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Volt-Spitzenkandidat: „Augsburg als Vorbild für nachhaltiges Wachstum“
Kommunalwahl 2026: Die Spitzenkandidaten in Augsburg im Interview

Volt-Spitzenkandidat: „Augsburg als Vorbild für nachhaltiges Wachstum“

Thorsten Frank ist Spitzenkandidat von Volt für die Kommunalwahl 2026 in Augsburg. Foto: Volt Augsburg
Thorsten Frank ist Spitzenkandidat von Volt für die Kommunalwahl 2026 in Augsburg. Foto: Volt Augsburg

Im Rahmen der Kommunalwahl 2026 spricht Thorsten Frank, Volt-Spitzenkandidat für den Augsburger Stadtrat, darüber, wie er den Mittelstand stärken will und welches Potenzial er im Wirtschaftsstandort Augsburg sieht.

B4BSCHWABEN.de: In drei Sätzen: Was ist Ihre Vision für Augsburgs Zukunft?

Thorsten Frank: Augsburg soll eine zukunftsfähige Stadt werden, die Wirtschaft, Ökologie und soziale Gerechtigkeit verbindet. Wir setzen auf eine innovative, klimaneutrale Wirtschaft, die lokale Wertschöpfung stärkt und gleichzeitig Lebensqualität für alle sichert – etwa durch kostenfreie Kitas, um Fachkräften die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen. Eine digitale, kreislauforientierte und inklusive Stadt zieht Unternehmen und Talente an und macht Augsburg zum Vorbild für nachhaltiges Wachstum.

Wie möchte Ihre Partei den Wirtschaftsstandort Augsburg stärken?

Volt Augsburg stärkt den Wirtschaftsstandort durch Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Forschung und Stadt. Wir aktivieren Leerstände für nachhaltige Betriebe und Start-ups, fördern Qualifizierungsprogramme für grüne Berufe und setzen auf digitale Infrastruktur. Gleichzeitig schaffen wir mit kostenfreien Kitas für alle die Voraussetzung, dass Eltern – insbesondere Frauen – schneller in den Arbeitsmarkt zurückkehren und Unternehmen dringend benötigte Fachkräfte gewinnen.

Was sind Ihre drei wichtigsten Maßnahmen, um kleine und mittelständische Unternehmen in Augsburg zu stärken – jenseits von Allgemeinplätzen wie „Entbürokratisierung“?

  1. Gezielte Förderung von Kooperationen zwischen KMU und Hochschulen (z. B. durch Innovationslabore), um Wissenstransfer und Fachkräftesicherung zu beschleunigen – nach Vorbild der „Wissensfabriken“ in Stuttgart.
  2. Kostenfreie Kitas für alle Familien, um Eltern die Rückkehr in den Beruf zu erleichtern und Unternehmen den Zugang zu qualifizierten Fachkräften zu sichern.
  3. Ausbau von „Urbanen Produktionsräumen“ in Gewerbegebieten: Günstige Flächen für Handwerk, Manufakturen und Reparaturbetriebe, kombiniert mit Shared-Logistik-Lösungen, um Lieferverkehr zu reduzieren.
Zum ersten Mal tritt die Partei Volt bei der Kommunalwahl in Augsburg an. Die Partei unterstützt den OB-Kandidaten der SPD, Florian Freund. Foto: B4B
Zum ersten Mal tritt die Partei Volt bei der Kommunalwahl in Augsburg an. Die Partei unterstützt den OB-Kandidaten der SPD, Florian Freund. Foto: B4B

Augsburg steht wie viele Kommunen finanziell unter Druck. Welche Investitionen in Wirtschaft und Infrastruktur haben für Sie trotz knapper Kassen oberste Priorität?

  • Energetische Sanierung kommunaler Gebäude und Ausbau der Ladeinfrastruktur für E-Fuhrparks, um langfristig Kosten zu sparen und Augsburg für nachhaltige Unternehmen attraktiv zu machen.
  • Digitalisierung der Verwaltung (z. B. durch KI-gestützte Genehmigungsverfahren und nach dänischem Vorbild), um Planungsprozesse für Unternehmen zu beschleunigen.
  • Sicherstellung von bezahlbarem Wohnraum für Fachkräfte durch kommunale Wohnungsbaugesellschaften, kombiniert mit kostenfreien Kitas, um den Wirtschaftsstandort langfristig zu sichern.

Welches Potenzial sehen Sie, das im Wirtschaftsstandort Augsburg bisher noch nicht ausgeschöpft oder beachtet wurde?

Augsburgs Stärken in Umwelttechnologie und KI-Forschung (z. B. durch die Uni oder das DLR) können ausgebaut werden, um Spin-offs und Ansiedlungen zu fördern. Zudem fehlt eine strategische Vermarktung als Standort für soziale Innovationen – etwa in den Bereichen Pflege, Bildung oder kreislaufwirtschaftliche Dienstleistungen. Hier könnten städtische Inkubatoren und gezielte Ansiedlungskampagnen (wie in Leipzig oder Karlsruhe) Abhilfe schaffen.

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