Geschäftszahlen 2017

VR-Bank Gersthofen ist weiter auf Wachstumskurs

Der Vorstand und der Aufsichtsrat der VR H&G. Foto: Ulrich Pfaffenberger / vmm wirtschaftsverlag
Die Bilanzsumme der VR-Bank Handels- und Gewerbebank eG mit Sitz in Gersthofen überschreitet erstmals die zwei Milliarden Schwelle. Der Vorstand blickt trotz Niedrigzinspolitik optimistisch in die Zukunft.

Die diesjährige Vertreterversammlung der VR-Bank Handels- und Gewerbebank eG (VR H&G) zeigte sich rundum einverstanden mit der Entwicklung ihrer Bank im Geschäftsjahr 2017. Trotz Niedrigzinspolitik und fortschreitender Digitalisierung konnte die Genossenschaftsbank die Bilanzsumme um 4,6 Prozent auf 2.036 Millionen Euro steigern.

Drei Faktoren tragen zum Erfolg bei

Dass die VR H&G ihren Einnahmerückgang durch die gesunkene Zinsspanne ausgleichen konnte, lag nach Angaben der beiden Vorstände Georg Schneider und Jürgen Reinthaler vor allem an drei Faktoren: einem qualifizierten Wachstum innerhalb der Geschäftstätigkeit sowie die Kombination aus kontinuierlich gesenkten Betriebskosten und an den Mitarbeitern. „Der Kostenvorteil unserer Bank, die relative Betriebskosten von nur 1,36 Prozent verzeichnet, liegt gegenüber dem bayerischen Durchschnitt bei circa sechs Millionen Euro“, sagte Reinthaler in seiner Bilanz. „Dies ist nur mit schlanken Strukturen, motivierten Leuten, guten Prozessen und einer vertrauensvollen Unternehmenskultur möglich.“ Der Vorstand sei zuversichtlich, mit dieser Strategie auch in den kommenden Jahren erfolgreich zu wirtschaften. 

Partner der Wirtschaft in der Region

Wie wertvoll die VR H&G als Partner der Wirtschaft und von Privatkunden in der Region ist, zeigt sich am Wachstum des Kreditgeschäfts um 7,1 Prozent auf 1.276 Millionen Euro. Insgesamt wurden voriges Jahr neue Kredite in Höhe von 305 Millionen Euro neu ausgereicht, eine Steigerung von 35 Millionen Euro gegenüber 2016. „In der Kreditnachfrage spiegelt sich die nach wie vor gute Konjunktur wider“, analysierte Reinthaler. „Die Nachfrage nach Investitionskrediten im Firmenkundengeschäft sowie bei Immobilienfinanzierungen für Privatkunden ist nach wie vor hoch.“ Weitere Impulse verspricht sich die Bank aus der Dynamik des Wachstums im Wirtschaftsraum Augsburg. Unter anderem wachse durch den Zuzug der Uni-Klinik der Bedarf an Wohnraum in der Region gewaltig.

VR H&G setzt weiterhin auf Präsenz in der Fläche

Trotz Digitalisierung setzt die VR H&G weiter auf Präsenz in der Fläche. „Wie alle anderen auch gleichen wir unsere Dienstleistungen an das veränderte, von Digitalisierung geprägte Kundenverhalten an. Aber wir tun weiterhin alles dafür, dass jedem Kunden ein persönlicher Ansprechpartner zur Verfügung steht, wenn man ihn braucht“, betonten die beiden Vorstände.

Mit Blick auf Veränderungen im regionalen Markt, unter anderem durch eine aktuelle Fusion zweier Genossenschaftsbanken, verwies Georg Schneider auf die Bedeutung von Identifikation mit der eigenen Bank. Bis Mitte 2019 fusionieren die VR-Bank Kaufbeuren-Ostallgäu und die Augsburger Augusta-Bank. Unter VR-Bank Augsburg-Ostallgäu soll die damit dann größte Genossenschaftsbank in Schwaben künftig firmieren. 

Vorstand und Aufsichtsrat gewählt

Bei den turnusmäßigen Neuwahlen der Aufsichtsratsmitglieder wurden Vorstandsvorsitzender Otto Völk, der stellvertretende Vorsitzende Dr. Johann Popp sowie Walter Raschke, Franz Schmid, Helmuth Schuster und Markus Stöffelmeir wiedergewählt. Die Wahl erfolgte einstimmig.

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