitarbeiter betroffen
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Verlagsgruppe Weltbild

Weltbild Sanierung: 656 Mitarbeiter betroffen

Weltbild Verlag in Augsburg. Foto: B4B SCHWABEN

Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz stellte am 20.3.2014 den Sanierungsplan für den angeschlagenen Weltbild Verlag vor. Das Überleben der Verlagsgruppe fordert tiefgreifende Veränderungen. Beim Personal und dem Filialnetz soll der Rotstift angesetzt werden.

von Sandra Hinzmann, Online-Redaktion

Geiwitz machte unmissverständlich deutlich, dass es bei Weltbild mit rund 100 Millionen Euro Verlust im letzten Jahr nicht mit „ein wenig Kosmetik“ getan sei, sondern dass es ums Überleben gehe. Im Rahmen einer Betriebsversammlung, wurden die Mitarbeiter über die Zukunft des Unternehmens informiert. Der Insolvenzverwalter wird die Eröffnung des Insolvenzverfahrens zum April beim Amtsgericht Augsburg beantragen. Daher heißt es nun schnell Handeln, um weitere Verluste zu vermeiden.

Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft für Mitarbeiter

Die personellen Umstrukturierungen betreffen Weltbild-Angestellte in den Bereichen Verwaltung und Logistik. Statt einer Kündigung sollen die 656 Mitarbeiter das Angebot bekommen, in eine Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft einzutreten. Damit sollen die Beschäftigten für ihren weiteren Weg möglichst gute Unterstützung und Hilfe erhalten, so die Vereinbarung mit dem Betriebsrat und der Gewerkschaft ver.di.

Die Mitarbeiter erhalten in der Transfergesellschaft bis zu einem Jahr, unter Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld, eine Aufstockung auf 85 Prozent ihrer bisherigen Nettoeinkommen. Zusätzlich werden Weiterbildungs- und Vermittlungsmaßnahmen zur Verfügung gestellt. Durch den Wechsel sollen die betroffenen Mitarbeiter vor der Arbeitslosigkeit bewahrt werden und behalten sämtliche Sozialleistungsansprüche. „Laufzeit und Entgeltzahlungen sind außergewöhnlich hoch“, hieß es in der Erklärung des Unternehmens. Ermöglicht würde dies durch das finanzielle Engagement der Gesellschafter der Verlagsgruppe Weltbild, also der katholischen Kirche.

Auch Weltbild Filialen werden weniger

Das Angebot von Weltbild als Multichannel-Anbieter mit Online- und Filialgeschäft soll insgesamt beibehalten werden. Neben den personellen Umstrukturierungen müsse man jedoch auch hier den Rotstift ansetzen. Die Sanierung dieses Vertriebsstrangs erfolgt  innerhalb des eigenen Schutzschirmverfahrens, das im Zuge der Abspaltung von Hugendubel Ende Februar 2014 eingeleitet wurde. Mit Entscheidungen zu den Filial-Standorten wird frühestens Ende April 2014 gerechnet. Im Multichannel-Ansatz spiele das Filialnetz jedoch weiterhin eine wichtige Rolle. „Die Nachfrage der Kunden muss das Angebot bestimmen, nicht umgekehrt“, sagt Geiwitz. „Das neue Weltbild muss ebenso so schnell und flexibel, wie auch weltoffen und wettbewerbsfähig sein.“ Der Ausbau der digitalen Angebote einschließlich des im Markt sehr erfolgreichen eBook-Lesegeräts „tolino“ bleibt weiter zentral und ist ein wichtiger Teil des Zukunftspakets.

Weltbild braucht einen Investor

Neben den Umstrukturierungen spielt die finanzielle Basis zur Wirtschaftlichkeit für den Erhalt von Weltbild eine tragende Rolle. Laut Geiwitz sei dafür der Einstieg eines Investors unumgänglich. Mehrere unverbindliche Investoren-Angebote seien inzwischen eingegangen. Diese seien hinsichtlich Art und Umfang sehr unterschiedlich, sagte der Sanierungsexperte. Nun würden die eigentlichen Verhandlungen beginnen. „Ich bin nach der Sichtung der unverbindlichen Angebote zwar vorsichtig optimistisch, das Ergebnis eines Investorenprozesses ist bis zum endgültigen Abschluss aber immer völlig offen.“

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