Lechwerke AG / Hochschule Augsburg / Stadt Königsbrunn

Visioneum Energie+: Neue Maßstäbe im Städtebau

Das Visioneum Energie+ soll auf dem Europaplatz in Königsbrunn entstehen. Foto: B4B SCHWABEN

Mit Bildergalerie: Der Augsburger Energieversorger Lechwerke AG, die Hochschule Augsburg und die Stadt Königsbrunn setzen bei der Energieeffizienz im Städtebau neue Maßstäbe. In zentraler Lage entsteht auf dem Europaplatz in Königsbrunn das Visioneum Energie, ein öffentlich zugängliches Haus, das eine zukunftsweisende Gebäudetechnik mit Informationen rund um das Thema Energiezukunft verbindet.

von Sandra Hinzmann, Online-Redaktion

Die Deutschen verwenden rund 70 Prozent des gesamten Energiebedarfs für Gebäude und Mobilität. Gleichzeitig sieht das Energiekonzept der Bundesregierung vor, die Emissionen bis 2020 um 40 Prozent zu senken. Machbar ist die Reduzierung bei dem hohen Energiebedarf nur mit neuen intelligenten Lösungen zur Energiegewinnung und -speicherung.

Neues Konzept für Städtebau am Königsbrunner Europaplatz

Die Hochschule Augsburg hat nun eine Idee für ein zukunftsweisendes Haus entwickelt, das mit neuesten Technologien und Materialien auf dem aktuellsten Stand der Forschung und Entwicklung jetzt verwirklicht wird. In Kooperation mit der Lechwerke AG und der Stadt Königsbrunn wird das Gebäudekonzept  am Europaplatz in Königsbrunn bis Oktober 2015 umgesetzt werden. Das „Visioneum Energie+“ soll eine effiziente Energienutzung und innovative Mobilität mit Raum für Information und Wissenstransfer verbinden.

Visioneum Energie+: Neue Materialien setzen Standards höher

Mit dem „Visioneum Energie+“ möchten die Initiatoren Verantwortung für die Belange der Menschen in der Region übernehmen und zeigen, wie Energieeffizienz im Städtebau sinnvoll umgesetzt werden kann. Bei dem innovativen Konzept wird auf Smart-Building-Technologien gesetzt, ebenso auf neue Baumaterialien wie Nano-Material, Aero-Gele und spezielle Beschichtungen. Ein spezielles Holz-Deckensystem wird speziell für die Anforderungen an Brandschutz, Bauphysik und Gebäudetechnik entwickelt. Eine Vakuum-Isolierverglasung sorgt für beste Wärmedämmwerte. Ein flexibler Sonnenschutz soll gleichzeitig als Kommunikationsfläche dienen. Der besondere Clou: Geheizt wird mit Hilfe von Eisspeichern, die in Kombination mit einer Wärmepumpe für eine autarke Heizung sorgen. „Im Phasenübergang von Wasser zu Eis wird rund 80 Prozent mehr Energie erzeugt, als bei einer Abkühlung von Wasser um ein Grad Celsius“, erklärt Prof. Georg Sahner von der Hochschule Augsburg.

1,3 Millionen Euro für die Zukunft

Knapp 1,3 Millionen Euro soll das „Visioneum Energie+“ kosten, das mitten auf dem Europaplatz gebaut wird. 480.000 Euro davon werden von Fördermitteln des Freistaats Bayern gedeckt, 100.000 Euro übernimmt die Hochschule, 200.000 Euro die LEW, den Rest begleicht die Stadt Königsbrunn. Startschuss für das „Visioneum Energie+“ ist bereits im Frühjahr 2015. Dann wird ein Gebäudekomplex aus drei Teilen entstehen. Im Erdgeschoss ist ein Bürgerforum zum Thema Energiewende geplant. Hier sollen sich Bürger über alle Energiethemen informieren können. Im Obergeschoss soll eine Plattform für Wissenstransfer entstehen. Fortbildungen, Seminare, Auslobungen und Lehrveranstaltungen rund um das Thema Energie können hier stattfinden. Zudem wird dort eine Ausstellung über die Zukunft Wohnen und ein Wohnlabor eingerichtet. Im Untergeschoss finden die Besucher eine Ausstellung zu den neuesten Entwicklungen aus der Energiebranche. „Das Visioneum Energie+“ wird künftig die zentrale Anlaufstelle für sämtliche Fragen zur Energie werden“, weiß Franz Feigl, Erster Bürgermeister von Königsbrunn.

„Visioneum Energie+“: Deutschlandweites Leuchtturmprojekt

Für Deutschland ist „Visioneum Energie+“ ein Leuchtturmprojekt. Die LEW ist von dem Hochschulprojekt begeistert. „Wir stecken viel Forschung, Arbeit und Zeit in die Weiterentwicklung erneuerbarer Energien. So haben wir mit den Smart-Operators in der Wertachau und der Solar-Außenfassade am LEW-Ausbildungszentrum bereits erste Vorreiterrollen in Deutschland bei der Energieeffizienz einnehmen können, damit machen wir jetzt weiter.“, erklärt Norbert Schürmann, Vorstandsmitglied der LEW. „Mit dem „Visioneum Energie+“ können wir zusätzlich die Energiezukunft erleben. Das Zusammenspiel innovativer Energietechnik von der Stromerzeugung auf dem Dach bis zum intelligenten Energieeinsatz für Wohnen, Arbeiten und Mobilität wird greifbar“, so Schürmann weiter.

Schürmann: Energieeffizienz muss deutlich erhöht werden

Norbert Schürmann weiß, wie wichtig ein solches Projekt für die Zukunft der kommenden Generationen ist: „Für das Gelingen der Energiewende müssen alle gesellschaftlichen Kräfte mithelfen, um die Energieeffizienz deutlich zu erhöhen. Mit dem Energiehaus der Zukunft verbrauchen wir nicht nur weniger Strom, sondern produzieren mehr, als wir benötigen. Damit wird ein Schritt in die richtige Richtung beim Thema Umwelt- und Ressourcenschutz gemacht.“ In einer Gesprächsrunde standen neben dem Königsbrunner Bürgermeister Franz Feigl, LEW-Vorstand Norbert Schürmann und Hochschul-Professor Prof. Georg Sahner auch Prof. Dr. Hans-Eberhard Schurk, Präsident der Hochschule Augsburg und Günter Riebel, Geschäftsführer der GWG Königsbrunn für Fragen zum Projekt zur Verfügung.

Visioneum Energie+: Das Haus der Zukunft in Königsbrunn
Das Visioneum Energie+ soll auf dem Europaplatz in Königsbrunn entstehen. Foto: B4B SCHWABEN
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von Sandra Hinzmann, Online-Redaktion

Die Deutschen verwenden rund 70 Prozent des gesamten Energiebedarfs für Gebäude und Mobilität. Gleichzeitig sieht das Energiekonzept der Bundesregierung vor, die Emissionen bis 2020 um 40 Prozent zu senken. Machbar ist die Reduzierung bei dem hohen Energiebedarf nur mit neuen intelligenten Lösungen zur Energiegewinnung und -speicherung.

Neues Konzept für Städtebau am Königsbrunner Europaplatz

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Visioneum Energie+: Neue Materialien setzen Standards höher

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1,3 Millionen Euro für die Zukunft

Knapp 1,3 Millionen Euro soll das „Visioneum Energie+“ kosten, das mitten auf dem Europaplatz gebaut wird. 480.000 Euro davon werden von Fördermitteln des Freistaats Bayern gedeckt, 100.000 Euro übernimmt die Hochschule, 200.000 Euro die LEW, den Rest begleicht die Stadt Königsbrunn. Startschuss für das „Visioneum Energie+“ ist bereits im Frühjahr 2015. Dann wird ein Gebäudekomplex aus drei Teilen entstehen. Im Erdgeschoss ist ein Bürgerforum zum Thema Energiewende geplant. Hier sollen sich Bürger über alle Energiethemen informieren können. Im Obergeschoss soll eine Plattform für Wissenstransfer entstehen. Fortbildungen, Seminare, Auslobungen und Lehrveranstaltungen rund um das Thema Energie können hier stattfinden. Zudem wird dort eine Ausstellung über die Zukunft Wohnen und ein Wohnlabor eingerichtet. Im Untergeschoss finden die Besucher eine Ausstellung zu den neuesten Entwicklungen aus der Energiebranche. „Das Visioneum Energie+“ wird künftig die zentrale Anlaufstelle für sämtliche Fragen zur Energie werden“, weiß Franz Feigl, Erster Bürgermeister von Königsbrunn.

„Visioneum Energie+“: Deutschlandweites Leuchtturmprojekt

Für Deutschland ist „Visioneum Energie+“ ein Leuchtturmprojekt. Die LEW ist von dem Hochschulprojekt begeistert. „Wir stecken viel Forschung, Arbeit und Zeit in die Weiterentwicklung erneuerbarer Energien. So haben wir mit den Smart-Operators in der Wertachau und der Solar-Außenfassade am LEW-Ausbildungszentrum bereits erste Vorreiterrollen in Deutschland bei der Energieeffizienz einnehmen können, damit machen wir jetzt weiter.“, erklärt Norbert Schürmann, Vorstandsmitglied der LEW. „Mit dem „Visioneum Energie+“ können wir zusätzlich die Energiezukunft erleben. Das Zusammenspiel innovativer Energietechnik von der Stromerzeugung auf dem Dach bis zum intelligenten Energieeinsatz für Wohnen, Arbeiten und Mobilität wird greifbar“, so Schürmann weiter.

Schürmann: Energieeffizienz muss deutlich erhöht werden

Norbert Schürmann weiß, wie wichtig ein solches Projekt für die Zukunft der kommenden Generationen ist: „Für das Gelingen der Energiewende müssen alle gesellschaftlichen Kräfte mithelfen, um die Energieeffizienz deutlich zu erhöhen. Mit dem Energiehaus der Zukunft verbrauchen wir nicht nur weniger Strom, sondern produzieren mehr, als wir benötigen. Damit wird ein Schritt in die richtige Richtung beim Thema Umwelt- und Ressourcenschutz gemacht.“ In einer Gesprächsrunde standen neben dem Königsbrunner Bürgermeister Franz Feigl, LEW-Vorstand Norbert Schürmann und Hochschul-Professor Prof. Georg Sahner auch Prof. Dr. Hans-Eberhard Schurk, Präsident der Hochschule Augsburg und Günter Riebel, Geschäftsführer der GWG Königsbrunn für Fragen zum Projekt zur Verfügung.

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