Stadtwerke Augsburg Holding GmbH

swa: Energie-Pioniere für Pilotprojekt gesucht

swa sucht Energie-Pioniere für Pilotprojekt. Foto: B4B SCHWABEN

Die Stadtwerke Augsburg (swa) haben ein Pilotprojekt ins Leben gerufen. Dafür sucht sie nun Hauseigentümer, dich sich als Energie-Pioniere dem Projekt anschließen. Mit Brennstoffzellen im eigenen Keller soll die Energiewende näher kommen.

von Julia Rißler, Online-Redaktion

Das Pilotprojekt der swa beschäftigt sich mit der Thematik, dass künftig mit Brennstoffzellen dezentral Strom und Wärme im eigenen Keller erzeugt werden kann. Die Technologie der, mit Erdgas betriebener, Brennstoffzellen ist bereits sehr ausgereift. „Der elektrische Wirkungsgrad liegt mit bis zu 60 Prozent deutlich über dem konventioneller Kraftwerke mit nur rund 38 Prozent“, erklärt swa-Projektleiter Karl-Heinz Viets. Mit nur 15 Prozent Verlust wird die Energie, die im Erdgas steckt, nutzbar gemacht. Eine effiziente Methode, um elektrische Energie oder Wärmeenergie zu erzeugen.   

Lautlos und automatisch entsteht Wärme und Strom

In der Größe eines Kühlschranks wird das Erdgas in Wasserstoff und Kohlendioxid aufgespalten. Das geschieht durch in der Anlage entstehende Wärmeenergie. Der entstandene Wasserstoff reagiert durch die Beigabe von Sauerstoff in einem chemischen Vorgang. Das Endprodukt ist Strom und Wärme. Der gesamte Prozess verläuft vollkommen lautlos. Die Brennstoffzellen benötigen für den chemischen Vorgang auch fossile Erdgase. Im Vergleich zu herkömmlichen Kraftwerken oder Heizungsanlagen ist dieser aber wesentlicher geringer. Einsparungen von mindestens einem Drittel der Energie und der CO2-Emissionen sind die Regel. 

Ein wichtiger Schritt Richtung Energiewende

„Mit diesem Konzept nähern wir uns der Ideallösung für eine Integration der erneuerbaren Energieträger“, betont swa-Projektleiter Karl-Heinz Viets. „Die Stadtwerke übernehmen als Energie-Manager die zentrale Steuerung ebenso wie den Betrieb der Anlagen und kümmern sich um die Wartung.“, so Viets weiter. Mit dieser Technologie ist auch die Umsetzung der Energiewende wieder ein Schritt weiter. Wird der im Haus erzeugte Strom nicht vollständig verbraucht, kann er auch ins Netz eingespeist werden. Es können auch mehrere Anlagen über ein gemeinsames Rechenzentrum gesteuert werden. Das System bietet die Möglichkeit auch Schwankungen von Sonnen- und Windstrom auszugleichen. „Dadurch sind die Brennstoffzellen die ideale Ergänzung zu Solar und Wind“, meint Tobias Koch, Geschäftsführer der EZ-Energies GmbH. Das Augsburger Unternehmen ist ebenfalls im Pilotprojekt der swa beteiligt und stellt die Brennstoffzellen zur Verfügung.

Testphase mit zehn Brennstoffzellen

Das Pilotprojekt beschränkt sich zunächst auf bis zu zehn Brennstoffzellen. Grund sind die hohen Anschaffungskosten der Technik und die wenigen Geräte, die aktuell am Markt verfügbar sind. Die Teilnehmer am Pilotprojekt bekommen deswegen auch die Brennstoffzellen von den Stadtwerken zur Verfügung gestellt. Das technische und finanzielle Risiko beim Test der Technik wird vollständig von der swa getragen. „Wir wollen diese Zukunftstechnologie möglichst früh in der Praxis testen, um sofort in großem Stil einsteigen zu können, wenn die Geräte zu rentierlichen Preisen zu haben sind“, erklärt Dr. Walter Casazza, Geschäftsführer der Stadtwerke Augsburg.

Kongress am Park ist erstes Gebäude mit Brennstoffzellen

Diese Technologie der Stromgewinnung ist nicht absolut neu. Bereits 1839 wurde der elektrochemische Prozess entdeckt. Jedoch erst in den letzten Jahren ist es gelungen erste Modelle für eine Serienproduktion zu entwerfen. Ein erstes bekanntes Beispiel eines Gebäudes mit dieser Technik gibt es in Augsburg bereits. Im Jahr 2013 haben die Stadtwerke im Kongress am Park Brennstoffzellen zur Energiegewinnung installiert.

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In der Größe eines Kühlschranks wird das Erdgas in Wasserstoff und Kohlendioxid aufgespalten. Das geschieht durch in der Anlage entstehende Wärmeenergie. Der entstandene Wasserstoff reagiert durch die Beigabe von Sauerstoff in einem chemischen Vorgang. Das Endprodukt ist Strom und Wärme. Der gesamte Prozess verläuft vollkommen lautlos. Die Brennstoffzellen benötigen für den chemischen Vorgang auch fossile Erdgase. Im Vergleich zu herkömmlichen Kraftwerken oder Heizungsanlagen ist dieser aber wesentlicher geringer. Einsparungen von mindestens einem Drittel der Energie und der CO2-Emissionen sind die Regel. 

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„Mit diesem Konzept nähern wir uns der Ideallösung für eine Integration der erneuerbaren Energieträger“, betont swa-Projektleiter Karl-Heinz Viets. „Die Stadtwerke übernehmen als Energie-Manager die zentrale Steuerung ebenso wie den Betrieb der Anlagen und kümmern sich um die Wartung.“, so Viets weiter. Mit dieser Technologie ist auch die Umsetzung der Energiewende wieder ein Schritt weiter. Wird der im Haus erzeugte Strom nicht vollständig verbraucht, kann er auch ins Netz eingespeist werden. Es können auch mehrere Anlagen über ein gemeinsames Rechenzentrum gesteuert werden. Das System bietet die Möglichkeit auch Schwankungen von Sonnen- und Windstrom auszugleichen. „Dadurch sind die Brennstoffzellen die ideale Ergänzung zu Solar und Wind“, meint Tobias Koch, Geschäftsführer der EZ-Energies GmbH. Das Augsburger Unternehmen ist ebenfalls im Pilotprojekt der swa beteiligt und stellt die Brennstoffzellen zur Verfügung.

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Das Pilotprojekt beschränkt sich zunächst auf bis zu zehn Brennstoffzellen. Grund sind die hohen Anschaffungskosten der Technik und die wenigen Geräte, die aktuell am Markt verfügbar sind. Die Teilnehmer am Pilotprojekt bekommen deswegen auch die Brennstoffzellen von den Stadtwerken zur Verfügung gestellt. Das technische und finanzielle Risiko beim Test der Technik wird vollständig von der swa getragen. „Wir wollen diese Zukunftstechnologie möglichst früh in der Praxis testen, um sofort in großem Stil einsteigen zu können, wenn die Geräte zu rentierlichen Preisen zu haben sind“, erklärt Dr. Walter Casazza, Geschäftsführer der Stadtwerke Augsburg.

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