Regio Augsburg Wirtschaft GmbH

Was die Generation Y von ihren künftigen Chefs erwartet

OB Dr. Kurt Gribl, Andreas Thiel (A³ ) und Philipp Riederle wissen über die Generation Y Bescheid. Foto: B4B SCHWABEN
OB Dr. Kurt Gribl, Andreas Thiel (A³ ) und Philipp Riederle wissen über die Generation Y Bescheid. Foto: B4B SCHWABEN
OB Dr. Kurt Gribl, Andreas Thiel (A³ ) und Philipp Riederle wissen über die Generation Y Bescheid. Foto: B4B SCHWABEN
OB Dr. Kurt Gribl, Andreas Thiel (A³ ) und Philipp Riederle wissen über die Generation Y Bescheid. Foto: B4B SCHWABEN

Die Regio Augsburg Wirtschaft GmbH lud Unternehmer, Geschäftsführer und Personalentscheider zu einem Impulsvortrag über Jugendliche, junge Erwachsene und künftige Fachkräfte ein. Dabei ging es um die „Generation Y“, die ihre ganz eigenen Vorstellungen von Arbeit hat.

von Sandra Hinzmann, Online-Redaktion

Junge Erwachsene hängen nur im Internet ab, haben keine sozialen Kontakte und auf nichts Bock. So spricht man über die Generation Y – Jugendliche und junge Erwachsene der Baujahre 1985 bis 1995. Doch stimmen diese Vorurteile? Eines ist klar: Diese Gruppe von jungen Menschen verbringt einen Großteil ihrer Zeit im Internet, am PC, Laptop, Smartphone oder Tablet. Oder am besten alles gleichzeitig und multimedial – denn diese Generation ist aufgewachsen mitten in der technischen Revolution. In der Zeit von Steve Jobs, Larry Page und Bill Gates haben Jugendliche den Walkman gegen einen iPod und das Buch gegen eine eReader getauscht.

Generation X trifft auf Generation Y

Die Eltern haben sich mit der Macke ihrer Kinder, ständig im Internet abzuhängen, abgefunden. Und auch allgemein gilt bei der Elterngeneration das Motto: Lasst sie doch machen, sie werden schon wissen, was sie tun. Doch ein Problem gibt es in der Elterngeneration. Sie stammen noch teilweise aus der Generation X – Kurt Cobain, Kassettenrekorder und Flower Power. Wie können sie mit ihren Kindern umgehen, wo sie doch so ganz anders sind? Und auch die Geschäftsführer, Unternehmer und Personaler stehen vor einem gewaltigen Problem. Denn die Generation Y hat so ganz andere Vorstellungen von einem erfüllten Arbeitsleben, wie sie selbst.

Werte der Gesellschaft haben sich verändert

Standen früher noch der materielle Wohlstand, Statussymbole und der gesellschaftliche Status im Vordergrund, sind es heute bei Jobsuchenden vor allem Work-Life-Balance, Selbstverwirklichung und das Arbeitsumfeld. In Zeiten des Fachkräftemangels tun sich Unternehmer immer schwerer, geeignete Bewerber zu finden, oder die ausgeschriebenen Stellen überhaupt zu besetzen. Da spielen die Anforderungen der Bewerber an ihren Arbeitgeber natürlich eine große Rolle. Denn heutzutage bleiben die guten Nachwuchskräfte nur kurz im Unternehmen oder kommen erst gar nicht.

19-jähriger erklärt Unternehmern die Generation Y

Wie kommt das Unternehmen also an das enorme Potenzial des Nachwuchses? Das erklärte in einem spannenden Impulsvortrag Philipp Riederle, 19-jähriger Video-Blogger und Digital Native, mitten aus der Generation Y. „Die Generation Y bleibt oft unter dem Radar von Marketing-Fachleuten. Sie können nicht über traditionelle Medien erreicht werden und herkömmlich Werbestrategien empfindet sie als primitive Marktschreierei. Die Personalentscheider müssen sich auf die Bewerber einstellen, ihnen entgegenkommen und flexibel sein“, weiß Riederle. Denn das ist es wohl, was die heutigen Bewerber wollen: frei sein von Zwängen, aber Verantwortung übernehmen und ständig an sich arbeiten. Sie wollen also selbständig Aufgaben übernehmen, eigene Ideen einbringen und jederzeit Feedback zu ihrem Handeln und Entscheiden. Der Dresscode „Business-Outfit“ und feste Arbeitszeiten (und das auch noch im Büro) gehören wohl sowieso schon längst nicht mehr zu den Vorstellungen des Traumjobs.

„Habt keine Angst!“

Die Generation Y will – wie Riederle weiß – die Geschäftsführer von heute umerziehen. Zu flexiblen antiautoritären Chefs, die dem Mitarbeiter mehr Geld für weniger Arbeit geben und zu allem ja und Amen sagen. Jetzt kann sich jeder Chef einmal selbst unter die Lupe nehmen. Und sich dann die Frage stellen, ob er der rebellischen Generation Y anpassen will oder sogar muss. Dabei sollte er nicht aus den Augen verlieren, dass es auch noch Bewerber gibt, denen die alten, ihm bekannten Spielregeln des Büroalltags wichtig sind. Wie die Entscheidung auch aussehen mag, Riederle fordert zumindest auf: „Habt keine Angst!“

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OB Dr. Kurt Gribl, Andreas Thiel (A³ ) und Philipp Riederle wissen über die Generation Y Bescheid. Foto: B4B SCHWABEN

Die Regio Augsburg Wirtschaft GmbH lud Unternehmer, Geschäftsführer und Personalentscheider zu einem Impulsvortrag über Jugendliche, junge Erwachsene und künftige Fachkräfte ein. Dabei ging es um die „Generation Y“, die ihre ganz eigenen Vorstellungen von Arbeit hat.

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Junge Erwachsene hängen nur im Internet ab, haben keine sozialen Kontakte und auf nichts Bock. So spricht man über die Generation Y – Jugendliche und junge Erwachsene der Baujahre 1985 bis 1995. Doch stimmen diese Vorurteile? Eines ist klar: Diese Gruppe von jungen Menschen verbringt einen Großteil ihrer Zeit im Internet, am PC, Laptop, Smartphone oder Tablet. Oder am besten alles gleichzeitig und multimedial – denn diese Generation ist aufgewachsen mitten in der technischen Revolution. In der Zeit von Steve Jobs, Larry Page und Bill Gates haben Jugendliche den Walkman gegen einen iPod und das Buch gegen eine eReader getauscht.

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Die Eltern haben sich mit der Macke ihrer Kinder, ständig im Internet abzuhängen, abgefunden. Und auch allgemein gilt bei der Elterngeneration das Motto: Lasst sie doch machen, sie werden schon wissen, was sie tun. Doch ein Problem gibt es in der Elterngeneration. Sie stammen noch teilweise aus der Generation X – Kurt Cobain, Kassettenrekorder und Flower Power. Wie können sie mit ihren Kindern umgehen, wo sie doch so ganz anders sind? Und auch die Geschäftsführer, Unternehmer und Personaler stehen vor einem gewaltigen Problem. Denn die Generation Y hat so ganz andere Vorstellungen von einem erfüllten Arbeitsleben, wie sie selbst.

Werte der Gesellschaft haben sich verändert

Standen früher noch der materielle Wohlstand, Statussymbole und der gesellschaftliche Status im Vordergrund, sind es heute bei Jobsuchenden vor allem Work-Life-Balance, Selbstverwirklichung und das Arbeitsumfeld. In Zeiten des Fachkräftemangels tun sich Unternehmer immer schwerer, geeignete Bewerber zu finden, oder die ausgeschriebenen Stellen überhaupt zu besetzen. Da spielen die Anforderungen der Bewerber an ihren Arbeitgeber natürlich eine große Rolle. Denn heutzutage bleiben die guten Nachwuchskräfte nur kurz im Unternehmen oder kommen erst gar nicht.

19-jähriger erklärt Unternehmern die Generation Y

Wie kommt das Unternehmen also an das enorme Potenzial des Nachwuchses? Das erklärte in einem spannenden Impulsvortrag Philipp Riederle, 19-jähriger Video-Blogger und Digital Native, mitten aus der Generation Y. „Die Generation Y bleibt oft unter dem Radar von Marketing-Fachleuten. Sie können nicht über traditionelle Medien erreicht werden und herkömmlich Werbestrategien empfindet sie als primitive Marktschreierei. Die Personalentscheider müssen sich auf die Bewerber einstellen, ihnen entgegenkommen und flexibel sein“, weiß Riederle. Denn das ist es wohl, was die heutigen Bewerber wollen: frei sein von Zwängen, aber Verantwortung übernehmen und ständig an sich arbeiten. Sie wollen also selbständig Aufgaben übernehmen, eigene Ideen einbringen und jederzeit Feedback zu ihrem Handeln und Entscheiden. Der Dresscode „Business-Outfit“ und feste Arbeitszeiten (und das auch noch im Büro) gehören wohl sowieso schon längst nicht mehr zu den Vorstellungen des Traumjobs.

„Habt keine Angst!“

Die Generation Y will – wie Riederle weiß – die Geschäftsführer von heute umerziehen. Zu flexiblen antiautoritären Chefs, die dem Mitarbeiter mehr Geld für weniger Arbeit geben und zu allem ja und Amen sagen. Jetzt kann sich jeder Chef einmal selbst unter die Lupe nehmen. Und sich dann die Frage stellen, ob er der rebellischen Generation Y anpassen will oder sogar muss. Dabei sollte er nicht aus den Augen verlieren, dass es auch noch Bewerber gibt, denen die alten, ihm bekannten Spielregeln des Büroalltags wichtig sind. Wie die Entscheidung auch aussehen mag, Riederle fordert zumindest auf: „Habt keine Angst!“

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