Startup-Interview

Webworker aus Augsburg: Vom Hobby zur 30-Mann-Agentur

Volker Rill hat vor acht Jahren die Agentur Webworker in Augsburg gegründet. Was als Hobby begann, ist zu einem Wachstums-Unternehmen mit 30 Mitarbeitern geworden. Wir haben bei ihm nachgefragt, welche Hürden er meistern musste und wieso er seinen zweiten Standort im Allgäu aufbaut.

B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Wann entstand die Idee, eine eigene Digitalagentur zu gründen? Und wie kam es dann dazu?

Volker Rill: Während meiner Schulzeit brachte ich mir bereits das Programmieren selbst bei, wobei es sich anfangs eher um Hobby-Projekte handelte. Daraus wurden bereits 2009 recht schnell interaktive JavaScript Webanwendungen, die B2B Prozesse und Kommunikation digital vereinfachen. Als Erweiterung meines wirtschaftlichen Wissens habe ich mich für ein Wirtschaftsinformatik-Studium entschlossen und 2011 parallel dazu Webworker gegründet. Was zunächst mit wenigen Leuten in einem guten Netzwerk begann, wuchs über die Jahre hinweg zur heutigen Webworker Digitalagentur, bei der wir stolz sind, ein über 30-köpfiges Team zu haben.

Was steckt hinter Ihrem Geschäftsmodell OMI?

Es ist nicht wirklich ein Geschäftsmodell sondern vielmehr ein Produkt, eine Software-Lösung. Wir haben bereits mehrere Kundenportale, Dashboards, Cockpits und so weiter für Kunden gebaut, die zentral Daten bündeln, auswerten, bearbeiten – alles in allem einen zentralen Datenpunkt zwischen diversen Plattformen ermöglichen. Wir sind am wachsen und arbeiten daran OMI (was zwischenzeitlich ein recht veralteter Arbeitstitel dafür ist) immer noch einfacher gestalten zu können und noch schneller für Neukunden ausrollbar zu machen.

Was waren bis jetzt die größten Hürden, die es zu meistern galt?

Jeden Tag gibt es neue Herausforderungen, kein Tag ist wie der andere. Das macht es auch so spannend und interessant in so einer schnelllebigen Branche zu arbeiten und sich mit Digitalisierung zu beschäftigen. Es gibt aber auch Herausforderungen, die aus unserem schnellen Wachstum hervorgehen. So zum Beispiel die Umzüge, weil die Büroräumlichkeiten zu klein geworden sind. Ich finde es toll, sich hier über Ansätze und Lösungsmöglichkeiten mit anderen Geschäftsführern auszutauschen und gegenseitig von Erfahrungen zu profitieren.

Wieso haben Sie sich als zweiten Standort für das Allgäu entschieden?

Es gab viele Gründe! Das Allgäu ist eine Region, in der es viele Fachkräfte gibt, die auf der Suche nach innovativen Arbeitgebern sind. Es gibt viele spannende potentielle Kunden, die aktuell mit Agenturen beispielsweise in München, Hamburg oder Köln zusammenarbeiten und sicherlich an einer größeren Agentur vor Ort interessiert sind. Die Entfernung zu dem Hauptstandort in Augsburg sollte nicht zu groß sein, da es trotz unserer täglichen virtuellen Meetings manchmal doch einfacher und persönlicher ist, vor Ort zu sein. Abschließend war ein weiterer wichtiger Grund letztendlich auch, dass ich mir privat das Allgäu sehr gut zum Leben vorstellen konnte und dadurch auch bereit war hierher zu ziehen, um den Standort selbst aufzubauen.

Wie bewerten Sie die Gründerszene in Augsburg? Wie unterscheidet sie sich zu der im Allgäu?

Die Gründerszene in Augsburg und dem Allgäu sind beide spitze. Was beide unterscheidet ist ganz einfach die Größe der Städte mit ihren Vor- und Nachteilen. Augsburg ist wesentlich größer, es gibt mehrere Gründerspots für verschiedene Bereiche und Branchen sowie Angebote. Man lernt dabei sehr viele Menschen kennen, aber es ist insgesamt zunächst etwas anonymer. Im Allgäu sind das ein paar weniger Spots, die übersichtlicher sind, man lernt auch viele Leute kennen, trifft diese aber wesentlich öfter auf Veranstaltungen und bei Ereignissen, da es nicht die Vielzahl wie in Augsburg gibt. Ich habe in 2 Jahren Kempten jetzt ähnlich viele und gute Kontakte sowie Beziehungen knüpfen können wie in den letzten 6 Jahren in Augsburg.

Welche Tipps haben Sie für Mittelständler, um sich fit für den digitalen Wandel zu machen?

Ich finde es allgemein wichtig, offen für Neues zu sein, den Mut zu haben etwas auszuprobieren und experimentierfreudig zu sein – oder sich auch einfach mal einen Experten mit ins Boot zu holen. Nicht alles ist für jeden gut, manchmal ist es auch eine Frage wie man es verwendet oder ob man das Mindset in den Menschen ändern kann, die es bedienen sollen.

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B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Wann entstand die Idee, eine eigene Digitalagentur zu gründen? Und wie kam es dann dazu?

Volker Rill: Während meiner Schulzeit brachte ich mir bereits das Programmieren selbst bei, wobei es sich anfangs eher um Hobby-Projekte handelte. Daraus wurden bereits 2009 recht schnell interaktive JavaScript Webanwendungen, die B2B Prozesse und Kommunikation digital vereinfachen. Als Erweiterung meines wirtschaftlichen Wissens habe ich mich für ein Wirtschaftsinformatik-Studium entschlossen und 2011 parallel dazu Webworker gegründet. Was zunächst mit wenigen Leuten in einem guten Netzwerk begann, wuchs über die Jahre hinweg zur heutigen Webworker Digitalagentur, bei der wir stolz sind, ein über 30-köpfiges Team zu haben.

Was steckt hinter Ihrem Geschäftsmodell OMI?

Es ist nicht wirklich ein Geschäftsmodell sondern vielmehr ein Produkt, eine Software-Lösung. Wir haben bereits mehrere Kundenportale, Dashboards, Cockpits und so weiter für Kunden gebaut, die zentral Daten bündeln, auswerten, bearbeiten – alles in allem einen zentralen Datenpunkt zwischen diversen Plattformen ermöglichen. Wir sind am wachsen und arbeiten daran OMI (was zwischenzeitlich ein recht veralteter Arbeitstitel dafür ist) immer noch einfacher gestalten zu können und noch schneller für Neukunden ausrollbar zu machen.

Was waren bis jetzt die größten Hürden, die es zu meistern galt?

Jeden Tag gibt es neue Herausforderungen, kein Tag ist wie der andere. Das macht es auch so spannend und interessant in so einer schnelllebigen Branche zu arbeiten und sich mit Digitalisierung zu beschäftigen. Es gibt aber auch Herausforderungen, die aus unserem schnellen Wachstum hervorgehen. So zum Beispiel die Umzüge, weil die Büroräumlichkeiten zu klein geworden sind. Ich finde es toll, sich hier über Ansätze und Lösungsmöglichkeiten mit anderen Geschäftsführern auszutauschen und gegenseitig von Erfahrungen zu profitieren.

Wieso haben Sie sich als zweiten Standort für das Allgäu entschieden?

Es gab viele Gründe! Das Allgäu ist eine Region, in der es viele Fachkräfte gibt, die auf der Suche nach innovativen Arbeitgebern sind. Es gibt viele spannende potentielle Kunden, die aktuell mit Agenturen beispielsweise in München, Hamburg oder Köln zusammenarbeiten und sicherlich an einer größeren Agentur vor Ort interessiert sind. Die Entfernung zu dem Hauptstandort in Augsburg sollte nicht zu groß sein, da es trotz unserer täglichen virtuellen Meetings manchmal doch einfacher und persönlicher ist, vor Ort zu sein. Abschließend war ein weiterer wichtiger Grund letztendlich auch, dass ich mir privat das Allgäu sehr gut zum Leben vorstellen konnte und dadurch auch bereit war hierher zu ziehen, um den Standort selbst aufzubauen.

Wie bewerten Sie die Gründerszene in Augsburg? Wie unterscheidet sie sich zu der im Allgäu?

Die Gründerszene in Augsburg und dem Allgäu sind beide spitze. Was beide unterscheidet ist ganz einfach die Größe der Städte mit ihren Vor- und Nachteilen. Augsburg ist wesentlich größer, es gibt mehrere Gründerspots für verschiedene Bereiche und Branchen sowie Angebote. Man lernt dabei sehr viele Menschen kennen, aber es ist insgesamt zunächst etwas anonymer. Im Allgäu sind das ein paar weniger Spots, die übersichtlicher sind, man lernt auch viele Leute kennen, trifft diese aber wesentlich öfter auf Veranstaltungen und bei Ereignissen, da es nicht die Vielzahl wie in Augsburg gibt. Ich habe in 2 Jahren Kempten jetzt ähnlich viele und gute Kontakte sowie Beziehungen knüpfen können wie in den letzten 6 Jahren in Augsburg.

Welche Tipps haben Sie für Mittelständler, um sich fit für den digitalen Wandel zu machen?

Ich finde es allgemein wichtig, offen für Neues zu sein, den Mut zu haben etwas auszuprobieren und experimentierfreudig zu sein – oder sich auch einfach mal einen Experten mit ins Boot zu holen. Nicht alles ist für jeden gut, manchmal ist es auch eine Frage wie man es verwendet oder ob man das Mindset in den Menschen ändern kann, die es bedienen sollen.

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