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Universitätsklinikum Augsburg nimmt dritten OP-Roboter „DaVinci“ in Betrieb
Gesundheitsversorgung

Universitätsklinikum Augsburg nimmt dritten OP-Roboter „DaVinci“ in Betrieb

So sieht der DaVinci-OP-Roboter aus, der am UKA allen voran bei der Tumorchirurgie eingesetzt wird. Foto: UKA
So sieht der DaVinci-OP-Roboter aus, der am UKA allen voran bei der Tumorchirurgie eingesetzt wird. Foto: UKA

Das UKA baut den Bereich der durch Robotik assistierten Chirurgie weiter aus: Mit dem neuen OP-Roboter sollen pro Jahr knapp 300 Eingriffe durchgeführt werden. Welche Erkrankungen davon profitieren.

Das Universitätsklinikum Augsburg, eine „Jahrhundertchance“ für die Region, hat in einen dritten DaVinci-OP-Roboter investiert. Die Maschine kommt in der Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Transplantations- und Thoraxchirurgie, kurz AVTT, zum Einsatz und ermögliche schonende Operationen bei bestimmten Tumorerkrankungen.

Während es in anderen Bundesländern bereits Universitätskliniken gibt, die drei dieser Roboter nutzen, ist das UKA bayernweit die erste Einrichtung mit dieser Ausstattung.

Von der Tumorchirurgie zur Wirbelsäule

Die DaVinci-OP-Roboter werden in erster Linie in der Tumorchirurgie innerer Organe verwendet, allen voran bei Lunge, Leber, Dick- und Enddarm, Bauspeicheldrüse, Magen und Speiseröhre. Prof. Dr. Katharina Beyer, Direktorin der AVTT-Klinik, erklärt: „Wir sprechen hier von schwerwiegenden Erkrankungen, bei denen jede Verbesserung der Behandlungsmöglichkeiten zählt. Mit dem dritten DaVinci-System können wir deutlich mehr Patientinnen und Patienten besonders schonende, präzise und sichere Eingriffe anbieten – und damit ihre Heilungschancen weiter verbessern.“

Perspektivisch geht das UKA, dessen Neubau vom Freistaat Bayern mit fünf Milliarden Euro gefördert wird, davon aus, dass Robotik in der Chirurgie an Bedeutung gewinnen wird. Als nächsten potenzieller Einsatzbereich stehe für das Uniklinikum die Wirbelsäulenchirurgie im Raum – erste Gespräche diesbezüglich hätten bereits stattgefunden.

Verzahnung von Klinikalltag mit moderner Forschung

Der Ausbau des Robotikzentrums, das jüngst auch die damalige Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) besuchte und zu dem der DaVinci-Roboter zählt, sei Teil einer langfristigen Strategie. Konkret verfolge das UKA dabei einen interdisziplinären Ansatz. Das bedeutet, dass durch den zunehmenden Einsatz von Robotik Innovationen in der Chirurgie mit aktueller Forschung verbunden werden sollen.

Diese Strategie zeigt sich in mehrfacher Hinsicht in der Lehre, denn die DaVinci-Systeme ermöglichen sogenannte Lehr-Eingriffe während der medizinischen Ausbildung. Gleichzeitig soll an der Medizinischen Fakultät der Universität Augsburg bereits im Herbst 2026 eine Professur der Medizinischen Robotik entstehen. Prof. Dr.-Ing. Dennis Kundrat, designierter Inhaber der neuen Professur, kommentiert: „Der Forschungsschwerpunkt der vergangenen Jahre lag generell häufig auf der rein technologischen Entwicklung robotischer Systeme mit unzureichender Einbindung klinischer Expertise.“ Nun gehe es entsprechend darum beide Disziplinen miteinander zu verbinden.

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