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swa testen intelligentes Stromnetz „Smart Grid“
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Stadtwerke Augsburg Holding GmbH

swa testen intelligentes Stromnetz „Smart Grid“

Um die Energiewende schneller voranzutreiben testen die swa nun ein Smart Grid in Haunstetten. Foto: Fotolia

Die Stadtwerke Augsburg testen ein intelligentes Stromnetz in Haunstetten.

Die Stadtwerke Augsburg treiben die Energiewende weiter voran. In den nächsten Wochen startet ein Forschungsprojekt zum so genannten Smart Grid, dem intelligenten Stromnetz, das gezielt den Strom regeln kann. Erneuerbare Energien wie Wind und Sonne sind in der Energie-Erzeugung schwer vorauszuberechnen. Deswegen ist unter anderem die Steuerung von Verbrauchgeräten und Speichern notwendig. So kann die größtmögliche Nutzung von Wind- und Sonnenenergie gewährleistet werden.

swa starten Pilotprojekt in Haunstetten

Das Pilotprojekt wird im Gewerbegebiet Haunstetten stattfinden. Hier befindet sich ein Mittelspannungs-Ring mit einem hohen Anteil an regenerativen Einspeisungen. So kann im Rahmen des Forschungsprojekts genau gemessen werden, wie viel Strom hinein- und hinausfließt. Hier gibt es viele Großverbraucher, die durch zu oder Abschalten der Anlagen das Netz stärker beeinflussen. Dies bedeutet unter anderem mehr messbare Daten. Zudem resultiert daraus auch die Möglichkeit, innerhalb dieses lokalen Systems die Netzlast besser auszugleichen. Man bezeichnet diese lokalen Systeme als Microgrid.

Smart Grid sparen Kosten und Energie

Durch den zeitlich und örtlich optimierten Verbrauch können Kosten und Energieverluste durch den Transport vermieden werden. Der Netzausbau bleibt in einem überschaubaren Rahmen. Smart Grids senken die Kosten sowohl für Netzbetreiber, als auch Lieferanten. Letztlich macht sich diese Kostensenkung auch für den Kunden bemerkbar. Durch die Auswertung von mehr Netzdaten können die swa ihre hohe Versorgungssicherheit nicht nur beibehalten sondern noch weiter ausbauen. Auch die Umwelt profitiert von einer intelligenten Netzsteuerung. Energieflüsse können besser prognostiziert werden. Auch größere Mengen Erneuerbarer Energien können so integriert und damit eine maximale CO2-Einsparung erzielt werden.

swa empfehlen Blockheizkraftwerke

Um ein intelligentes Stromnetz voll ausnutzen zu können, empfehlen sich Blockheizkraftwerke. So hat man auch in Zeiten wenig regenerativer Produktion durch Wind und Sonne immer Energie zur Verfügung. Die Blockheizkraftwerke erzeugen umweltschonend Energie aus Kraft-Wärme-Kopplung über einen erdgasbetriebenen Generator. Diese können die Stromlast im Netz ausgleichen.

Smart-Grid-Projekt der swa in drei Phasen

Das Projekt wird in drei Phasen ablaufen. Zunächst wird eine ausführliche Analyse des Netzes durchgeführt. Dann erfolgt eine Computer-Simulation des Netzes und der Stromflüsse. Schließlich werden etwa Ende 2014 tatsächlich intelligente Zähler bei den Kunden eingebaut werden. So können dann Vor-Ort-Tests durchgeführt werden. Ein Schwerpunkt des Projekts befasst sich mit der nötigen IT-Infrastruktur. Für die Kunden vor Ort wird es ein spezielles Internetportal geben. Dort können sie sich ihrem Verbrauch anzeigen lassen. Die Teilnahme an dem Projekt ist freiwillig.

swa kooperieren mit Fraunhofer-Institut und TU München

Die swa arbeiten bei diesem Projekt zusammen mit dem Fraunhofer-Institut für Eingebettete Systeme und Kommunikationstechnik ESK. Auch die Technische Universität München und weitere bayerische Partner aus der Industrie sind daran beteiligt. Das Fraunhofer ESK konzeptioniert hierbei das Kommunikationsnetz. So soll eine effektive Ausnutzung der zur Verfügung stehenden Energien gewährleistet werden. Ebenso soll so ein stabiler Betrieb des Smart Microgrids ermöglicht werden. Dieses muss die unterschiedlichen Daten aller Beteiligten, wie die Energieverbaucher und –lieferanten, der Leitstelle oder von Abrechnungssystemen koordiniert transportieren. Denn es muss zuverlässig und schnell Steuer- und Schaltprozesse auslösen, wenn zum Beispiel zu viele zugeschaltete Photovoltaik-Anlagen eine bedrohliche Überspannung im Netz erzeugen.

Smart Grids an Stromnetz anpassen

Mit Hilfe eines umfangreichen Simulators konzipiert die TU München parallel dazu ein Stromnetz. Dieses ist speziell an die Anforderungen des Smart Microgrids angepasst. Dieses berücksichtigt unter anderem den Einsatz der regenerativen Energien. Anschließend untersuchen die Wissenschaftler des Fraunhofer ESK und der TU München gemeinsam das Zusammenspiel von Kommunikation und Stromversorgung im Microgrid. Das Projekt wird vom bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie gefördert.

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