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ver.di: Wurde die Insolvenz der Weltbild-Logistik gezielt herbeigeführt?
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ver.di Bezirk Augsburg

ver.di: Wurde die Insolvenz der Weltbild-Logistik gezielt herbeigeführt?

 Symbolbild. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN

In der Logistiksparte von Weltbild kriselt es: Bereits Ende Juli wurde der Insolvenzantrag für das Unternehmen Also gestellt. Medienberichten zufolge sind damit rund 150 Stellen in der Region Augsburg in Gefahr. Nach der Insolvenzmeldung wurde insbesondere der Unternehmer Walter P. Droege, dem sowohl Weltbild als auch Also mehrheitlich gehören, von der Gewerkschaft ver.di kritisiert. Der Vowurf: Die Insolvenz wurde gezielt herbeigeführt.

von Rebecca Weingarten, Online-Redaktion

Vergangene Woche hat Reiner Wenz, Geschäftsführer der Also Logistic Services, einen Insolvenzantrag beim Amtsgericht Augsburg gestellt. Bereits Mitte Juli wurde außerdem bekannt, dass Lesensart, der Käufer von 67 Weltbild-Filialen, pleite ist. Der Dienstleister Also war bisher auch für die Weltbild-Logistik verantwortlich. Beide Unternehmen gehören mehrheitlich dem Düsseldorfer Milliardär Walter P. Droege. Er hatte das Unternehmen erst im September 2014 von Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz übernommen. Medienberichten zufolge sollen außerdem ein Drittel der rund 450 Stellen bei Also in Augsburg in Gefahr sein. Die Gewerkschaft ver.di zeigt sich hinsichtlich der Insolvenz-Meldung von Also fassungslos.

Wurde die neue Insolvenz gezielt herbeigeführt?

Aus Sicht der Gewerkschaft ver.di wurde die erneute Insolvenz gezielt herbeigeführt: „Das ist der Versuch des Milliardärs Walter Droege, sich auf Kosten der Allgemeinheit weiter zu bereichern“, sagt Thomas Gürlebeck, ver.di-Sekretär für den Handel in Augsburg, „Droege wälzt alles auf den Steuerzahler ab: Insolvenzgeld, Arbeitslosengeld, Sozialversicherungen.“ Auf diese Vorwürfe hin wollten sich bisher weder Weltbild noch Also auf Anfragen unserer Redaktion hin äußern.

Mitarbeiter von Weltbild und Also laut ver.di schockiert

„Dass der Also-Konzern, zu dem auch die Augsburger Logistik gehört, zeitgleich mit dem Insolvenzantrag gestiegene Jahresgewinne von über 36 Millionen Euro meldet und im gleichem Atemzug die Augsburger Verluste von circa 4 Millionen im ersten Halbjahr als Grund für die Insolvenz angibt, ist skandalös“, sagt Gürlebeck. Laut Gewerkschaft ver.di sind die Mitarbeiter beider Unternehmen schockiert. Betriebsratsvorsitzender Peter Fitz erklärt die Situation: „Die Kolleginnen und Kollegen haben in der schwierigen Situation seit der ersten Insolvenz ihr Letztes gegeben. Die Leute sind einfach nur noch fertig und enttäuscht: Niemand versteht, wie Walter Droege das einfach so mit ihnen machen kann.“

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Drittgeschäfte könnten das Unternehmen laut ver.di retten

„Das die Geschäftsführung von Also es bis heute nicht umsetzen wollte, mandantenfähig zu werden sowie das zwingend erforderliche Drittgeschäft in Augsburg zu platzieren, ist die größte Ursache dieser Insolvenz. Keinerlei tragfähige Geschäfte wurden dem Betriebsrat vorgestellt, die die Zukunft des Unternehmens gesichert hätten. Die Vorschläge der Arbeitnehmerseite wurden abgetan. Dafür, dass die Manager dazu entweder nicht willens oder in der Lage waren, sollen jetzt die Lageristen mit ihrer Existenz bezahlen“, so Fitz weiter. Laut ver.di ist die Insolvenz der Logistiksparte von Weltbild aus Sicht der Belegschaft nicht nachvollziehbar. „Es ist ja nicht so, dass die Also in Augsburg ohne Vermögen dasteht. Ihr gehören Gebäude und Maschinen im Millionenwert“, berichtet ver.di-Betriebsgruppensprecher Timm Boßmann.

So soll es bei Also weitergehen

ver.di und Betriebsrat werden, wie auch schon in der Vergangenheit, alles daran setzen, die Zukunft der Beschäftigten in Augsburg als Ganzes zu sichern. Aus Sicht von ver.di können Weltbild Retail und Also Logistic nur gemeinsam existieren und erfolgreich sein.

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