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Tarifeinigung bei Kuka: Millionen-Investitionen sollen Standort Augsburg sichern
Zukunftspaket

Tarifeinigung bei Kuka: Millionen-Investitionen sollen Standort Augsburg sichern

Kuka-CEO Christoph Schell. Foto: Kuka Group
Kuka-CEO Christoph Schell. Foto: Kuka Group

Mit einem Zukunftspakt will Kuka den Standort Augsburg langfristig absichern. Der Konzern plant Millioneninvestitionen in Produktion und Entwicklung und gewährt Kündigungsschutz bis 2029. Die Belegschaft beteiligt sich ebenfalls.

Der Augsburger Roboterhersteller Kuka hat sich mit der IG Metall und dem Betriebsrat auf ein umfassendes Zukunftspaket für den Stammsitz verständigt. Die Vereinbarung sieht Investitionen in hoher zweistelliger Millionenhöhe, den Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen bis zum Sommer 2029 sowie eine strategische Stärkung von Produktion und Entwicklung vor. Gleichzeitig leisten die Beschäftigten durch Einschnitte bei tariflichen Leistungen einen Beitrag zur Standortsicherung.

Augsburg bleibt zentraler Produktionsstandort

Kern der Einigung sind Investitionen in eine hochmoderne automatisierte Produktion und Logistik der Robotersparte. Augsburg bleibe damit „zentraler Produktionsstandort von Kuka in Europa“, heißt es in der Vereinbarung. Zusätzlich würden strategische Entwicklungsprojekte dauerhaft am Standort verankert, um Forschung und Entwicklung nachhaltig zu stärken.

Kuka-CEO Christoph Schell bezeichnete die Einigung als entscheidenden Schritt für den Heimatstandort. „Dieser Schritt ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg, Kuka als globales Unternehmen zukunftsfähig aufzustellen, gerade am Heimatstandort in Augsburg“, erklärte Schell. Ziel sei es gewesen, gemeinsam mit den Sozialpartnern eine Lösung zu finden, „die Investitionen in den Standort tragfähig machen“.

Fokus auf KI und neue Robotik-Ansätze

Ein inhaltlicher Schwerpunkt liegt auf Zukunftstechnologien wie der sogenannten Intent-Based Robotics. Dabei verfolgen Roboter mithilfe von Künstlicher Intelligenz eigenständig ein vorgegebenes Ziel, etwa bei Montage- oder Logistikprozessen. Schell zufolge soll der Fokus künftig „noch konsequenter auf einer markt- und innovationsorientierten Unternehmenskultur“ liegen.

Darüber hinaus investiert Kuka in den gezielten Kompetenzaufbau der Belegschaft, unter anderem in den Bereichen Autonome Mobile Roboter, Software und Künstliche Intelligenz. Auch die Ausbildung am Standort Augsburg soll ausgebaut werden.

Keine betriebsbedingten Kündigungen bis 2029

Der notwendige Personalabbau soll sozialverträglich erfolgen. Kuka schließt betriebsbedingte Kündigungen bis zum 31. Juli 2029 aus. Zudem werde es „keine weiteren Funktionsverlagerungen geben, die zu zusätzlichem Personalabbau führen würden“, so das Unternehmen.

Beschäftigte leisten finanziellen Beitrag

Im Gegenzug zur Standortsicherung leisten die Beschäftigten einen spürbaren finanziellen Beitrag. Tariferhöhungen werden verschoben, tarifliche Einmalzahlungen temporär gekürzt. Diese Maßnahmen gelten auch für außertariflich Beschäftigte und Führungskräfte.

Betriebsrätin Carola Leitmeir räumte ein, dass die Einschnitte für die Belegschaft deutlich spürbar seien. „Uns ist bewusst, dass die Einschnitte für die Beschäftigten durch die Verschiebung und den Wegfall tariflicher Leistungen spürbar sind“, sagte sie. Dennoch sende die Vereinbarung ein klares Signal: „Diese Vereinbarung ist ein starkes Signal für die Zukunftsfähigkeit des Standorts Augsburg.“

Besonders wichtig sei aus Sicht des Betriebsrats der soziale Aspekt gewesen. „Die Zusicherung des Unternehmens, dass auch außertariflich Beschäftigte und Geschäftsführer den gleichen prozentualen Beitrag leisten, war für uns eine Grundvoraussetzung“, betonte Leitmeir.

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