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Immer wieder sind aus Bayerns Metall- und Elektroindustrie Hiobsbotschaften zu hören. So sind innerhalb von zwei Jahren fast 30.000 Arbeitsplätze in der Branche abgebaut worden. Anfang Mai musste das Augsburger Traditionsunternehmen Eberle Insolvenz anmelden.
Doch so wie zuletzt bei Eberle ein Hoffnungsschimmer aufgetaucht ist, scheint auch die Metall- und Elektroindustrie in Bayern optimistischer gestimmt zu sein. Das zeigt eine Mitgliederumfrage der bayme vbm.
Demnach sind 75 Prozent der Unternehmen aus der Metall- und Elektroindustrie der Meinung, dass die Deindustrialisierung des Standorts Deutschland aufgehalten werden kann. „Die Unternehmen haben ein Grundvertrauen in den Standort“, sagt Bertram Brossardt, bayme vbm Hauptgeschäftsführer.
Allerdings unterliegt die Zuversicht der Unternehmen einer Einschränkung. Damit die Deindustrialisierung gestoppt werden kann, brauche es grundsätzliche Strukturreformen. „Sie geben der Politik einen klaren Auftrag: Die Standortbedingungen müssen nachhaltig verbessert werden“, bewertet Brossardt die Antworten der befragten Unternehmen. Laut der Umfrage sagen 90 Prozent der Unternehmen, dass sich die Standortbedingungen in den vergangenen zehn Jahren verschlechtert haben.
Die Forderungen der Unternehmen, die Brossardt zusammenfasst, sind nicht neu. Immer wieder fordern Unternehmen und ihre Vertreter wie die vbw oder die IHK Schwaben, dass die Politik die Bedingungen des Standorts Deutschland verbessern muss. Als wichtigste Faktoren gaben die Unternehmen in der Umfrage die Höhe der Arbeitskosten, Planungssicherheit und eine wettbewerbsfreundliche Politik sowie den Abbau von Bürokratie und Regulierung an. Doch auch die Unternehmenssteuern und die Energiepreise machen den Unternehmen laut Umfrage zu schaffen.
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„Die Umfrage zeigt, wo es im Moment noch gewaltig hakt“, sagt Brossardt. „Die Bundesregierung hat mit ihrem Reformpaket einen Schritt in die richtige Richtung gemacht, jetzt müssen aber die größten Brocken bei den Strukturreformen angegangen werden.“ Dazu zählt Brossardt ein dauerhaftes und nachhaltiges Absenken der Arbeitskosten und Entlastungen bei Steuern und Energiekosten. „Die Ergebnisse der Umfrage zeigen, dass die M+E Unternehmen an die wirtschaftliche Stärke Deutschlands glauben – vorausgesetzt, die Rahmenbedingungen stimmen. Deshalb ist die Bundesregierung gefordert, mit Entschlossenheit und Mut den Reformkurs voranzutreiben und auch unbequeme Entscheidungen zu treffen, um dauerhaft Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit zu schaffen“, bewertet Brossardt abschließend die Ergebnisse der Mitgliederumfrage des Arbeitgeberverbandes.