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Der Warnstreik im kommunalen Nahverkehr hat Augsburg am Donnerstag weitgehend ausgebremst. Nachdem die Gewerkschaften Verdi und Nahverkehrsgewerkschaft die Beschäftigten im Verkehrsbereich der Stadtwerke Augsburg zum Arbeitskampf aufgerufen hatten, kam der Betrieb nahezu vollständig zum Erliegen. Von den regulär 76 Straßenbahnen, die morgens in den Linienverkehr starten, waren zunächst lediglich zwei unterwegs – ab Mittag keine mehr.
Auch im Busverkehr zeigte sich ein drastisches Bild: Nur auf drei Stadtteillinien fuhren Fahrzeuge der privaten Busunternehmer, die nicht bestreikt wurden. Der Großteil des Netzes blieb über Stunden stillgelegt.
Für Pendler, Schüler und Unternehmen bedeutete der Streik erhebliche Einschränkungen. Gerade in einem wirtschaftlich eng verflochtenen Raum wie Augsburg, in dem viele Beschäftigte auf den ÖPNV angewiesen sind, wirken sich Ausfälle unmittelbar auf Betriebsabläufe aus. Verspätete Schichtwechsel, improvisierte Fahrgemeinschaften und kurzfristige Homeoffice-Lösungen bestimmten vielerorts den Tag.
Der Streik macht deutlich, wie zentral eine verlässliche Verkehrsinfrastruktur für die Produktivität urbaner Wirtschaftsstandorte ist – insbesondere für mittelständische Betriebe ohne große organisatorische Puffer.
Nun soll sich die Lage rasch normalisieren. Wie die Stadtwerke mitteilten, nehmen die rund 140 Straßenbahnen und Busse am Freitag (20. Februar) mit Betriebsbeginn am frühen Morgen wieder planmäßig den Verkehr auf. Damit endet zumindest vorerst ein Streiktag, der die Verwundbarkeit des Systems sichtbar gemacht hat. Hintergrund des Arbeitskampfes sind laufende Tarifverhandlungen im kommunalen öffentlichen Dienst. Ob es bei dieser Warnung bleibt oder weitere Arbeitsniederlegungen folgen, hängt vom Verlauf der Verhandlungen ab.