IG Metall Augsburg / OSRAM GmbH / Stadt Augsburg

Was hat OSRAM mit den Werken in Augsburg und Schwabmünchen vor?

Was OSRAM für die Werken in Augsburg und Schwabmünchen plant, bleibt ungewiss. Foto: B4B SCHWABEN

Im Lauf dieser Woche gab OSRAM an, das Lampengeschäft verselbstständigen zu wollen. Seitdem wird in der Öffentlichkeit immer wieder eine Frage laut: Inwieweit sind die Werke in Augsburg und Schwabmünchen von den Umstrukturierungsplänen betroffen? Was OSRAM genau vorhat, hat B4B SCHWABEN mit Roberto Armellini, dem Zweiten Bevollmächtigten und Geschäftsführer der IG Metall Augsburg, diskutiert. Auch Eva Weber, Zweite Bürgermeisterin und Wirtschaftsreferentin der Stadt Augsburg, äußerte sich zu den Veränderungen bei OSRAM.

von Rebecca Weingarten, Online-Redaktion

OSRAM will das Lampengeschäft verselbstständigen. Diese Meldung veröffentlichte das Unternehmen kürzlich. Möglich wäre, dass OSRAM beispielsweise das Werk in Augsburg ausgliedert. Vom Unternehmen selber gibt es zu Details keine Stellungnahme. Roberto Armellini, Zweiter Bevollmächtigter und Geschäftsführer der IG Metall Augsburg, fordert Antworten für die Beschäftigten von OSRAM. Auch Eva Weber, Wirtschaftsreferentin der Stadt Augsburg, nahm zu den Veränderungen bei OSRAM Stellung.

OSRAM: Presseerklärung wirft viele Fragen auf

Nach der Pressemeldung von OSRAM ist zunächst einmal Vieles ungewiss. Denn was das Unternehmen genau vor hat, darüber kann derzeit nur spekuliert werden. Roberto Armellini von der IG Metall Augsburg erklärte: „Wir wurden ebenso überrascht von der Meldung wie die Medienvertreter auch. Für uns stellen sich diesbezüglich erstmal viele Fragen. Welche Strategie verfolgt das Unternehmen damit? Wie sieht der Businessplan dazu aus? Welche finanzielle Ausstattung soll das ‚neue‘ Unternehmen erhalten? Wie geht der begonnene Zukunftsprozess weiter? Gelten unsere Vereinbarungen weiter? Dies ist nur beispielhaft für Fragen die in diesem Zusammenhang von uns kommen.“

IG Metall fordert Antworten für die OSRAM-Beschäftigten

Armellini erklärte, wie die Kommunikation in den nächsten Tagen ablaufen wird. „Nächste Woche wird dazu eine Aufsichtsratssitzung stattfinden. Frühestens nach dieser Sitzung werden die Arbeitnehmer-Vertreter genauer über die Pläne informiert. Dann gilt es, uns die Fragen zu beantworten. All diese Punkte müssen mit und für die Belegschaft beantwortet und gestaltet werden. Sollte OSRAM jedoch die Standorte Augsburg oder Schwabmünchen verkaufen oder einzeln herauslösen wollen, werden wir als IG Metall mit Maßnahmen antworten und nicht nur zuschauen“, betonte Armellini.

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Stadt Augsburg: Veränderungen bei OSRAM werden aufmerksam beobachtet

Eva Weber, Zweite Bürgermeisterin und Wirtschaftsreferentin der Stadt Augsburg, äußerte sich ebenfalls zu den Veränderungen bei OSRAM. Sie versicherte, dass die Stadt die aktuellen Entwicklungen bei OSRAM sehr aufmerksam beobachte. Gleichzeitig betont die Stadt, dass eine fundierte Bewertung der Auswirkungen im Falle einer Änderung der Unternehmensstruktur noch nicht möglich sei. Denn bisher ist nicht klar, inwieweit der Standort Augsburg überhaupt betroffen ist. Auch über Personalveränderungen bei den OSRAM-Werken in der Region sind noch keine stichhaltigen Informationen bekannt.  

Transparenz und Kommunikation sollen die Spannungen lösen

„Was diesen Begleitprozess anbelangt, sehe ich die Stadt in der Tat in der Verantwortung. Eine Verantwortung, der wir auch schon in den letzten Jahren kontinuierlich nachgekommen sind. Es sei aber auch betont, dass die Gesamtverantwortung in unternehmensinternen Händen liegt und eine entsprechende Entscheidungsfindung  ein unternehmensinterner Prozess ist, der sich den städtischen Einflussmöglichkeiten weitgehend entzieht. Von städtischer Seite versuchen wir insbesondere auf eine transparente Kommunikation zwischen allen Beteiligten hinzuwirken und hierfür auch entsprechende Plattformen zur Verfügung zu stellen. Deswegen werden wir – wie bislang schon – die Kontakte zu Geschäftsleitung und zur Arbeitnehmervertretung intensiv weiter führen, um dort wo es möglich ist, unterstützend zu wirken“, so Eva Weber.

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