B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN

Vor dem Halbfinale: Zehn Stimmen aus Schwaben zur EM

Die EM-Fans der Region. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Auf welchen Positionen im DFB Team sich Sebastian Priller (Brauhaus Riegele) und Klaus Fischer (Allgäu GmbH) sehen, welcher Spieler bei Heinz Stinglwagner (City Initiative Augsburg)  und Dr. Andreas Kopton (Industrie- und Handelskammer für Schwaben) ganz oben steht und bei welchem EM-Highlight sich Stefan Reuter (FC Augsburg), Hans-Peter Rauch (Handwerkskammer Augsburg), Reinhold Demel (Agentur für Arbeit Augsburg) und Augsburgs Bürgermeisterin Eva Weber sich einig sind – B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN hat nachgefragt.

von Iris Zeilnhofer, Online-Redaktion

Der Fußball ist und war schon immer ein emotionaler Sport. Gerade zu großen Turnieren wie der Europameisterschaft 2016 in Frankreich liegen daher oft die Nerven blank. Und selbst in Zeiten von Videoanalysen können sich die Geister über einzelne Spielabläufe scheiden. Einig sind sich unsere zehn Bayerisch-Schwäbischen Fußball-Experten aber in einem: Deutschland spielt ein tolles Turnier.

Public Viewing bei den Schwaben sehr beliebt

Fußball, das heißt gemeinsam beim Public Viewing mit anfeuern, findet Heinz Stinglwagner. Auch Reinhold Demel schaut „am liebsten in der Gemeinschaft“.  Eva Weber erklärt weiter: „Zu meinem richtigen Fußballgefühl gehört ja eigentlich Public Viewing oder Grillen mit Freunden. Beides ist in diesem Jahr definitiv bislang zu kurz gekommen. Deswegen freue ich mich jetzt umso mehr auf das Halbfinale und Finale unserer Jungs – der Wetterbericht ist verheißungsvoll und in die deutsche Elf habe ich vollstes Vertrauen.“

Elf-Meter-Krimi: „Ich konnte weder sitzen noch stehen“

Dieses Vertrauen bringt Dr. Andreas Kopton vor allem einem entgegen: Joachim Löw. Denn wenn der Präsident der IHK Schwaben einen Tag lang Bundestrainer wäre, dann würde er „nichts anders machen als Herr Löw. Bei gefühlten 80 Millionen Kollegen, die er zurzeit hat, bleibt er souverän bei seiner Linie – und macht bisher alles richtig. Dann wird er auch noch die beiden letzten Spiele überstehen.“ Spannend ist es allemal, wie auch Michael Heilig vom BVMW weiß. Auf einer Skala von ein bis zehn fiebert er gut und gerne mit einer  „glatten 9,7158“ mit. Eva Weber stand ihm da beim „Elf-Meter-Krimi“ in nichts nach: „Ich konnte weder sitzen noch stehen und lief vor dem Fernseher auf und ab – zum Leidwesen der anderen Zuschauer auf der Couch.“

Manuel Neuer, das Idol ohne Starallüren

Gut also, dass die deutsche Mannschaft in Manuel Neuer einen verlässlichen Keeper hat. Dr. Andreas Kopton bezeichnet ihn als „ein Bollwerk im Tor, ein Ruhepol in der Abwehr, ein offensichtlich angenehmer Zeitgenosse ohne Starallüren“ und auch Heinz Stinglwagner ist ein Fan. „Erstens weil er so ein großer langer Kerl ist wie ich“, scherzt der CIA-Chef. „Zweitens weil er sehr ausgeglichen und überlegt ist. Er hat alles im Griff uns ist daher für die Jugend ein großes Idol.“

Ersatztorward aus dem Brauhaus

Sollte Neuer mal keine Lust mehr haben, übernimmt Sebastian Priller gern für ihn. Das wäre nämlich auch seine bevorzugte Position: „Ich gehöre ins Tor. Wenn die deutsche Mannschaft spielt, habe ich dort die meiste Ruhe. Und wenn doch einer schießt, muss der Sturm halt eines mehr reinmachen!“ Notfalls auch mit Fallrückzieher wie der Schweizer Shaqiri in der Achtelfinalpartie gegen Polen. Das ist – neben dem Elf-Meter-Krimi gegen Italien – Reinhold Demels bisheriges Highlight der EM.

Allgäu GmbH Geschäftsführer bewirbt sich um Managerposition

Klaus Fischer hält sich dagegen lieber etwas fern vom Grün: „Aktiv gibt es sicher bessere, aber ich wäre ein guter Teammanager“, erklärt der Geschäftsführer der Allgäu GmbH. Abseits vom Rasen würde Klaus Fischer sich bestimmt auch mit Stefan Reuter gut verstehen. Dieser weiß zudem, wie die EM für zwei Teams ganz anders hätte verlaufen können: „Mit Marwin Hitz im Tor wäre die Schweiz sicherlich nicht im Achtelfinale im Elfmeterschießen ausgeschieden und mit Alfred Finnbogason in der Startelf hätte Island vielleicht eine Chance gegen Frankreich gehabt“, erklärt der FCA Geschäftsführer Sport augenzwinkernd.

Hier kann die deutsche Elf „von einem guten Teamgeist“ profitieren

Auch Hans-Peter Rauch hat einen Tipp: „Wenn ich einen Tag Bundestrainer wäre, würde ich die Schützen für das Elfmeterschießen selbst bestimmen und nicht die antreten lassen, die sich freiwillig melden.“ Sollte es dann Unstimmigkeiten geben, bietet Ferdinand Munk, Geschäftsführer der Günzburger Steigtechnik, als alternativer Bundestrainer an, die deutsche Elf nach Günzburg zu holen. „Dann können  beide Mannschaften von einem guten Teamgeist gegenseitig profitieren.“ Sebastian Priller würde derweil die nächste Pressekonferenz an einem „ordentlichen Stammtisch verlegen“. Da könnten dann die „anderen 80 Millionen Bundestrainer beim Bier abstimmen“.

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