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ver.di stellt Forderungen an Strauss INNOVATION
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Strauss Innovation GmbH & Co. KG | Strauss Logistik GmbH & Co. KG

ver.di stellt Forderungen an Strauss INNOVATION

ver.di stellt Forderungen an die Strauss INNOVATION. Foto: B4B SCHWABEN

Die Strauss INNOVATION steht auf der Kippe. ver.di fordert vom Insolvenzverwalter, die erforderlichen Gelder endlich abzusichern.

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hat eine dringende Forderung an den vorläufigen Sachverwalter und an die Leitung des Unternehmens Strauss: Die finanzielle Absicherung der Gelder, die zur Finanzierung einer Transfergesellschaft für 140 Beschäftigte benötigt werden, ist dringend erforderlich.

Verzögerung könnte Investoren abschrecken

„Der zuständige Sachverwalter muss seine Verantwortung für die Beschäftigten, deren Arbeitsplätze jetzt verloren gehen, wahrnehmen und die finanzielle Ausstattung der Transfergesellschaft sicherstellen“, forderte Stefanie Nutzenberger, ver.di-Bundesvorstandsmitglied für den Handel. „Sollte das Zustandekommen der Transfergesellschaft scheitern, droht den Menschen die sofortige Entlassung in die Arbeitslosigkeit. Darüber hinaus steht damit auch die Einigung mit den Arbeitnehmervertretern auf der Kippe, was wiederum Auswirkungen auf den zurzeit laufenden Investorenprozess haben kann. Nach unseren Erfahrungen gibt es eine hohe Klagebereitschaft bei den gekündigten Kolleginnen und Kollegen, was wegen der schwer abschätzbaren Risiken mögliche Investoren abschrecken könnte. Der Sachwalter ist deshalb dringend gefordert, im Sinne der Gesamtverantwortung schnell zu handeln und eine solide Finanzierung auf die Beine zu stellen“, betonte Nutzenberger.

Sozialplan für Beschäftigte der Strauss INNOVATION steht schon

Nach langen Verhandlungen war es dem Gesamtbetriebsrat gelungen, sich mit der Unternehmensleitung auf einen Interessensausgleich und einen Sozialplan für die von Kündigungen betroffenen Beschäftigten zu einigen. Diese enthalten für die Beschäftigten die Möglichkeit, in eine Transfergesellschaft zu wechseln. Doch stehen die Vereinbarungen unter dem Vorbehalt, dass die dafür benötigten Gelder insolvenzgesichert sind, was noch nicht der Fall ist. Deshalb droht die Einigung zwischen Geschäftsleitung und Arbeitnehmervertretern der Strauss INNOVATION zu scheitern. Dies könnte weit reichende Folgen für die Beschäftigten und das Unternehmen selbst haben. 

Mitarbeiter setzen sich für die Rettung von Strauss INNOVATION ein

„Die Beschäftigten von Strauss leisten schon seit 2009 ihren finanziellen Beitrag  zur Gesundung des Unternehmens. So haben sie ein geringeres Gehalt als andere Beschäftigte im Einzelhandel. Zusätzlich haben wir in den letzten zwei Jahren dem Unternehmen unser Urlaubsgeld gestundet. Ich hoffe, dass wir für die Finanzierung der Transfergesellschaft noch eine Lösung finden, damit unsere betroffenen Kolleginnen und Kollegen nicht sofort nach der Schließung der Filialen in die Arbeitslosigkeit entlassen werden“, unterstrich Sigrid Haack, die Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats von Strauss.

Es gibt Hoffung für die Beschäftigten von Strauss INNOVATION

„Die Umsätze der vergangenen Wochen liegen über den Planungen und über den Umsätzen des Vorjahres“, erläutert Dr. Hans Peter Döhmen, seit Ende Januar der für die Sanierungsanstrengungen zuständige Chief Restructuring Officer (CRO) bei Strauss INNOVATION. „Im Namen der ganzen Belegschaft danke ich unseren  Kunden für deren Treue und Begeisterung. Wir werden alles in unserer Macht stehende dafür tun, dass wir sie mit einem interessanten Sortiment zu attraktiven Preisen in Zukunft noch besser bedienen können.“ Die Strauss INNOVATION stellt sich als Kämpfernatur in schwierigen Zeiten heraus.

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