Stadtwerke Augsburg Holding GmbH

Baumaßnahmen der swa: Das erwartet Tram- und Autofahrer in den Sommerferien

Der Vordereinstieg gilt in allen Bussen der swa seit dem 1. August 2015. Foto: swa

Baustelle in der Frauentorstraße, der Wertachstraße und der Donauwörther Straße: Die Stadtwerke Augsburg bauen ihre Leistungs- und Gleisnetze in den Sommerferien aus. Viele Fahrgäste der swa können auf Busse ausweichen. Gleichzeitig werden Verkehrseinschränkungen auf der Wertachstraße und der Donauwörther Straße erwartet.

von Rebecca Weingarten, Online-Redaktion

Nach mehreren Rohrbrüchen in den vergangenen Jahren wird die Wasserleitung in der Frauentorstraße erneuert. Die Frauentorstraße ist deshalb vom 1. August bis 14. September für den Verkehr gesperrt. Davon ist auch die Straßenbahnlinie 2 betroffen. In der Wertachstraße hingegen werden Gas- und Wasserleitungen sowie Hausanschlüsse erneuert. Die Wertachstraße ist deshalb bis zum Ende der Ferien nur als Einbahnstraße stadtauswärts befahrbar. Gleichzeitig werden auch die Gleise an der Wertachbrücke im Haltestellenbereich und auf der Straße erneuert. Um diese Arbeiten auszuführen, muss auch die Straßenbahnlinie 4 durch Busse ersetzt werden. Außerdem werden die Gleise in der Donauwörther Straße erneuert.

Busse ersetzen die Linien 2 und 4

Die Straßenbahnlinie 2 wird zwischen Königsplatz und der Endhaltestelle Augsburg West durch Busse B2 ersetzt. Nachdem auch diese nicht in der Frauentorstraße fahren können, verkehren sie zwischen Königsplatz und Wertachbrücke wie die Linie 4. Die Haltestellen Senkelbach, Fischertor und Mozarthaus/Kolping werden mit einem Anrufsammeltaxi mit der Haltestelle Brunntal verbunden. Die Haltestelle Dom/Stadtwerke entfällt. Dieser Bereich ist mit den Linien 22 und 23 an den Nahverkehr angebunden. Die Linie 4 wird komplett durch die Ersatzbusse B4 auf dem gewohnten Linienweg ersetzt.

Sommerferien für umfangreiche Baumaßnahmen geeignet

„Wir führen eine ganze Reihe von Arbeiten parallel und sehr komprimiert aus, um die Beeinträchtigung für alle Verkehrsteilnehmer und Anwohner bestmöglich einzuschränken“, sagt Stadtwerke-Geschäftsführer Dr. Walter Casazza, „in enger Koordination mit dem Tiefbauamt der Stadt Augsburg wurden die Arbeiten in einem engen Zeitraum gebündelt.“ Um die Infrastruktur aufrechtzuerhalten, wurden beispielsweise andere Großbauprojekte – wie die Sanierung der B17 – von der Stadt bereits im Vorfeld getätigt.

Vordereinstieg gilt seit dem 1. August

Außerdem gilt seit dem 1. August in allen Bussen der Stadtwerke Augsburg der Vordereinstieg an der ersten Türe beim Fahrer. Ausnahmen sind diejenigen Buslinien, die Straßenbahnen ersetzen, wie in den Sommerferien die Linien B2 und B4.

Schwarzfahrerquote deutlich gesenkt

Drei Monate lang haben die Stadtwerke den Vordereinstieg auf der Buslinie 32 getestet. Der Fahrgast steigt beim Fahrer ein und zeigt den Fahrschein vor. Dadurch ist im ersten Monat der Testphase auf der Linie 32 der Barverkauf von Fahrkarten im Fahrzeug um rund 20 Prozent gestiegen. Die Schwarzfahrerquote wird mit dem ganztägigen Voreinstieg um etwa zehn Prozent gesenkt. Das entspricht rund 200.000 Euro im Jahr, die den Stadtwerken ansonsten an Einnahmen entgehen. „Wer sich den Fahrschein spart, fährt auf Kosten aller anderen Fahrgäste“, erklärt swa Geschäftsführer Dr. Walter Casazza. Das sehen auch die meisten Fahrgäste so. Eine Umfrage unter den Fahrgästen der Linie 32 während des Testbetriebs hat dies gezeigt. 75 Prozent der Befragten sehen den Vordereinstieg positiv oder neutral.

Rollstuhlfahrer können weiterhin hinten einsteigen

Die Pünktlichkeit der Busse und Straßenbahnen wird durch die neue Maßnahme nicht beeinträchtigt. „Die Auswertung des Fahrprofils zeigt keine Veränderungen in der Pünktlichkeit im Vergleich zu vor der Testphase“, so Casazza. Auch die durchschnittlichen Aufenthaltszeiten an Haltestellen haben sich nicht geändert. „Das Fahrpersonal hat immer einen Ermessensspielraum, je nach Situation“, so Casazza. Bei sehr hohem Fahrgastaufkommen oder drohenden Verspätungen kann das Personal auf die Sichtkontrolle verzichten. Mobilitätseingeschränkte Personen, Fahrgäste im Rollstuhl oder mit Rollator, mit Kinderwagen oder schwerem und sperrigem Gepäck können auch künftig hinten, an der zweiten Türe zusteigen.

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von Rebecca Weingarten, Online-Redaktion

Nach mehreren Rohrbrüchen in den vergangenen Jahren wird die Wasserleitung in der Frauentorstraße erneuert. Die Frauentorstraße ist deshalb vom 1. August bis 14. September für den Verkehr gesperrt. Davon ist auch die Straßenbahnlinie 2 betroffen. In der Wertachstraße hingegen werden Gas- und Wasserleitungen sowie Hausanschlüsse erneuert. Die Wertachstraße ist deshalb bis zum Ende der Ferien nur als Einbahnstraße stadtauswärts befahrbar. Gleichzeitig werden auch die Gleise an der Wertachbrücke im Haltestellenbereich und auf der Straße erneuert. Um diese Arbeiten auszuführen, muss auch die Straßenbahnlinie 4 durch Busse ersetzt werden. Außerdem werden die Gleise in der Donauwörther Straße erneuert.

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Die Straßenbahnlinie 2 wird zwischen Königsplatz und der Endhaltestelle Augsburg West durch Busse B2 ersetzt. Nachdem auch diese nicht in der Frauentorstraße fahren können, verkehren sie zwischen Königsplatz und Wertachbrücke wie die Linie 4. Die Haltestellen Senkelbach, Fischertor und Mozarthaus/Kolping werden mit einem Anrufsammeltaxi mit der Haltestelle Brunntal verbunden. Die Haltestelle Dom/Stadtwerke entfällt. Dieser Bereich ist mit den Linien 22 und 23 an den Nahverkehr angebunden. Die Linie 4 wird komplett durch die Ersatzbusse B4 auf dem gewohnten Linienweg ersetzt.

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Vordereinstieg gilt seit dem 1. August

Außerdem gilt seit dem 1. August in allen Bussen der Stadtwerke Augsburg der Vordereinstieg an der ersten Türe beim Fahrer. Ausnahmen sind diejenigen Buslinien, die Straßenbahnen ersetzen, wie in den Sommerferien die Linien B2 und B4.

Schwarzfahrerquote deutlich gesenkt

Drei Monate lang haben die Stadtwerke den Vordereinstieg auf der Buslinie 32 getestet. Der Fahrgast steigt beim Fahrer ein und zeigt den Fahrschein vor. Dadurch ist im ersten Monat der Testphase auf der Linie 32 der Barverkauf von Fahrkarten im Fahrzeug um rund 20 Prozent gestiegen. Die Schwarzfahrerquote wird mit dem ganztägigen Voreinstieg um etwa zehn Prozent gesenkt. Das entspricht rund 200.000 Euro im Jahr, die den Stadtwerken ansonsten an Einnahmen entgehen. „Wer sich den Fahrschein spart, fährt auf Kosten aller anderen Fahrgäste“, erklärt swa Geschäftsführer Dr. Walter Casazza. Das sehen auch die meisten Fahrgäste so. Eine Umfrage unter den Fahrgästen der Linie 32 während des Testbetriebs hat dies gezeigt. 75 Prozent der Befragten sehen den Vordereinstieg positiv oder neutral.

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