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Energiekrise: Bleibt das Titania in Neusäß in Betrieb?
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Hohe Gaspreise

Energiekrise: Bleibt das Titania in Neusäß in Betrieb?

Richard Greiner, Bürgermeister von Neusäß, und Thomas Meiser, Titania-Geschäftsführer, bei der Pressekonferenz zur wirtschaftlichen Lage und Energiespaßnahmen im Titania. Foto: B4BSCHWABEN.de

Die extrem hohen Gaspreise machen auch dem Titania in Neusäß zu schaffen. Mit Energiesparmaßnahmen und einem Zuschuss der Stadt Neusäß ist der Betrieb aber erst einmal gesichert. Worauf sich die Badegäste künftig aber trotzdem einstellen müssen.

Der Betrieb des Titania ist  bis Januar 2023 gesichert. So lange gilt der neu abgeschlossene Gasliefervertrag. Die Stadt Neusäß werde circa 500.000 bis 600.000 Euro zuschießen. Das gab Bürgermeister Richard Greiner bei einer Pressekonferenz jetzt bekannt. Angesichts der extrem hohen Gaspreise hat der Stadtrat kürzlich über das notwendige Krisenmanagement, Energieeinsparungs-Möglichkeiten und die Zukunft des der Stadt gehörenden Erlebnisbades beraten. „Wenn es vertretbar ist, darf man den Mut haben, nach Würdigung aller Gesichtspunkte den Titania-Betrieb aufrecht zu erhalten“, fasst Richard Greiner das Resultat der Beratungen zusammen.

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Diese Energiespar-Maßnahmen setzt das Titania um

Um Energie und damit Geld einzusparen, hat die Stadt zusammen mit einem Ingenieurbüro Maßnahmen entwickelt, die auch die Gäste spüren werden. „Als kurzfristige Maßnahme wird zunächst die Temperatur im Sportbecken von 27 auf 25 Grad abgesenkt", erklärte Greiner. Das Erlebnisbecken wird ein Grad kälter, soll aber immer noch 31 Grad warm sein. Komplett außer Betrieb genommen wird die Kiva-Sauna, die gasbetriebene Schären-Sauna ist von Montag bis Freitag erst ab 12:30 Uhr geöffnet. Zudem werden die Duschwasserintervalle verkürzt. Als bauliche Maßnahme sei zeitnah eine Beckenabdeckungen im Außenbereich vorgesehen. Die Investition in Höhe von 150.000 Euro soll im Jahr bis zu 500 Megawatt einsparen. Zur Einordnung: Das Titania hatte zuletzt einen Verbrauch von 800 Megawatt pro Jahr. Während des Lockdowns in der Corona-Pandemie habe das Bad monatlich 300 Megawatt verbraucht.

Das Titania in Neusäß. Foto: B4BSCHWABEN.de

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Erlebnisbad benötigt auch bei einer Schließung weiter Gas

„Wenn das Titania geschlossen würde, müsste das Bad dennoch in einer Art Notbetrieb weiterlaufen, um Gebäudeschäden vorzubeugen und einen gewissen Hygienestandard aufrechtzuerhalten“, erläutert Bürgermeister Greiner weiter. Das gelte auch im Falle einer „Gasmangellage“ und einem für die Öffentlichkeit geschlossenen Bad. Das Bad benötige auch für einen „Standby-Modus“ eine Grundlastgasversorgung und dadurch bleiben Ausgaben bestehen. Dies bei einem nicht unerheblichen Gasverbrauch, allerdings ohne Nutzungsmöglichkeit für die Bürger und ohne Besuchereinnahmen.

„Viel Geld ohne Gegenwert ausgeben, macht sicher auch keinen Sinn“,  kommentiert Greiner. Im Falle einer Schließung wegen hoher Energiekosten würden die Mitarbeiter auch kein Kurzarbeitergeld bekommen. Das ergab eine Anfrage der Titania-Geschäftsführung bei der Bundesanstalt für Arbeit. Dies könnte laut Greiner den Verlust von qualifizierten Fachkräften bedeuten.

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Kann sich das Titania unabhängig von Gas machen?

Zudem habe das Titania eine Verpflichtung den Gästen gegenüber, betont Geschäftsführer Thomas Meier. „Wir hatten im vergangenen Monat im Vergleich zum Vorjahr 30 Prozent mehr Besucher", berichtet er. Das Titania war dadurch fast bei einer „schwarzen Null", bis die Energiepreise in die Höhe geschossen sind. Auf die Schnelle unabhängig vom Gas zu werden, sei jedoch nicht möglich. Die Stadt habe bereits geprüft, ob das Titania die Abwärme eines großen Neusäßer Betriebes nutzen kann. Diese Kapazitäten würden jedoch nicht ausreichen. Eine Photovoltaikanlage käme derzeit ebenfalls nicht in Frage, da die Amortisierungsbilanz zu schlecht sei. Eine Option sei,  das Titania mit einer Leitung an das Fernwärmenetz der Stadtwerke Augsburg und der Lechwerke anzuschließen. Gespräche dazu laufen bereits.

Daher ist das Bad die nächsten Monate auf den Zuschuss der Stadt angewiesen. Dieser würde zwar schmerzen, sei aber im Vergleich zu anderen Bädern durchaus vertretbar. Laut Richard Greiner müsse diese Summe von mancher Kommune regelmäßig als Kofinanzierung aufgebracht werden, um den Betrieb aufrechtzuerhalten. Inwieweit die Verknappung des Bäder-und Saunanagebotes im Umkreis dem Titania neue Kunden und damit zusätzliche Einnahmen bringen könnte, sei im Moment zwar spekulativ, aber nicht unrealistisch.