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Die Handwerkskammer für Schwaben setzt auf frühe Berufsorientierung. Im Mittelpunkt steht dabei der direkte Kontakt zu handwerklichen Tätigkeiten. Beim „Tag des Handwerks“ im Berufsbildungs- und Technologiezentrum (BTZ) in Augsburg erhielten Jugendliche aus der Region Einblicke in verschiedene Berufe. Insgesamt nahmen über 1.000 Schülerinnen und Schüler aus 19 Schulen teil. Damit stieg die Zahl der interessierten Schülerinnen und Schüler im Vergleich zum Vorjahr deutlich.
Ziel der HWK Schwaben sei es, jungen Menschen handwerkliche Berufsfelder näherzubringen und ihnen eigene Stärken aufzuzeigen.
Im Berufsbildungs- und Technologiezentrum stand das praktische Arbeiten im Vordergrund. Die Schülerinnen und Schüler konnten selbst aktiv werden. Sie erhielten Einblicke in verschiedene Berufsgruppen, wie beispielsweise das Friseurhandwerk, Schreinerhandwerk, SHK-Anlagenmechanik, Elektrotechnik, Metalltechnik sowie Maler- und Lackiererhandwerk.
Die Rückmeldungen waren laut HWK Schwaben durchweg positiv. Lehrkräfte und Teilnehmende schienen besonders den praktischen Ansatz zu betonen. Informationen allein wären zwar ein Anfang, entscheidend sei jedoch das eigene Ausprobieren. Dadurch entstanden direkte Eindrücke von Anforderungen und Abläufen in den einzelnen Berufen. Der Ansatz zielte darauf ab, Interessen früh sichtbar zu machen. Viele Schülerinnen und Schüler entdeckten dabei neue Fähigkeiten.
Besonders viel Aufmerksamkeit erhielt die Station des Schreinerhandwerks. Unter Anleitung der Schreinerei Saule GmbH aus Meitingen im Landkreis Augsburg fertigten die Jugendlichen Tischtennisschläger an.
Auch die Land- und Baumaschinenmechatronik stieß auf großes Interesse. Dort bauten die Teilnehmenden ein hydraulisches Baggermodell. So erhielten sie Einblicke in technische Zusammenhänge und Funktionsweisen. Die Verbindung von Technik und Praxis wurde besonders hervorgehoben.
Der „Tag des Handwerks“ in Bayern verfolgte nach Angaben der HWK Schwaben ein klares Ziel: Junge Menschen sollen die Vielfalt der über 130 handwerklichen Berufe kennenlernen. Gleichzeitig können bereits erste mögliche Karrierewege und Perspektiven aufgezeigt werden. Dazu zählen Ausbildung, Weiterbildung etwa zum Meister und auch der Weg in die Selbstständigkeit. Die Handwerkskammer für Schwaben betont die Bedeutung solcher Formate für Berufsorientierung und Fachkräftesicherung.