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Theaterquartier wird zur offenen Bühne in Augsburg
Theaterviertelfest

Theaterquartier wird zur offenen Bühne in Augsburg

Rund 30.000 Besucher versammelten sich am Wochenende im theaterviertel, um Kunst, Kultur und das Miteinander zu feiern.
Rund 30.000 Besucher versammelten sich am Wochenende im theaterviertel, um Kunst, Kultur und das Miteinander zu feiern. Foto: Dominik Kneißl

Am 12. und13. Mai hat sich Augsburg zum dritten Mal im Theaterviertel versammelt, um gemeinsam Kunst, Kultur und die Zukunft des Viertels zu zelebrieren. Das ist die Bilanz.

Das dritte und vorerst letzte Theaterviertelfest hat seine Bedeutung für die Kultur- und Stadtentwicklung in Augsburg erneut unter Beweis stellen können. Insgesamt kamen an zwei Tagen rund 30.000 Menschen in die Festzonen rund um das Staatstheater. Der Auftakt am Freitag verlief zunächst bei regnerischem Wetter. Dennoch besuchten nach Angaben der Veranstalter rund 10.000 Gäste das Festivalgelände. Am Samstag sorgte sommerliches Wetter für einen deutlichen Anstieg der Besucherzahlen. Mindestens weitere 20.000 Menschen kamen in das Quartier zwischen Ludwigstraße, Theaterstraße, Fronhof und Hofgarten. Damit stiegen die Zahlen noch einmal im Vergleich zum Vorjahr. 

Begegnungslandschaft mit zahlreichen Programmpunkten

Das Viertel entwickelte sich während des Festivals zu einer Kultur- und Begegnungslandschaft mit zahlreichen Veranstaltungen und Programmpunkten. Das sieht auch Richard Goerlich, Vorsitzender von Theaterviertel Jetzt e.V. „Das Theaterviertelfest zeigt, welches Potenzial entsteht, wenn Kultur, Stadtentwicklung, Gastronomie und bürgerschaftliches Engagement zusammenkommen. Die Menschen nehmen dieses Quartier bereits heute als einen Ort des Wandels wahr“, so Goerlich.

Ehrenamtliches Engagement als Grundlage des Festivals

Der Verein Theaterviertel Jetzt e.V. veranstaltet die Feierlichkeiten. Das Festival soll das Potenzial des entstehenden Theaterquartiers highlighten und die Bedeutung der Sanierung des Staatstheaters für die Augsburger Innenstadt hervorheben. Der Verein würdigt die Unterstützung durch Sponsoren und Partner. Diese hätten insbesondere die Finanzierung von Produktion, Sicherheitsmaßnahmen und Verkehrssperrungen ermöglicht. „Ohne den über ein ganzes Jahr dauernden ehrenamtlichen Einsatz von Unterstützern und Freunden der Theaterviertel-Entwicklung könnte ein Fest dieser Größe weder finanziell noch organisatorisch gestemmt werden“, erklärt Richard Goerlich.

Nach Angaben der Veranstalter gab es auch in diesem Jahr keine Vorfälle von Gewalt oder übermäßigem Alkoholkonsum. Dies sei bereits in den beiden Vorjahren der Fall gewesen.

Mehr als 130 Programmpunkte spiegeln kulturelle Vielfalt wider

Das Festivalprogramm umfasste mehr als 130 Programmpunkte aus unterschiedlichen Kultursparten. Der Verein Theaterviertel Jetzt e.V. organisierte gemeinsam mit Partnern über 100 Veranstaltungen mit rund 150 Künstlerinnen und Künstlern. Das Angebot reichte von klassischer Musik bis zur Clubkultur. Auf dem Programm standen unter anderem Familienangebote, Urban Art, Literatur, Tanz, Straßenkunst und Mitmachformate. Musikalisch waren verschiedene Genres vertreten, darunter Singer-Songwriter, Hip-Hop, House, Indie-Rock und Italopop. Zu den Programmpunkten gehörte auch Sergej Prokofjews „Peter und der Wolf“ im Leopold Mozart College of Music.

Das Staatstheater Augsburg setzte erneut einen Schwerpunkt innerhalb des Festivals. Insgesamt beteiligte sich das Haus mit 33 Programmpunkten aus den Bereichen Musiktheater, Schauspiel, Konzert, Digitaltheater, Theatervermittlung und der Beteiligungsplattform Plan A. Insgesamt wirkten 180 Künstlerinnen und Künstler sowie zahlreiche Mitarbeitende hinter den Kulissen mit.

Öffentlicher Raum wird zur Bühne

Besondere Aufmerksamkeit erhielten die künstlerischen Interventionen im öffentlichen Raum. Das gesamte Quartier wurde immer wieder selbst zur Bühne. Zwischen Baustellen, Straßenräumen und Festivalpublikum fanden Musical-Ausschnitte, Kammermusik, Schauspiel- und Konzertformate statt. Auch das Parkhaus der Kunst zählte als Publikumsmagnet, in dem sechs Ebenen zur Bühne für, Installationen, Fotografie, Urban Art und Performancekunst wurden. Damit machte das Staatstheater nach Angaben der Veranstalter sichtbar, welches kulturelle Potenzial das Viertel in Zukunft für die Innenstadt haben kann.

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