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Titania Neusäß feiert 25 Jahre: Darüber können sich Besucher freuen
Jubiläum

Titania Neusäß feiert 25 Jahre: Darüber können sich Besucher freuen

Das Titania in Neusäß feiert 25-jähriges Jubiläum. Foto: Titania Neusäß
Das Titania in Neusäß feiert 25-jähriges Jubiläum. Foto: Titania Neusäß

Seit einem Vierteljahrhundert bietet das Titania Neusäß Erholung, Erlebnis und Entspannung. Was für das Jubiläum geplant ist und wie sich das Titania in der kommenden Zeit weiterentwickeln möchte.

Mitte der 1990er-Jahre wuchs in Neusäß im Landkreis Augsburg der Bedarf nach einem modernen Bad für alle Generationen. Die bisherige Schwimmhalle der Eichenwaldschule reichte für den wachsenden Schwimmschulbetrieb und den öffentlichen Badebetrieb nicht mehr aus. Nach einer knapp einjährigen Planungsphase startete 1999 das größte kommunale Bauvorhaben der Stadt Neusäß mit einem Investitionsvolumen von rund 40 Millionen D-Mark. 

Von Beginn an sollte auf eine besondere Atmosphäre geachtet werden. Darunter zählten echte Fischerboote aus Hamburg, skandinavische Kelohölzer im Saunabereich sowie marokkanische Fliesen. Am 15. März 2001 wurde das Titania feierlich eröffnet und es sollte sich schnell als zentraler Ort für Freizeit, Wellness und Sport etablieren. 

Jubiläumsprogramm: vier Monate – vier Länder 

Das 25-jährige Bestehen wird unter dem Motto „Vier Monate – vier Länder: Reise um die Welt“ gefeiert. Jeder Monat widmet sich einem anderen Land, sodass Gäste unterschiedliche Kulturen, Sauna- und Wellnessrituale sowie landestypische Besonderheiten erleben können. Höhepunkte im Jubiläumszeitraum sind unter anderem lange Saunanächte, Ladies-Night, Klangreisen, Ferienanimationen und Stammgästetreffen.

Krisenjahre und Neustart 

Im Zuge der Feierlichkeiten lässt Neusäßs Bürgermeister Richard Greiner außerdem die Geschichte des Titania Revue passieren. Anfang der 2010er-Jahre geriet die Anlage in eine existenzielle Krise, die ihr Ende hätte bedeuten können. Schon 2012 hatten Gäste über mangelnde Hygiene und fehlende Sauberkeit geklagt. Im September informierte das Gesundheitsamt die Stadt über Legionellenbefunde. Zwei Tage Schließung wurden schließlich auf zwei Monate verlängert. 

Die Stadtverwaltung und der Stadtrat kamen zu dem Eindruck, dass das Bad systematisch auf Rendite getrimmt und heruntergewirtschaftet wurde. Nach ausbleibenden Pachtzahlungen kündigte die Stadt den Vertrag, während der Betreiber die Kündigung als unwirksam betrachtete. In der Gerichtsverhandlung einigte man sich darauf, dass die Stadt auf 400.000 Euro ausstehende Pacht verzichtet, der Betreiber jedoch bis zum 1. Oktober ausziehen muss. Drei Wochen vor dem Auszug schloss das Titania überraschend und unerwartet die Pforten. Rund 50 Mitarbeiter standen ohne Gehalt und plötzlich ohne Arbeitsplatz da. Daraufhin übernahm die Stadt Neusäß das Bad in Eigenregie und leitete einen umfassenden Neustart ein. 

Modernisierung und heutiger Betrieb 

Zuletzt wurden umfangreiche Maßnahmen zur Energieeinsparung, Sanierung des Umkleidebereichs und Modernisierung der Saunaanlage umgesetzt. Für Besucher stehen seit diesem Jahr auch E-Ladesäulen bereit. Mit der Unterstützung der Betriebsfirma GMF bei München wird das Bad professionell geführt. 

Das Titania zählt jährlich rund 300.000 Gäste, darunter bis zu 110.000 Saunabesucher. Mit über 100 Beschäftigten gehört das Bad zu den größten Arbeitgebern in Neusäß. Greiner bezeichnet das Titania als Kleinod für die Menschen in Neusöß und Umgebung. „Der Mut und die Weitsicht des Stadtrates, vor 25 Jahren diese große Investition zu unterstützen, hat sich bewährt“, sagt Greiner. „Wir danken unseren treuen Bade- und Saunagästen und werden versuchen, ihnen weiterhin dieses hohe Niveau an Freizeit-, Wellness- und Erlebniskultur zu bieten.“ 

Strategische Weichen für die Zukunft 

Im Jahr 2025 beauftragte die Stadt die Firma Constrata mit einem zukunftsorientierten Entwicklungskonzept. Während der diesjährigen Revisionsphase vom 15. Juni bis 9. Juli 2026 stehen erneut umfassende Modernisierungsmaßnahmen an, darunter eine Sanierung der Pumpen und des Hamam-Bereich, ein neues Wegeleitsystem, Wartungs- und Reparaturarbeiten sowie Maler- und Renovierungsarbeiten.

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