Sanktionen

vbw: US-Iran-Politik bedroht freien Wirtschaftsverkehr

vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. Foto: vbw/ibw – Informationszentrale der Bayerischen Wirtschaft
Zum Inkrafttreten der zweiten Sanktionsrunde der USA gegen den Iran wendet sich die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. erneut gegen die Sanktionspolitik der USA gegen Iran. Die neuen Sanktionen treten am 5. November 2018 in Kraft.

Die vbw erklärt: Laut internationaler Atomenergiebehörde hat sich Iran genau an das Atomabkommen gehalten. Die einseitige Aufkündigung der internationalen Absprache durch die USA sei daher nicht gerechtfertigt. Die vbw wird sogar noch deutlicher und sieht in diesem Schritt eine Bedrohung des freien Wirtschaftsverkehrs.

Bayern verzeichnet 356 Millionen Euro Export

Aus Sicht der vbw ist die Sanktionsentscheidung besonders bedauerlich, da sich die Handels- und Wirtschaftsbeziehungen zu Iran positiv entwickelt haben. Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw, weist darauf hin, dass die Exporte bayerischer Unternehmen 2017 gegenüber 2016 um 29 Prozent auf 356 Millionen Euro spürbar anstiegen. In den ersten acht Monaten dieses Jahres fielen die bayerischen Ausfuhren in Iran wieder um knapp neun Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Schon im August äußerte sich Brossardt besorgt über die drohenden Sanktionen. Er nannte es einen „Schritt in die falsche Richtung“.

Verunsicherung und sinkenden Handelszahlen

Die vbw ist seit September 2015 mit einem Büro in Teheran vertreten und fördert seitdem kontinuierlich die Geschäftsbeziehungen zwischen bayerischen Firmen und iranischen Unternehmen sowie Organisationen. Die damit eingeleitete erfreuliche Entwicklung wird durch die US-Sanktionen massiv beeinträchtigt, so die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft. Bereits die Ankündigung der Sanktionen vor einem halben Jahr hat zu Verunsicherung und sinkenden Handelszahlen geführt, ist die vbw überzeugt. Der bilaterale Handel habe deutlich Schaden genommen. Von zentraler Bedeutung ist für die vbw nun, dass es gelingt, den Zahlungsverkehr mit Iran zu gewährleisten. Sie begrüßt deshalb die Bestrebungen der EU, einen eigenen vom US-Dollar unabhängigen Zahlungsweg aufzubauen.

Über die vbw

Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. ist die freiwillige, branchenübergreifende Interessenvereinigung der bayerischen Wirtschaft. Diese vertritt die gemeinsamen wirtschaftlichen, sozialen und gesellschaftspolitischen Interessen von 132 bayerischen Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbänden sowie 42 Einzelunternehmen.

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
Sanktionen

vbw: US-Iran-Politik bedroht freien Wirtschaftsverkehr

vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. Foto: vbw/ibw – Informationszentrale der Bayerischen Wirtschaft
Zum Inkrafttreten der zweiten Sanktionsrunde der USA gegen den Iran wendet sich die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. erneut gegen die Sanktionspolitik der USA gegen Iran. Die neuen Sanktionen treten am 5. November 2018 in Kraft.

Die vbw erklärt: Laut internationaler Atomenergiebehörde hat sich Iran genau an das Atomabkommen gehalten. Die einseitige Aufkündigung der internationalen Absprache durch die USA sei daher nicht gerechtfertigt. Die vbw wird sogar noch deutlicher und sieht in diesem Schritt eine Bedrohung des freien Wirtschaftsverkehrs.

Bayern verzeichnet 356 Millionen Euro Export

Aus Sicht der vbw ist die Sanktionsentscheidung besonders bedauerlich, da sich die Handels- und Wirtschaftsbeziehungen zu Iran positiv entwickelt haben. Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw, weist darauf hin, dass die Exporte bayerischer Unternehmen 2017 gegenüber 2016 um 29 Prozent auf 356 Millionen Euro spürbar anstiegen. In den ersten acht Monaten dieses Jahres fielen die bayerischen Ausfuhren in Iran wieder um knapp neun Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Schon im August äußerte sich Brossardt besorgt über die drohenden Sanktionen. Er nannte es einen „Schritt in die falsche Richtung“.

Verunsicherung und sinkenden Handelszahlen

Die vbw ist seit September 2015 mit einem Büro in Teheran vertreten und fördert seitdem kontinuierlich die Geschäftsbeziehungen zwischen bayerischen Firmen und iranischen Unternehmen sowie Organisationen. Die damit eingeleitete erfreuliche Entwicklung wird durch die US-Sanktionen massiv beeinträchtigt, so die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft. Bereits die Ankündigung der Sanktionen vor einem halben Jahr hat zu Verunsicherung und sinkenden Handelszahlen geführt, ist die vbw überzeugt. Der bilaterale Handel habe deutlich Schaden genommen. Von zentraler Bedeutung ist für die vbw nun, dass es gelingt, den Zahlungsverkehr mit Iran zu gewährleisten. Sie begrüßt deshalb die Bestrebungen der EU, einen eigenen vom US-Dollar unabhängigen Zahlungsweg aufzubauen.

Über die vbw

Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. ist die freiwillige, branchenübergreifende Interessenvereinigung der bayerischen Wirtschaft. Diese vertritt die gemeinsamen wirtschaftlichen, sozialen und gesellschaftspolitischen Interessen von 132 bayerischen Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbänden sowie 42 Einzelunternehmen.

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
nach oben